Kolumbien Teil 2: Cartagena
Shownotes
In dieser Folge von Edelweiss Travel Tales nimmt Euch Moderatorin Janna Olson mit auf den zweiten Teil ihrer Kolumbienreise: Es geht von Medellín weiter an die Karibikküste nach Cartagena und schliesslich ins Fischerdorf La Boquilla, wo Natur, Musik, Geschichte und Community-Projekte aufeinandertreffen. In Medellín, der «Stadt des ewigen Frühlings», trifft Janna den schweizerisch-kolumbianischen Musiker Loco Escrito. Im Gespräch erzählt Loco, wie er die beiden Kulturen in sich vereint, was er besonders an Kolumbien liebt, und wie er mit seiner Musik Brücken bauen will, zum Beispiel mit seinem aktuellen Song, «Colibrí». Danach geht es nach Cartagena, wo Janna mit Guide Juliana Medina das Viertel Getsemaní erkundet und von der Geschichte der Stadt erzählt. Musik, Tanz, Kostüme und karibische Einflüsse prägen die Atmosphäre – abends treffen sich die Menschen draussen, hören Musik und spielen Domino. Anschliessend reist Janna nach La Boquilla und macht mit Nina, die im nachhaltigen Tourismus arbeitet, eine Mangroventour. Es geht um Lagunen, die Vogelwelt und den Schutz der Ökosysteme. Janna und Nina treffen auch lokale Fraueninitiativen, die aus Kokosnussschalen Kunsthandwerk herstellen und damit die Selbstständigkeit stärken. Den mitreissenden Abschluss bildet ein Besuch der Trommelschule Batambora, wo Kinder und Jugendliche über Musik nicht nur Rhythmen, sondern auch Werte und Perspektiven mitnehmen.
Wenn Euch diese Folge gefallen hat, hört Euch unbedingt auch Teil 1 unseres Kolumbien-Specials an! Darin ist Janna vor allem in Bogotá unterwegs, steigt auf den Montserrate, probiert lokale Spezialitäten auf dem Paloquemao-Markt und reist dann weiter nach Medellín, um mehr über die Kaffeekultur dort zu lernen.
Neue Folgen der Edelweiss Travel Tales erscheinen alle 14 Tage freitags. Am besten abonniert Ihr den Podcast, damit Ihr keine Folge mehr verpasst!
Mehr Infos zu den Protagonisten dieser Folge und Dank an:
Dank an • Camilo Gordillo – für die wundervolle (Film-)Begleitung und Recherchearbeit! • Loco Escrito/ Nicolás Herzig https://locoescrito.com/ • Juliana Medina von https://impulsetravel.co/ • Nina Schlieper von https://www.alternativetravelcartagena.com/startseite/ ebenfalls von Alternative TRavel Cartagena: Elías Eliecer Manrique von der Fischervereinigung in La Boquilla Esilda Rodriguez von DAMARTES in La Boquilla (Damas y Madres del Arte) Yoel Yesith Londoño Moncaris und Team von der Kultureinrichtung und Trommelschule Batámbora in La Boquilla
Mehr Infos über unsere Hosts Janna Olson und Erik Lorenz: Vor einigen Jahren krempelte Janna Olson, gelernte Sprachtherapeutin, ihren Alltag in Deutschland komplett um und machte sich auf um für mehrere Jahre in Neuseeland, Australien und Indonesien zu leben. Seit nunmehr als 5 Jahren arbeitet sie fest als Redakteurin und Podcastproducerin und immer wieder auch vor dem Mikro für den WELTWACH Podcast. Derzeit lebt sie in Portugal. Erik Lorenz ist Autor und Herausgeber zahlreicher Reisebücher, u. a. für die Reihe „Lesereise“ des Picus-Verlags und für den Malik/Piper Verlag sowie National Geographic. Er studierte in den Niederlanden, in Hongkong und Großbritannien, lebte anderthalb Jahre in Australien und bereiste unter anderem Südostasien, China und Jordanien. 2017 gründete er den Podcast WELTWACH, in dem er – wie auch im englischsprachigen Ableger UNFOLDING MAPS – Gespräche mit prominenten Abenteurern und Abenteurerinnen moderiert. Momentan lebt er in New York. Mehr dazu hier: https://weltwach.de/
Mehr Infos über Edelweiss: Edelweiss ist die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft und fliegt Euch ab Zürich weltweit zu über 100 Traumzielen in über 30 Ländern. Egal, ob Strandferien, pulsierende Metropolen oder spannende Kulturen: Edelweiss bietet für jeden Ferientraum das richtige Ziel. Das Beste: Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Flugpreis immer inbegriffen. https://www.flyedelweiss.com/ch/de/home.html
Transkript anzeigen
00:00:11: Ich befinde mich in einem kleinen Kulturzentrum in La Bocchia, einem Fischerdorf am nördlichsten Punkt von Catarina im Norden Kolumbiens.
00:00:25: Das Teis über uns braut sich ein Gewitter zusammen und neben uns liegt das Meer.
00:00:36: Die Forten dieses kleinen Kultur-Zentrums sind weit geöffnet.
00:00:48: Die Leiter dieser Kultureinrichtungen spielen mit ihrem Team gerade ein Buyerengue.
00:00:54: Ich lausche diesem Lied, diesen uralten Rhythmus von der Karibik-Küste Kolumbiens in dem die Geschichte eines Mädchens erzählt wird das zu Frau wird.
00:01:15: In diese kleine Einrichtung am Strand kehren wir später noch einmal zurück.
00:01:19: aber jetzt erst einmal herzlich willkommen zum zweiten Teil unserer Kolumbienreise!
00:01:27: In unserer ersten Folge waren mein Begleiter und Filmemacher Camilo, ich bereits in seiner Heimatstadt Bogota unterwegs und auf den Kaffeeplantagen außerhalb von Medellin.
00:01:40: Falls ihr die erste Folge mit dem Titel Bogotá also noch nicht kennt, hört doch mal rein!
00:01:46: Camilo hält auch diese Reise hier wieder auf
00:01:48: Videofest
00:01:50: Haltet also unbedingt ab, ungefähr Mai, twenty-sixundzwanzig Ausschau nach unserer Reise und den Behind the Scenes auf dem YouTube Kanal von Edelweiss.
00:02:00: Der heißt Fly Edelweis!
00:02:03: Da gibt's
00:02:03: übrigens auch noch ganz viele andere Videos zu weiteren spannenden Destinationen.
00:02:09: In dieser Folge geht unsere Reise durch Kolumbien nun also weiter.
00:02:14: Wir sprechen mit dem schweizkolumbianischen Musiker Loco Escrito in Medellin
00:02:20: Und ich glaube auch heutzutage in dieser Welt ist es sehr wichtig, Brücken zwischen zwei verschiedenen Ländern oder Kulturen zu schlagen.
00:02:26: Wir erkunden außerdem die Stadt Katharina im Norden des Landes.
00:02:31: In Deutschland ist dann Domino so ein Kinderspiel hier.
00:02:34: Es ist ein erwachsenes Spiel und es ist ernst Siehst du?
00:02:39: Nur vier Spielen aber alle gucken.
00:02:41: So ist das jeden Nachmittag.
00:02:44: Das ist sehr laut und man hört das Klacken von den Steinen auf dem Tisch.
00:02:48: Außerdem geht es um das Fischerdorf Labukia
00:02:52: mit
00:02:52: afrokaribischen Wurzeln am nördlichsten Punkt von Katharina, wo wir Nina treffen die vor einigen Jahren schon von Deutschland aus dorthin ausgewandert ist.
00:03:02: Und mit ihr fahren wir in
00:03:04: die Mangroven
00:03:05: und lernen über das Leben der Fischer dort.
00:03:08: Wir gleiten hier ganz langsam durchs Wasser in diesem schmalen Boot traditionelle Boot, womit
00:03:16: gefischt
00:03:16: wird.
00:03:17: Genau die Fischer benutzen die gleichen Boote und nachher wirst du sehen wie die sie benutzen und wie die die Fische auch dann reinholen.
00:03:23: Wir sprechen auch mit den starken Frauen dieses Fischerdorfs.
00:03:33: Und wir tauchen ein in die Musik der Karibik-Küste!
00:03:44: Wir haben also wieder einiges vor.
00:03:45: deswegen würde ich sagen Jetzt geht es los mit Folge zwei unserer Kolumbien-Reise.
00:04:04: Von Bogotá aus ging es für uns also weiter nach Medizin.
00:04:10: Medizin liegt auf rund µm Höhe im fruchtbaren Aburatal und ist das wirtschaftliche unkulturelle Herz des Departments Antioquia.
00:04:22: Mit mehr als zweieinhalb Millionen Einwohnerinnen im Stadtgebiet ist Medellín nach Bogotá die zweitgrößte Stadt des Landes.
00:04:32: Ihr konstant mildes Klima, das ich auch schon merke.
00:04:35: hier hat ihr den Beinnahmen statt des ewigen Frühlings eingebracht.
00:04:41: Lange war die Stadt international vor allem mit dem Gewalteskalationen der Achtziger und Neunziger Jahre verbunden.
00:04:49: Heute jedoch steht sie für städtebauliche Innovation Natur und soziale Projekte, also sichtbare und auch fühlbare Zeichen für einen tiefgreifenden
00:05:00: Wandel.
00:05:02: Gestern Abend bin
00:05:03: ich angekommen
00:05:04: in Medizin direkt eine ganz andere Atmosphäre.
00:05:08: Es ist
00:05:08: viel
00:05:09: wärmer und die Stadt ist auf jeden Fall auch schon früh am Morgen, aufgewacht und laut!
00:05:15: Und ich bin ein bisschen aufgeregt denn jetzt geht es zu meinem nächsten Gesprächspartner.
00:05:20: den
00:05:20: kennt
00:05:20: ihr vielleicht schon?
00:05:21: Vielleicht habt ihr schon mal von
00:05:22: ihm gehört,
00:05:23: Loco Escrito und den werde ich jetzt gleich besuchen und ein bisschen zu dieser Region hier befragen, denn er ist tatsächlich hier geboren und in der Schweiz aufgewachsen.
00:05:36: Also er schlägt die Brücke zwischen der Schweiz und Kolumbien, da bin ich sehr gespannt
00:05:43: drauf.".
00:05:44: Camilo und Ich machen uns also auf den Weg zu Loco Escrito – eigentlich Nikolas Herzig!
00:05:51: Er wurde in Medellin geborgen und wuchs im Kanton Zürich auf.
00:05:57: Heute gilt er als einer der prägendsten und erfolgreichsten Acts der Schweizer Musikszene.
00:06:03: Mit einer Serie von Nummer eins Hits eroberte er die Charts, seine Songs und Alben wurden mehrfach mit Gold- und Platin ausgezeichnet.
00:06:11: Und im Jahr zwei Tausend achtzehn wurde er bei den MTV Europe Music Awards als Best Swiss Act ausgezeichnet – und bei den Swiss Music Awards gewann er gleich mehrfach!
00:06:34: Kamilo, oder?
00:06:34: Ja.
00:06:35: Kamiloyana.
00:06:36: Und Kamila ola Alemano?
00:06:38: No, Inglés.
00:06:41: So you learned to be Swiss!
00:06:43: Yeah
00:06:43: no... You arrived before ten.
00:06:46: We're a bit too early.
00:06:49: Sorry for that.
00:06:50: But
00:06:51: you can take your time.
00:06:52: I'm ready.
00:06:53: Ja, tatsächlich sind wir etwas zu früh zu unserer Farbredung.
00:06:57: Also typisch schweizerisch!
00:06:59: Wir sind jetzt hier in deinem Haus wo wir einen wahnsinnigen Ausblick gerade schon haben.
00:07:04: Vielleicht kannst du mal ein bisschen beschreiben für unsere Hörenden?
00:07:07: Wo stehen wir grade?
00:07:08: was sehen wir was
00:07:09: riechen
00:07:09: wie was hören wir?
00:07:11: also erstmal korrigiert dich ist nicht mein haus.
00:07:13: es wäre schön wer das mein hause aber wir sind dran zu arbeiten dass wir hoffentlich auch irgendwann so ein haus haben.
00:07:18: aber wir konnten das mieten auf arbyn b und wir sind dann im egal.
00:07:22: Envigado grenzt an Medellin an und liegt etwas oberhalb am Hang in mitten von wunderschöner Natur.
00:07:30: Also weiter nach oben wird es eigentlich immer grüner, haben einen wunderschönen Garten ein wirklich fast zu großes Haus.
00:07:38: aber wir machen das Sessions auch und ja die Diversität der Natur ist hier wirklich sehr beeindruckend.
00:07:44: jedes Mal wenn ich hier bin packt mich das neu.
00:07:47: Und wie gesagt, wir können nachher auch Mandarinen pflücken gehen.
00:07:50: Es gibt noch ein Avocado-Baum.
00:07:54: Genau, die Metten gibt es auch.
00:07:57: und ja, Medellin ist eine sehr große Stadt.
00:07:59: Das ist für mich glaube ich die grünste Stadt der ganzen Welt!
00:08:02: Und während wir schauen was das alles für Früchte in diesem schönen Garten gibt... ...und ich euch die Aussicht beschreiben möchte.... Und hier haben wir jetzt auch schon einen schönen Blick über die Stadt.
00:08:12: Da ist
00:08:12: ein Kolibri dort in der Luft.
00:08:13: Ah, da ist ein Kohlibrik?
00:08:14: Ja genau.
00:08:15: Wahnsinn!
00:08:16: Wie cool!
00:08:17: Dass gerade jetzt ein Kolibri hier entlang fliegt, ist wirklich schön.
00:08:22: Denn um Kolibris geht es tatsächlich auch in unserem Gespräch!
00:08:26: Es gibt eine sehr große Vielfalt überall hier in der Natur.
00:08:29: Das ist eines der biodiversiten Länder der Welt.
00:08:31: Ich glaube das mit der größten Biodiversität nach Madagaskar und die haben noch viele... Es gibt zum Beispiel einen Kolibrie beim Neau-in-Ruis.
00:08:40: Vielleicht habt ihr den sogar gesehen auf dem Flug hierhin?
00:08:43: beschneite Vulkan.
00:08:45: In diesem Gebiet gibt es viele Arten, die es nur in Kolumbien
00:08:48: gibt.".
00:08:49: Madagaskar hat eine riesige Artenvielfalt – Brasilien belegt in den entsprechenden Rankings meist Platz eins und wird dicht gefolgt von Kolumbian.
00:08:59: Kolumbia ist vor allem unter dem VogelliebhaberInnen bekannt, denn hier gibt es die meisten Vogelarten weltweit!
00:09:07: Aber jetzt geht's erst einmal um den Colibri….
00:09:10: Und das ist ja auch einer der Gründe zumindest, warum du jetzt hier bist.
00:09:14: Denn dein neuer Song vor zwei Tagen glaube ich released richtig heißt auch Colibri und da würde ich gerne ganz kurz mit dir darüber sprechen.
00:09:23: Ich habe gelesen
00:09:24: dass
00:09:25: dieser Song Brücken schlagen soll oder eine Brücke schlagen.
00:09:29: so Kannst du ein bisschen erklären was das für eine Brück ist?
00:09:34: Was sie verbinden soll.
00:09:36: also auf Der einen Seite die Brücke zwischen der Schweiz und Kolumbien.
00:09:40: Ich habe ja beide, ich trage beide Nationalitäten in mir.
00:09:43: Das ist ein sehr großer Segen sag' ich mal.
00:09:45: Ich hab auch beide Pässe, das heißt ich kann hin- und herreisen so viel wie ich will Und ich glaube auch heutzutage in dieser Welt ist es sehr wichtig, Brücken zwischen zwei verschiedenen Ländern oder Kulturen zu schlagen.
00:09:56: Jetzt wir haben vorhin über die Biodiversität gesprochen in der Natur was jeder Mensch immer bewundert verschiedene Formen, verschiedene Farben, verschiedene Hintergründe und im Moment macht der Mensch da Fehler dass er diese Diversität im Mensch eher als eine Bedrohung sieht als ein Reichtum.
00:10:11: also soll das auf die einen Seite natürlich meine zwei Heimaten verbinden, jetzt auch die Brücke das ich in der Schweiz viel erreicht habe.
00:10:18: Jetzt in Kolumbien auch viel erreichen will und ich weiter meine Komfortzone verlassen will aber natürlich diese Brücke zwischen zwei Polos opostos, zwischen zwei extremen und zeigen dass der Diskurs überall immer möglich sein sollte man sich in der Mitte treffen soll.
00:10:34: also ganz klar Diversität im Mensch.
00:10:37: drin ist reistum keine Bedrohung.
00:10:40: Über deine Wurzeln möchte ich gleich noch ein bisschen mehr sprechen.
00:10:44: Jetzt würde mich erst mal interessieren, Colibri ist ja.
00:10:48: also warum hast du dich für diesen Titel entschieden?
00:10:51: Was macht diesen Vogel gerade so speziell dass du deinen neuen Song danach benannt hast?
00:10:56: Also auf der einen Seite, ich habe auch ein Kolibri tätowiert.
00:10:58: Für mich war der Kolibrier immer ein Sinnbild für was Künstler sind weil von außen sieht das schön aus und alles eine Blüte zu anderen vom Konzert zum Anderen.
00:11:07: aber wir arbeiten extrem viel.
00:11:10: Ich glaube es ist ein Business das eines der Herzen in der Welt ist Und wenn man nicht wirklich ein Kolibrier ist dann kann man das auch nicht.
00:11:16: also es ist doch so ne Metapher dass ich auch gerne am Limit bin, ein Kolibri muss achthundert Blüten am Tag anfliegen um überhaupt die Energie zu haben und überleben.
00:11:26: Und bei uns ist ähnlich hat aber auch ganz eigenes Skills kann rückwärts fliegen.
00:11:33: das mal die eine Sache und die andere es.
00:11:35: wir haben dieser Diesen Song geschrieben mit Boulene, einer der weltgrößten Produzenten wo uns in die Schweiz Besuchen gekommen ist.
00:11:43: Wir sind da in den Alpen gegangen wo dieser Song auch entstanden ist.
00:11:47: Also auch siehst du diese Brücke das unbewusste auch zuzulassen und zu vertrauen dass was man in sich trägt auch Gott oder das Universum oder wie man auch glauben möchte einem da auch Antworten drauf gibt.
00:11:57: und diese Botschaft die ich überbringen will dass wir halt alle schlussendlich eine ganz große Familie sind also das trägt Kolibri alles in sich.
00:12:05: Nikolas ist in Medellin geboren und ist dann mit seiner Familie in die Schweiz gegangen, als er sechs Monate alt war.
00:12:12: Ich frage ihn nach seiner kolumbianischen Seite.
00:12:16: Kannst du uns noch ein bisschen beschreiben?
00:12:18: erstens woher genau kommen eigentlich deine kolumbienischen Wurzeln?
00:12:23: Wie weit reichen sie zurück?
00:12:25: Und wie hast du sie für dich?
00:12:29: erkundet oder kennengelernt oder ausgebaut in deinem Leben, in der Schweiz.
00:12:35: Ich glaube seit Kind habe ich diese Kolumbianischen Wurzeln viel festgespürt auch mehr als meine Geschwister.
00:12:42: Ich weiß nie wieso und dann durch die Musik auch viel besser den Zugang dazu
00:12:46: gefunden.
00:12:47: Meine Texte waren immer schon spanisch, meine Gefühlssprache sei ich meist spanisch obwohl manchmal mir auch im Spanisch in die Worte fehlen sowie auch im Deutsch.
00:12:56: Und was die Wurzeln angeht, ist lustig weil ich heiß Herzig.
00:12:58: Obwohl mein Vater Kolumbianer ist also sein Urgroßvater war Schweizer oder Ur-Urgroßfahrter, ich kann es nie genau nennen, ist nach Kolumbien ausgewandert und hat dann aber immer wieder haben diese sich mit einer Kolumbiane verheiratet.
00:13:11: das heißt im Blut bin ich trotzdem noch irgendwie halbe Prozent mehr Schweizer.
00:13:16: Aber das auch der Grund wie soll ich herzig heißen?
00:13:18: Das verwirrt die Leute.
00:13:19: Dann sage ich ja mein vater ist Kolumbiano und dann die sagen nein da stimmt was nicht Da checkt er etwas nicht.
00:13:25: Also das war auch schon immer im Schweizer Blut in mir, so wie es aussieht eine Faszination für Kolumbien.
00:13:32: Auch meine Mutter die lange hier gelebt hat ist auch von ihrer Art sehr kolumbianisch, sage ich immer, sehr lebensfroh.
00:13:39: Ich habe dieses Sense und ich nenne sie auch nicht gern Kolumbianich weil ich schublarisiere nicht so gerne aber einfach dieser Mut sich zu zeigen wie man ist, sich auszudrücken vor allem auch Impositiven weil wir sprechen gerne über das Halbleereglas und nicht halb voll auf unserer Seite der Welt, also nicht die sondern dort.
00:13:57: Und da... Das hat mich immer ein bisschen gestört schon als Kind.
00:14:02: Also ich war als Kind schon sehr positiv getrimmt aber wurde für das auch oft bestraft, sag' ich mal so oder nicht ernst genommen.
00:14:11: Also du hast schon immer irgendwie gefühlt.
00:14:13: Da ist noch ein ganz großer Teil in dir, vor allem in der Gefühlswelt und in der Sprache, in deinem Leben in der Schweiz.
00:14:21: Hattest du das Gefühl, du ekst damit dann auch richtig an?
00:14:25: Hast du dich zugehörig, hast du dich beheimatet, hast Du Dich aufgehoben gefühelt in der Schweiz?
00:14:30: oder hast Du dich immer als andersartig empfunden und nicht so richtig reinpassend?
00:14:37: Ja schon, so wie du sagst andersartig nicht richtig rein passend.
00:14:40: Was strukturelle Sachen angeht fühle ich mich manchmal doch mehr zu Hause jetzt.
00:14:44: zwar lerne ich in diesem Prozess der Kolumbianisch zu sein auch wenn jemand spät kommt wir sagen dann nicht als erstes hey du warst zu spät sondern man umarmt das schön ist.
00:14:52: ja man sieht die Person auch wieder nicht so dass das fehlende anzusprechen sondern das was man hat.
00:14:58: und doch schon Als Kind wurde mir oft gesagt, du bist zu laut.
00:15:03: Du bist zu verträumt und du bist das.
00:15:07: Ich habe schon gespürt oder ich habe lange gedacht, dass etwas nicht mit mir stimmt.
00:15:11: Und immer wenn ich in Kolumbien in den Ferien war fühlte ich es viel weniger.
00:15:16: Was ich auch jetzt noch fühle ist... In der Schweiz ist die Ruhe auf der Straße und oft das Chaos im Kopf.
00:15:23: Hier ist das Chaos auf der Strasse und die Ruhr im Kopf.
00:15:26: Es ist halt auch ein sehr authentisches Fleckchen Erde Wie man hier Schwierigkeiten hat, überhaupt was zu haben.
00:15:34: Haben wir dort Schwierigkeit zu sein?
00:15:36: Ich möchte wissen wie viel von dieser kolumbianischen Seite heute in ihm steckt.
00:15:42: und ich glaube in der Musik ist alles Kolumbianisch Weil das ist auch das, was ich von Kolumbien so liebe.
00:15:47: Diese Lebensfreude... Leider in Europa und der Schweiz, Deutschland sprechen die Leute gerne über das Problem und konzentrieren sich nicht auf die Lösungen.
00:15:55: Und wenn du nur über das Probleme sprichst, dann wirst du keine Energie mehr für die Lösung haben.
00:16:00: hier im Kolumbienst umgekehrt Hier sieht man immer eine Lösung aber das Leben kommt auch viel dazwischen.
00:16:06: Wie man so schön sagt es Man kann nicht so fest abhängen vom Staat Von irgendwelchen Versprechungen.
00:16:12: Das heißt man muss seine eigenen Skills auch, wie sagt man, entwickeln.
00:16:18: Und ich glaube in der Musik alles was man hört ist sehr kolumbianisch.
00:16:21: doch die Arbeitsweise die wir haben ist auch sehr schweizerisch.
00:16:24: und da lernen sie ja auch im Moment von uns dass sich selber ernst nehmen das nicht immer nur um Parcè wie man sagt es zu einer cool wir sind jetzt im Studio und alles cool sondern dass wir auch uns ernst nehmen sagen das ist unser Job.
00:16:37: mit diesem Job nähern wir unsere Familie und deshalb würde ich sagen das Klangbild war immer schon Kolumbien Meine Art und Weise ist sehr kolumbianisch, meine Offenheit.
00:16:49: Ich bin laut und verspielt aber meine Arbeitsweise ist ja schweizerisch was mir sehr zugute kommt und wo wir auch jetzt eine goldene Mitte am finden sind.
00:16:57: Und ich glaube die Kolumbierner erziehen uns was Lebenskunst angeht und wir erzielen sie etwas... was Genauigkeit angeht und ich sage auch, ich probiere der perfekte Mix zu sein.
00:17:07: So Pünktlichkeit des Schweizer Organisation Struktur des Schweizers aber doch diese Lebensräude dieser Passion dieses sich selbst nicht so ernst nehmen weil man sowieso nicht weiß wie kommt es morgen.
00:17:19: also das ist auch etwas gesundes.
00:17:21: Ja heute reist Nikolas hin und her zwischen der Schweiz und Kolumbien.
00:17:26: All das will er auch seiner Tochter weiter geben.
00:17:29: sie hat ihn bereits auf Reisen hierher begleitet.
00:17:32: Wo und wie tankst du auf deiner Akkus?
00:17:36: Ganz klar mit meiner Tochter.
00:17:38: Ich fange dann gleich ein zu weinen fast, weil sie ist mein Motor.
00:17:42: Wegen ihr habe ich auch alles erreicht.
00:17:44: Sie hat meinen Leben verändert.
00:17:46: Ja, sie ist meine Alles!
00:17:47: Und meine Tochter... ja, sie zum Beispiel ist sehr naturnah, sehr interessiert.
00:17:52: Wir haben eine Abmachung, dass ich in Baumpflanze pro Mal hier hinfliege.
00:17:56: Auch dieses Bewusstsein, das ich sehr unterstütze Solang es nicht im Extrem ist und mit ihr tanke ich sehr, sehr viel.
00:18:06: Und ich lerne jetzt auch aber und muss das auch noch viel lernen mit mir selbst Energie zu tanken wegen dieser... Ich würde es jetzt nicht problematisch nennen sondern dieser Stärke die wir haben dass wir immer getrieben sind noch weiterzugehen um noch mehr zu machen und natürlich beim Musikmachen.
00:18:21: also Das ist meine Welt Die vielleicht das Schwierige ist, dass sie für andere... Schau mal wie schön die Schmetterlinge
00:18:30: da.
00:18:30: Ein riesengroßer Schmettering!
00:18:33: Braun und orange außen mit ein bisschen weiß?
00:18:38: Ja ich würde sagen, das lerne ich im Moment auch mehr mit mir selbst zu sein Und das schätze ich auch sehr in der Schweiz diese Wälder, die wir haben.
00:18:46: Und nun widmen wir uns noch ein wenig der kolumbianischen Natur hier vor der Haustür.
00:18:52: Wir pflücken dann nachher doch eine Mandarine du darfst nicht gehen ohne.
00:18:55: Und diese Gerüche, das tut der Seele gut.
00:18:58: Man muss einfach auch empfänglich sein und manchmal muss die Entschleunigung zuerst stattfinden um dann diese Empfänglichkeit zu haben.
00:19:07: Gesagt getan!
00:19:08: Wir gehen Mandarin flücken.
00:19:13: Die sind gut aus oder schon überreicht?
00:19:15: Nein, die sind eigentlich gut aus.
00:19:17: aber schauen wir mal rein.
00:19:22: Der Duft kommt von
00:19:23: Dreck.
00:19:24: Das ist auch eine starke Erinnerung an meine Kindheit dass man einfach Früchte pflücken kann und essen kann.
00:19:31: Riecht sehr frisch, auch sehr zitronig?
00:19:34: Ja sie sind ein bisschen säurer als bei uns.
00:19:37: aber ich glaube das hat auch damit zu tun weil bei uns kommen die halt von anderen Ländern reifen nicht am Stamm und dann ist jetzt noch nicht ganz so reif.
00:19:48: aber ich mag dass wenn sie ein bisschen sauer heißt
00:19:51: Ich mag auch lieber sauer als süß.
00:19:53: Und dann essen wir beide einen Teil der Mandarine.
00:19:59: Wir haben da schon viele gepflückt.
00:20:04: Wie heißt das, sauer macht lustig?
00:20:06: Na ja, stimmt schon mal gelachen!
00:20:10: Ja und damit verabschieden wir uns von Loco von Nikolas und packen unsere Rucksäcke.
00:20:15: Wenn ihr mehr von diesem Gespräch hören möchtet, wir bereiten gerade eine Bonus-Folge mit Loco vor die wir am neunundzwanzigsten fünften Zwei Tausend Sechsund Zwanzig veröffentlichen werden.
00:20:26: Wenn ihr das nicht verpassen wollt, abonniert die Show am besten gleich.
00:20:30: Jetzt geht es aber erst einmal weiter für uns zu unserem letzten Stopp auf dieser Reise!
00:20:36: Es geht in den Norden des Landes – es geht nach Katharina.
00:20:45: Katharina liegt an der Karibik-Küste Kolumbiens und gehört zu den ältesten kolonialen Hafenstätten Südamerikas.
00:20:53: Katharena war einst ein zentraler Knotenpunkt im spanischen Handelsnetz in Amerika.
00:21:00: Die von Stadtmauern umgebende Altstadt, heute UNESCO Weltkulturerbe erzählt bis heute von einer Vergangenheit die von Handel kolonialer
00:21:10: Herrschaft
00:21:10: und der ständigen Bedrohung durch Piraten geprägt war.
00:21:15: Kurz vor den Stadtmauern treffen wir Juliana in einem Café.
00:21:38: Julianne hat eine beeindruckende Ausstrahlung.
00:21:42: Sie ist wach und
00:21:43: offen, wie sich später noch herausstellt ein wandelndes Lexikon das uns nun die Stadt zeigen möchte.
00:21:52: So jetzt haben wir hier einen kleinen Szenenwechsel hingelegt
00:21:56: bin ich gestern
00:21:57: Abend in Katharina angekommen
00:21:59: und hier ist direkt
00:22:01: schon eine ganz andere Atmosphäre, ein ganz anderes Klima.
00:22:05: Das ist
00:22:06: sehr
00:22:07: heisstropisch und super bunt um uns herum!
00:22:10: Und ich bin hier gerade nicht alleine.
00:22:13: mit wem
00:22:13: bin ich hier unterwegs?
00:22:15: Hallo Ich bin Juliana Medina und ich bin Reiseleiterin hier in Katharine und hier in Katahena auch geboren
00:22:24: Also geboren und aufgewachsen.
00:22:25: Genau!
00:22:27: Und wo befinden wir uns gerade?
00:22:30: Okay, jetzt sind wir in dem Viertel Gezimani.
00:22:32: Außerhalb der Stadtmauern der Altstadt liegt Gezsimani – ein traditionsreiches Viertell das für seine lebendige Straßenkultur- und farbenfrohes Streetart bekannt ist.
00:22:44: Zugleich war Gezrimani Anfang des neunzehnten Jahrhunderts ein Zentrum der Unabhängigkeitsbewegung.
00:22:51: Von hier aus trieben Handwerker, Arbeiter und die afro-stämmige Bevölkerung Gezemanis maßgeblich den Druck voran der Achtzehnhundertelf zur Loslösung Katarenas von der spanischen Krone führte.
00:23:04: Und das ist schon direkt ganz bunt hier?
00:23:07: Ich glaube wir hören auch gleich noch ein bisschen was über Street Art richtig?
00:23:11: Genau!
00:23:12: Also so der Street Art wie überall in der Welt Es ändert sich, es ist lebendig und mal gucken welche Figuren dann wir auch
00:23:23: spät finden.
00:23:24: Ja und auf die Street Art freue ich mich schon sehr denn hier durch die Gassen zu laufen und die Geschichten hinter den Wandbildern zu hören finde ich besonders spannend.
00:23:34: aber zunächst lohnt uns.
00:23:35: Juliana zur den Mauern der Altstadt.
00:23:38: Okay das hier das ist Camillon de los Martires Das ist alle diese Buster, wie ihr seht.
00:23:44: Das sind die Männer, die dann in der Unabhängigkeit von Katahena getötet würden oder also Martir sind.
00:23:53: und das hier war die Angang für die Stadt.
00:23:55: Also hier links heißt Moelos Pegasus Und dieser Hafen ist wo die alte Schiffe dann angekommen in den Stadt angekommen sind.
00:24:05: Hier vorne haben wir den Urnturm.
00:24:08: Der Uchenturm von Katharina markiert als historisches Stadttor den Übergang von der Altstadt zum ehemaligen Vorstadtviertel Gezimani, wo wir uns gerade befinden und gilt bis heute als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
00:24:23: Man sieht verzierte Türme auch dahinten, alle farbig angemalt.
00:24:29: Sehr bunt!
00:24:30: Das ist weil du bist in einen sehr wichtigen Moment nach Catahena gekommen.
00:24:37: Wir haben uns nächste Woche eine Unabhängigkeit.
00:24:40: Ja und die Unabhängigkeit wird hier groß gefeiert...
00:24:45: Ungefähr ein Monat voll
00:24:47: mit Feiern.
00:24:47: Ein ganzer
00:24:49: Monat?
00:24:50: Natürlich, es gibt eine Woche wo es das in dieser Woche fünf Event im Tag gibt.
00:24:54: so der Unabhängigkeit ist elfte November um elf Uhr.
00:24:58: Elf.
00:24:58: also dann ihr habt Karnaval in Kohlen.
00:25:00: wir haben auch Karnavals hier in Katahina.
00:25:02: Es wird sehr bunt gekleidet und man trägt oft die Klamotten oder die Kleidung die da man nicht so gerne hat weil es wird sehr viel Farben kommen.
00:25:14: Diese Kleidung vielleicht trage ich nie wieder.
00:25:18: Es wird dann viel Wasser, es regnet.
00:25:20: Wir sind jetzt in Regensaison und das macht die Party noch besser.
00:25:24: Immer wieder laufen wir durch große Pfützen denn noch vorhin hat es stark geregnet.
00:25:30: Jetzt ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch und es ist wirklich warm!
00:25:35: Und ganz viele Früchte da drüben.
00:25:38: Das habe ich in Deutschland soviel geschmeckt, wer es vermisst... Ein Mango, so wie hier schmeckt nicht.
00:25:44: Wir müssen noch erklären warum du so gut Deutsch
00:25:47: sprichst?
00:25:48: Ah ja!
00:25:48: Also ich habe in der Uni Deutsch gelernt und dann war ich als Aupair nach Deutschland gegangen und dann hab' ich ein ganz Jahr im Norddeutschen gelebt.
00:26:00: Es war sehr schön und danach bin ich zurückgegangen und dann wurde ich dann Deutsche Reiseleiterin.
00:26:06: Aber die Früchte hast
00:26:07: du vermisst,
00:26:07: die kolumbianischen.
00:26:09: Das auf jeden Fall!
00:26:11: Was hast Du noch vermisst aus Kolumbien?
00:26:13: Ähm den Kaffee und die Leute natürlich also also die Wärme von der Leute.
00:26:20: es ist anders.
00:26:21: Ja genau das fällt mir auch auf.
00:26:22: Die Stimmung hier ist offenfröhlich Und die Menschen nehmen einander wahr.
00:26:28: So, jetzt sind wir hier durch das Tor durchgegangen und stehen direkt irgendwie gefühlt wieder in einer anderen Welt.
00:26:35: Ja genau!
00:26:36: Jetzt sind wir im Kutschenplatz.
00:26:40: Es ist so wie eine von den wichtigen Plätzen hier in die Allstadt von Katahena der Mann, der mir in der Mitte finden.
00:26:45: Das ist Pedreredia, der Begründer
00:26:47: der Stadt.
00:26:48: Unterwegs begegnen wir immer wieder Menschen mit kleinen Wägen, die etwas verkaufen und alles ist bunt und trubelig.
00:27:12: Und
00:27:20: dann können wir in der Ferne auch schon das hier hören.
00:27:28: Tanz, das ist der traditionelle Tanz hier vom den karibischen Küsten von Kolumbien
00:27:34: oder
00:27:34: auch ganz Kolumbian.
00:27:37: Das werden wir sehen.
00:27:38: Wir haben jeden Nachmittag hier getanzt.
00:27:41: Wollen wir mal darüber gehen?
00:27:42: Ja!
00:27:43: Wir nähern uns einem Platz und auch der Musik.
00:27:48: Diesen Platz, das sind Zimombo-Lieberplatz so wie alle wichtig ist.
00:27:51: Das ist dem Inquisitionverlass, Bundesbahn, Kathedrale, Gouverneur.
00:28:03: Viele Menschen haben sich in der Mitte des Platzes angesammelt und eine Gruppe Musiker-Innen spielen verschiedene Rhythmen und Tanzen dazu.
00:28:33: Wir sind umgeben von bunten Kostümen,
00:28:35: verschiedenen
00:28:36: Tänzen und jede Menge Menschen die die Unabhängigkeit zidebrieren.
00:28:46: Immer wieder wechseln die Tänzerinnen und auch die Kostüme.
00:28:49: Man zieht man mehrere, ich kann nicht mehr einplayen.
00:28:59: Das kommt mit Kanadien als Sklave gebracht worden.
00:29:04: Oder?
00:29:05: Das ist wirklich schwer!
00:29:08: Also das tanze ich aber nicht so gut.
00:29:12: Und es wird viel schneller als das, was vorher passiert ist.
00:29:15: Guck
00:29:15: mal das!
00:29:16: Ich hab jetzt einen Kostümwechsel und dann hier in dieser Hitze diese schnellen Bewegungen.
00:29:22: Wahnsinn!
00:29:24: Der Muskeln der Körper muss sich bewegen mit dieser Tanz.
00:29:27: Und dann geht es weiter für
00:29:31: uns.
00:29:34: Diese Gassen
00:29:35: sind wirklich traumhaft!
00:29:36: Kannst du mal ein bisschen beschreiben, wie diese kleinen Gassen hier aussehen?
00:29:39: Weil unsere Höhrenden
00:29:40: die sehen
00:29:41: ja jetzt gerade nicht was wir sehen.
00:29:42: Genau also das ist Heizkajaroman und das ist
00:29:46: voll mit Kleinen laden.
00:29:48: Es gibt ganz viele Fisch-Sverniershops aber dann oben sind die schöne
00:29:52: Balkonen,
00:29:52: die kolonialen Balkonen mit alle Farben.
00:29:56: Katarina ist so, ich nehme die gelbe Stadt.
00:29:59: So gelb!
00:30:00: Also
00:30:01: die
00:30:02: Häuser sind gelb aber auch die Sonne ist so gelb und es einfach so lebendig?
00:30:07: Das hier das ist eine von meinen Lieblingsbarke Haar.
00:30:09: jetzt können wir und dann könntest du das
00:30:11: riechen Oh ja, ich rieche's jetzt schon.
00:30:14: Und jetzt heißt es Pandekeso Kaffee oder Tinto nennen wir also Tinto mit Pandekesso, also dann der Schnack.
00:30:21: Pan de queso ist ein kleines warmes Käsegebäck aus Manjochsstärke, das hier außen leicht knusprig und innenweich serviert wird.
00:30:31: Oftmals gibt es dann dazu den Café der sogenannte Tinto.
00:30:36: Ich frage Juliana wie sie die kolumbianische Kultur hier beschreiben würde?
00:30:41: Das Leben ist zum Genießen!
00:30:42: Das ist dem Motto.
00:30:44: Man kann man nicht glauben, wie ein Land so wie diese wo alle lachen, wo alle so
00:30:50: glücklich sind
00:30:51: Wie kann man... Das war die Friedenverzerrung vor zehn Jahren, nicht mal zehn Jahre.
00:30:58: Also wie kann man alles das Leben und auch noch traurig sein?
00:31:02: Und auch noch froh so sein?
00:31:05: Ja!
00:31:06: Und dann fügt sie noch an
00:31:07: Wir sind mehr.
00:31:09: also wir leben nicht so um arbeiten, sondern wir arbeiten zu
00:31:13: leben.
00:31:13: Juliana erzählt mir noch von ihrer Familie.
00:31:16: Also wir
00:31:17: brauchen
00:31:18: diese Familie, wir brauchen die Beziehung und das haben wir viel.
00:31:24: Die Beziehungen sind auch ein bisschen dramatisch.
00:31:26: Das muss ich auch sagen.
00:31:27: also die Sub-Operas und die Telenovelas sind in der Realität hier.
00:31:32: Also dass es mit dir und dann noch an den anderen Tag und er hat den Kind von dem Anderen und den Cousin ist auch noch in der Mitte.
00:31:39: alles das den Drama aber das macht das Leben interessant.
00:31:42: Auch in der letzten Folge haben wir schon über die Wichtigkeit des Familienzusammenhals und der kolumbianischen Großmütter, der Abuelas gesprochen.
00:31:51: Juliana führt uns weiter.
00:31:53: Ich finde
00:31:53: es unglaublich, wie du hier durchnavigierst mit einer Leichtigkeit und einer Selbstverständlichkeit.
00:31:59: Du wirst richtig stolz auf deine Stadt!
00:32:04: Das fühlt man und das ist total schön dir so durchzufolgen.
00:32:09: Wie würdest du Katarina, jemanden im Schreiben, der noch nie hier gewesen
00:32:12: ist?
00:32:19: verschiedene Möglichkeiten.
00:32:20: Also den ganzen Wort warm, das ist eine Stadt und das ist Katarina.
00:32:24: Also warm in der natürlichen Temperatur aber auch warm in die Leute, warm in den Tanzen.
00:32:29: Jeder alles ist gemacht um dich warm zu fühlen also dass du dich willkommen sich fühlst.
00:32:37: Die Häuser sind groß, dass du Dich Willkommen füllst und es auch sehr vielfältig!
00:32:44: Und dann erzählt Roliana plötzlich Ich habe ein Bar.
00:32:47: Du hast eine eigene Bar?
00:32:49: Nein!
00:32:51: Das ist sehr cool, wann hast du die
00:32:52: öffnet?
00:32:53: Vor vier Monate.
00:32:55: Noch gar nicht lange.
00:32:57: Die wollen wir natürlich sehen.
00:32:58: Warum hast du dich entschieden, eine Bar zu eröffnen?
00:33:01: Okay, guck mal.
00:33:02: also in zwei tausend siebzen hatte ich einen deutschen Touristen mit ihm gemacht und er hat mir gefragt Kuliane ich möchte diese Rund probieren Und in diesem Rum kommt hier aus Katahena.
00:33:20: Da habe ich die Flasche gesehen und gesagt, nein das kenne ich
00:33:23: nicht.".
00:33:25: Dann hat Juliana recherchiert – sie kannte den Rum nicht der aus ihrer eigenen Stadt kam und in Europa viele Preise gewonnen hat.
00:33:39: Kolumbianer, wie er hier trinken ist, Aguardiente.
00:33:47: Und ein Rum aber auch der sehr jüngeren Rum war und keiner wurde so viel für einen Rum dann bezahlen.
00:33:55: Das bedeutet das alles wird hier produziert, aber alles wurde exportiert.
00:33:59: Dann seitdem habe ich mit dem Rum dann probiert, dann habe ich den Rummachtern kennengelernt, der Rummaste kennen gelernt und dann hab ich ihnen gesagt okay wir sollen das hier auch in Kolumbien verkaufen.
00:34:10: also weil für hier in Kolombien wenn man Geld hat dann kauft man Whiskey.
00:34:14: Und dann habe ich gesagt, aber warum?
00:34:16: Also Whisky kommen aus Europa.
00:34:18: Wir können auch stolz auf einige Sachen sein.
00:34:23: und dann hab' ich eine Panache mit der Manglia den Rum machen und haben wir Kassaditador
00:34:29: geöffnet.".
00:34:30: Und das ist ihre Bar die sie nun mit drei anderen zusammen leitet.
00:34:35: Was
00:34:35: macht in diesem Rum so besonders?
00:34:37: Mal probieren!
00:34:39: Der Rum wird nun für uns vorbereitet und währenddessen frage Wie viel Mut für sie dazu gehört hat, diese Bar zu eröffnen?
00:34:57: Für mich, ich finde das.
00:35:09: Ich bin so stolz auf meine Stadt und die Sachen, dass wir machen.
00:35:20: So wie diesen rum.
00:35:21: Das werde ich probieren, mein Lieblings.
00:35:24: Das ist der zwanzigjährige.
00:35:27: Okay, das ist ganz klein, dass du probierst?
00:35:29: Super!
00:35:29: Danke schön.
00:35:31: Und ein riesiger
00:35:32: schöner Eiswürfel.
00:35:33: Genau.
00:35:35: Also nur dann zu probieren und dann Salut.
00:35:39: Und dann probieren wir den rum.
00:35:45: Also ich muss gestehen, ich kenne mich mit Rum nicht so aus.
00:35:47: Aber der ist super lecker!
00:35:49: Ganz weich...
00:35:51: Fühlst du es wie in Karamell?
00:35:51: Weich
00:35:52: rund ja auf jeden Fall gar nicht so streng oder so, wie ich jetzt erwartet hatte.
00:35:58: Sehr sehr abgerundet.
00:36:01: Das ist... Den fühl ich gut.
00:36:05: Jetzt kannst du eine Flasche hier nach Hause mitbringen
00:36:08: Und nach dieser leckeren Verköstigung führt uns Juliana zu einem besonderen Streetart-Gemälde.
00:36:14: Das hier ist Gabriel Garcia Marquez, Gabriel Garcia is der Nobelpreisschriftsteller und er sagt dass seine Nobelpreisbuch Hundert Jahre Einsamkeit eine Dreihunderte Seite Bayernato-Lied.
00:36:31: Weil, Bayernato ist eine Musikrichtung der über Geschichte zu zählen
00:36:36: ist.
00:36:37: Also jeder Bayernator die du hörst hat seine Geschichte normalerweise über Liebe.
00:36:41: Der liebe der sehr dramatisch hier in Kolumbien ist und das so sind dann auch seine Bücher.
00:36:47: Sein Stil zu schreiben hat man Magische Realismus genannt.
00:36:51: für mich ist keine magische Realismus es einfach meine Realismus.
00:36:54: meine Realität zum Beispiel Es ist eine Frau, die dann in den Bett decken auf dem Himmel.
00:36:59: Also fliegt und dann weg geht... Das ist für mich normal!
00:37:03: Ehrlich gesagt, es klingt ja... Das
00:37:05: is gar nicht so magisch,
00:37:06: das ist ganz normal!
00:37:07: Normal?
00:37:08: Das ist so ein Alltag.
00:37:10: Ich euch traume dass einmal wenn ich mein tanzen und dann gehe ich in der Himmel und dann bin ich weg.
00:37:14: Okay, das sind die kolumianische Realität.
00:37:19: Ganz langsam geht nun die Sonne unter.
00:37:22: Die Lichter sind angegangen, kannst du noch mal ein bisschen die Atmosphäre jetzt hier beschreiben?
00:37:28: Jetzt denke ich das ist wenn die Anheimische eigentlich rauskommen!
00:37:33: Die Straßen füllen sich, die Menschen kommen aus ihren Häusern und treffen sich auf den Plätzen oder setzen sich zusammen vor die Haustür.
00:37:41: Es gibt Street Food überall und Juliana sagt... Es ist
00:37:46: schwer in diese Stadt nicht zu belieben.
00:37:49: Was liebst du am allermeisten hier an dieser Stadt?
00:37:53: Die Wärme.
00:37:56: Also, wie gesagt alles ist so draußen das Leben... Man kann das Leben anfassen!
00:38:05: Ich weiß nicht ob das Sinn macht
00:38:07: auf Deutsch.
00:38:07: Hier wird frisiert.
00:38:11: Das ist ja hier, das ist der Hauptplatz von den Viertel Gezemani.
00:38:16: Und in dieser Hauptplatz dann kommen die an Heimische raus.
00:38:21: Für die Söder ist es normal und wir werden noch weiter sehen...
00:38:24: Also man sitzt einfach auf dem Platz und trifft sich abends und macht sich versuchen
00:38:30: konnte.
00:38:31: Das ist eine Möglichkeit!
00:38:32: Und dann höre ich aus der Ferne schon dieses bestimmte Klackgeräusch.
00:38:38: Okay jetzt sind wir drinnen im Galleon Ancho.
00:38:41: Das ist der breite Straße, weil es so breit ist.
00:38:44: Und das spielen dann Dominos eigentlich in Deutschland.
00:38:51: Dominos ist ein Kinderspiel hier.
00:38:53: Es ist ein Erwachsensspiel und es ist
00:38:56: ernst.
00:38:57: Siehst du?
00:38:58: Nur vier Spielen aber alle gucken...
00:39:00: Es ist sehr laut!
00:39:01: Man hört das Klacken von den
00:39:03: Steinen auf dem Tisch.
00:39:05: jetzt wird neu gemischt.
00:39:08: Beim Domino-Spielen geht es tatsächlich hoch her.
00:39:12: Manchmal wird auch Mensch ärgerlich nicht oder schach gespielt, erzählt mir Juliana.
00:39:16: Also ich könnte stundenlang hier stehen und die Menschen beobachten, die hier total ernst um einen kleinen Tisch auf der Straße sitzen Und umringt sind von vielen weiteren, die
00:39:26: anfeuern und rufen.
00:39:29: Aber wir gehen jetzt erst einmal weiter durch die Gassen.
00:39:32: Die Menschen sind draußen, überall gibt's Musik, Tanz oder Spiele Denn Juliana möchte uns noch einen für sie besonderen Ort zeigen.
00:39:42: Jetzt laufen wir hier gerade übers Wasser über eine Brücke, was ist das für ne Brücke?
00:39:47: Wo sind wir?
00:39:48: Jetzt gehen wir raus von Gezemani und jetzt gehen wir in den Viertel Manga.
00:39:53: Manga ist ein Insel deswegen müssen wir
00:39:55: diese Brücke nehmen.
00:39:56: Und dann verrät mir Juliana wohin sie uns nun führt.
00:40:01: Zuerst zeige ich dir mein Lieblingsort, meinen Geheimspot weißt du Eigentlich, also wenn ich ein Guide-Datee... Also Date?
00:40:12: Ich muss wirklich interessiert sein um hier hinzubringen.
00:40:18: Das ist so meine...
00:40:19: Ein Special Plug!
00:40:20: Genau,
00:40:20: das ist mein Special Plug.
00:40:21: Also ich bringe nicht jemand hier, du bist besonders.
00:40:25: Dankeschön, da freue ich mich aber
00:40:27: sehr.
00:40:28: Ich bin sehr gespannt deinen geheim kleinen Lieblingsort kennenzulernen.
00:40:34: Wir laufen noch ein Stückchen weiter und dann... Und jetzt tun sich hier so Platten auf.
00:40:40: Sieht bisschen aus wie kleine Dächer, auf denen man drauf rumlaufen kann.
00:40:46: Oh nein!
00:40:46: Jetzt muss ich hier drüber hüpfen.
00:40:52: Danke!
00:40:55: Das ist
00:40:55: mein Platz?
00:40:55: Dann sitze ich hier und dann schaue ich den Sonnenuntergang Denke ich über meine Szene, um eine Sünde.
00:41:08: Nee einfach, ja manchmal komme ich mal mit Freunden aber nicht... Also das ist nicht ein Ort um Party zu machen sondern mit einem Freund der ich eine bestimmte Konversation haben möchte oder mit deinem Liebe und
00:41:24: Ja!
00:41:25: Und wir schauen jetzt gerade hier auf Little Miami und auf die Boote.
00:41:31: Wir sitzen direkt am Wasser.
00:41:33: Little Miami wird die Skyline von Katharina genannt, auf die wir gerade schauen!
00:41:39: Warum ist genau dieser Ort so besonders für dich?
00:41:43: Dass du wirklich auch nur ausgewählte Menschen hier mit
00:41:45: hinbringst?!
00:41:47: Für mich ist diese Festung, wo wir gerade sind... Diese Festung ist vierhundert Jahre alt.
00:41:56: Es ist für mich, also ich bin in einen Teil und ein großend wichtiger Teil der Geschichte gehabt dahin.
00:42:03: Und gleichfalls bin ich auch so frei!
00:42:05: Also es ist der Wind.
00:42:08: man kann hier an Wasser... Man sieht wie das Wasser sich bewegt mit die Boote sich bewegen und es ist einfach perfekt, ich weiß nicht.
00:42:20: Für mich ist das der perfekte Ort Was du überlegen, mit jemandem was darüber zu sprechen.
00:42:28: Ja ich glaube alles ist immer schön und gut wenn ich hier bin.
00:42:34: Vielen vielen Dank dass du mir diesen speziellen Ort hier
00:42:39: zeigst
00:42:41: für diese ganzen Insights, die du mir über
00:42:44: Katharina, über
00:42:46: deine Stadt gezeigt hast.
00:42:48: Ich bin ganz begeistert!
00:42:50: Ich bin noch voller Eindrücke und ich bin total fasziniert davon wie viel Euphorie du für diesen Ort hier hast und für die Geschichte und was du persönlich daraus machst und auch an Menschen wie mich weitergibst.
00:43:04: also ganz vielen Dankes.
00:43:06: war ganz großartig
00:43:09: so viel Liebe gemacht.
00:43:10: Also ich finde das mein Ziel im Leben, also die Leute zu zeigen
00:43:19: wie
00:43:19: schön besonders meine Stadt und meinen Land ist.
00:43:25: Kolumbien ist ein Land mit... Also natürlich jetzt kommt.
00:43:31: vor ein paar Jahren wenn man nach Kolumbian gefragt hat dann hat man über Pablo Escobar gesprochen um es konnte kein Bild sehen, also außer die schlechte Sachen.
00:43:43: Jetzt weiter langsam kommt dann Cartagena als Destination und Medellin als Reizeziel.
00:43:51: aber ich denke schon man braucht diese... es gibt wir als Einheimische, wir sind The Gatekeepers Also die Leute dann an der Tür stehen und wir können dann diese Tour öffnen Dann für unsere eigenen Land
00:44:06: Und
00:44:07: von dieser
00:44:09: Auch
00:44:10: unterhalten.
00:44:11: wir lernen auch viel.
00:44:12: Also es gibt soviel zu tun, immer noch hier in Kolumbien und deswegen ich finde so toll wenn die Reisen kommen und Fragen umbringen und sagen wie es woanders geht weil man reist nicht nur wenn man einen Flugzeug nehmen.
00:44:32: Man reist wenn man mit jemandem von einem anderen Land auch
00:44:36: spricht Und ich habe jetzt in diesem Fall beides gemacht.
00:44:40: Ich hab ein Flugzeug genommen, aber auch mit dir gesprochen und bin ganz dankbar für diese ganzen Eindrücke.
00:44:48: Wir lassen den Abend an diesen wunderschönen geheimen Ort ausklingen und fallen später voller Eindrücke ins
00:44:54: Bett.
00:44:55: Denn am nächsten Morgen geht es schon wieder früh los!
00:45:10: Das anfangs schon erwähnte Fischerdorf am nördlichsten Punkt von Katharina.
00:45:26: Krass, yes!
00:45:34: Jetzt bin ich hier gerade in ein Boot eingestiegen und zwar in Labupia und habe gerade Nina getroffen.
00:45:41: Magst du dich einmal ganz kurz vorstellen?
00:45:43: Ja, ich komme aus Frankfurt.
00:45:45: Ich bin seit fünfzehn Jahren hier in Kolumbien und habe einen Freund aus Katharina in Frankfurt auf dem Straßenfest kennengelernt an der Latino-Bühne und er fand Frankfurt nicht so spektakulär.
00:45:56: Er wollte gerne zurück in seine Heimat.
00:45:58: Der hat gesagt die Leute sind kalt und das Wetter auch
00:46:02: und
00:46:02: er hat mich gebeten mitzugehen.
00:46:05: und ja dadurch dass ich schon Spanisch gesprochen hab Tourismus studiert und in einer Incentivagentur für lateinamerikanische Gäste in Frankfurt gearbeitet habe, in Sachsenhausen.
00:46:15: Habe ich dann beschlossen hier mich zu etablieren und habe eine Agentur gegründet die sich auf kulturellen Tourismus und nachhaltigen Tourismus konzentriert.
00:46:26: Und seit einigen Jahren bin auch die Botschafterin für Nachhaltige Tourismus- und Verantwortungsbewusstesreisen im Bundesland Boliva, wo Karthahinaden, die erst die Hauptstadt
00:46:35: ist.
00:46:36: Also das ist schon super viel und du bist quasi von Sachsenhausen, von Frankfurt in La Bocchia gelandet.
00:46:45: Ich würde gerne noch mal ein paar Schritte zurückmachen.
00:46:48: Kannst du dich daran erinnern als du das erste Mal hier gewesen bist?
00:46:51: Wie war
00:46:51: das?
00:46:53: Ja also ich bin alle Strände von Catarina abgefahren mit dem öffentlichen Transport und als ich in La Boquilla angekommen bin... Hat mich die Herzlichkeit der Menschen und die Gastfreundlichkeit total überwältigt.
00:47:04: Und die Fischer haben sich mit mir an den Strand gesetzt, dann haben wir erklärt wie Alcatrasse fliegen wenn viele Fische unterwegs sind, wie der Mond steht wenn wenig Fische unterweg sind und wie sie am besten fischen und wie Sie alles so in ihrem Alltag bewältigen.
00:47:18: und der Plan von Tag zu Tag zu leben und sich jeden Moment zu freuen in der Kombination mit dem guten Essen und der vielen Musik Habe ich mich so wohl gefühlt, dass ich einfach gedacht habe in dem Viertel von Katharina möchte.
00:47:29: Ich lebe weil es auch ein viertel ist was noch nicht so viel Infrastruktur hat und weil's auch ein Viertell ist was wirklich konkret sehr ursprünglich ist.
00:47:40: die Strände sind wirklich sehr urspringlich.
00:47:42: uns kommen hauptsächlich kolumbianische Touristen hern nicht wirklich viele Ausländer bisher Und ich fand das sehr schön.
00:47:52: überkommerzialisiert ist wie das historische Zentrum, weil wir haben sehr viele Kreuzfahrtschiffe.
00:47:56: Wir haben sehr viel Touristen, Katharina ist touristisch der Stadt des Landes und es ist einfach schon ziemlich viel los und man verliert so ein bisschen den Kontakt zu den Einheimischen.
00:48:05: und deswegen habe ich beschlossen in unserer Agentur Alternative Travel Katharina dann eben uns konkret auf die Austausche mit den Einheimischen zu konzentrieren und deswegen wirst du heute fischen mit den Fischern.
00:48:19: Deswegen sitzen wir jetzt hier im Boot und es ist schon sehr warm, obwohl es noch sehr früh morgens ist.
00:48:24: vielleicht kannst du nochmal so ein bisschen die Atmosphäre hier beschreiben.
00:48:28: was sehen wir gerade?
00:48:29: alles was riechen wie gehts dir?
00:48:32: Ja, es ist Natur pur.
00:48:34: Es ist die Lunge hier, die größte Lagune von Catarina das heißt Sienaga de Lavirchen und Sienega de Juan Polo Und es ist wirklich der Ort wo alle Fischer für das ganze Dorf ihr Essen herbekommen für alle Familien.
00:48:48: Fast jede Familie hat ein Kanu Und alle Fischen, entweder Krebsow oder Fische.
00:48:54: Es gibt ja sehr viele Vögel.
00:48:56: gerade jetzt genießen wird es weil's sehr früh morgens ist sind wirklich unglaublich viele Reier und Möwen und Eisvögel.
00:49:02: Das ist lustig.
00:49:03: Eisvögel bei vierzig Grad aber der heißt so Martin Peska dort.
00:49:08: Es gibt rote Mangroven, weiße Mangrove und schwarze.
00:49:14: Es ist wirklich ein Wald, den wir auch aufforsten mit verschiedenen Projekten hier, weil wir ja in der Nachhaltigkeit arbeiten.
00:49:20: Wir machen verschiedene Reinigungskampagnen in den Mangroves und auch eben verschiedene Kampagnes wo wir mangroven pflanzen und dem mangrofen Wald aufforsten hier.
00:49:32: Und es ist ein
00:49:33: unglaublich
00:49:34: entspannter Eine entspannte Reise durch die Mangroven-Tunnel, wie wir es gleich sehen.
00:49:40: Es gibt den Tunnel der Liebe und den Tunmel der Freundschafts.
00:49:42: haben sie alles so genannt ganz liebevoll Und das ist der Ort an dem die Fischer des täglichen Leben jeden Tag bewältigen.
00:49:51: Nina Camilo und ich sitzen nun also in diesem Boot und Elias ein Fischer aus dem Dorf fährt uns durch die mangroven Indem er einen langen Stab immer wieder ins Wasser und auf den Grund stößt.
00:50:05: Genau, der heißt
00:50:05: Elias
00:50:06: Elieser Manrique.
00:50:08: Das ist der Vizepräsident von der Fischervereinigung hier von La Boquilla von Los Ariberos und traditionell Fischer von seinem Opa Vater- und Urgroßeltern alles erlernt und da wird uns nachher ein bisschen was über die Techniken auch erklären.
00:50:25: Sehr, sehr cool!
00:50:26: Er leitet uns jetzt hier sein Boot und
00:50:28: fährt
00:50:28: uns raus.
00:50:29: Genau der Stock das heißt Laboga.
00:50:32: die Fischer heißen Bogadoris und es ist eben diese Art sich sofort zu bewegen dass sie in dem Sumpf mit dem Stock uns vorwärts schieben.
00:50:40: Ich möchte von ihm wissen wie er sich hier fühlt wenn er so durch die Mangroven fährt.
00:50:49: Für mich ist es das Beste der Welt, wenn ich mit meinem Boot raus in die Mangroven fahren kann und den Menschen zeigen kann wie schönes hier ist.
00:50:58: Als er das erste Mal allein rausgefahren ist war er gerade mal sieben Jahre alt.
00:51:03: Und sein Vater hat ihm's beigebracht und erklärt aber der Wind war so stark dass er nicht zurück kam weil er war so klein und das Kanu war so groß und der Stock ist natürlich auch ganz schwer.
00:51:13: Kannst du auch mal fahren?
00:51:14: Was
00:51:15: ist denn passiert?
00:51:16: Naja, der Vater war ja da und hat ihm dann geholfen.
00:51:18: Aber es ist nicht so ganz so
00:51:20: einfach!
00:51:21: Es sieht ganz einfach aus aber ich kann mir vorstellen dass es vor allem für einen Siebenjährigen nicht leicht ist dieses Brot allein vorzubewegen.
00:51:30: Das Wasser um uns herum ist nicht sehr tief und rechts und links gibt es überall etwas zu entdecken.
00:51:37: Also ich kann auf jeden Fall schon bestätigen das hier eine ganz besondere Landschaft und Umgebung ist Und ich habe das Gefühl Ich komme schon richtig runter, man hört die Vögel im Hintergrund und
00:51:51: jetzt
00:51:51: werde ich hier gerade aufmerksam gemacht.
00:51:53: Auf etwas was ich noch
00:51:55: nicht sehe kann!
00:51:56: Ein Fischreier?
00:51:57: Da ist ein Fischreiher der läuft da ganz langsam, ganz großartig.
00:52:01: Strahlend weiß stolziert er durchs Wasser und da sind ganz viele Vögeln.
00:52:08: Was sind das
00:52:09: für welche?
00:52:10: Das sind Sumpfschnappen und Möwen Ganz viele einheimische Arten, da gibt's keine Übersetzung auf Deutsch.
00:52:16: Aber wir sehen gleich noch viel mehr Vögel.
00:52:20: Man hört es zirpen im Hintergrund und wir gleiten ganz langsam durchs Wasser in diesem schmalen Boot hier.
00:52:28: Ist das auch das
00:52:29: traditionelle Boot, womit gefischt
00:52:32: wird?
00:52:32: Genau die Fischer benutzen die gleichen Boote.
00:52:34: Wir organisieren die Fahrt mit den Booten von den Fischern.
00:52:41: Und nachher wirst du sehen, wie die sie benutzen und wie die Fische auch dann reinholen.
00:52:45: Ich frage Nina, wie sich ihr Leben hier verändert hat?
00:52:49: Was mich am meisten fasziniert ist das einfache Leben.
00:52:52: Also ich bin völlig weggekommen von dem ganzen Materialismus.
00:52:56: Ich bin seit fünfzehn Jahren in Kolumbien und guck überhaupt kein Fernsehen mehr.
00:53:02: Mir ist mehrmals der Fernseher kaputt gegangen weil ich ihn nicht benutzt habe.
00:53:05: wegen dem Salz und der Luftfeuchtigkeit ist er dann kaputtgegangen wenn man ihn nie anmacht.
00:53:10: Und ich mag sehr gerne, habe ich festgestellt hier das einfache Leben zu genießen.
00:53:16: Sich Tag zu Tag über das zu freuen was man hat und sich nicht so viele Sorgen um die Zukunft zu machen weil im Prinzip gibt es für alles eine Lösung und das demonstrieren die Menschen hier jeden
00:53:25: Tag.
00:53:26: Immer wieder begegnen wir Vögeln und Krebsen und im Wasser kann man ab und zu die Fische sehen.
00:53:32: Noch ein Fischreier hier?
00:53:35: Die strahlen ja wirklich sehr weiß einem entgegen.
00:53:38: Sie heißen auch Königsreiher, diese Art von Reihe.
00:53:41: Es gibt Nachtreihe und es gibt bunte Reihe und grau-Reihe und das ist der Königsreier.
00:53:48: Und so wie die Reier hier auf die Fische lauern versuchen wir uns nun im Fischen und zwar mit dem traditionellen Netzwerfen.
00:53:57: Ein schweres großes Netz wird erst mit einer bestimmten Technik zusammengerafft und dann mit Schwung weit nach vorne geworfen.
00:54:06: Auch das sieht leichter aus, als es ist – das kann ich euch schon sagen!
00:54:10: Wir bekommen es jetzt erstmal vorgemacht.
00:54:13: Genau, und das Netz ist so ein Rundesnetz und das wird dann einmal so ausgeworfen und entfaltet sich im besten Fall dann komplett?
00:54:21: und taucht ins Wasser ein.
00:54:23: Da hat er gerade wieder einen Fisch gefangen mit.
00:54:29: So, jetzt bin ich dran?
00:54:30: Ich zieh meine Schuhe aus!
00:54:32: Jetzt bin ich also dran.
00:54:33: Ich steige aus dem schwankenden Boot ins Knie-Tiefewasser...
00:54:38: Die Jana zieht das Netz ein ist ganz schön schwer.
00:54:41: Dann werden Schlaufen gelegt für den nächsten Wurf alles vorbereitet.
00:54:46: Jana nimmt Anlauf.
00:54:49: Es ist wirklich nicht einfach.
00:54:52: Nachdem ich es noch ein paar mal probiert habe, was eher weniger erfolgreich war, geht es für uns nun langsam zurück.
00:54:59: Unterwegs sammeln wir noch eine der am Morgen von den Fischern ausgelegten Krebsfallen ein – das ist ein Käfig, der auf dem Grund des Wassers geschmissen wird und ein daran befestigter Faden mit Plastikflasche markiert die Stelle.
00:55:17: So, jetzt haben wir hier gerade einen Kasten nochmal aus dem Wasser gezogen und drin sind...
00:55:23: Das sind Krebse.
00:55:24: Die heißen Haiva!
00:55:25: Und da machen die wie so kleine Frikadellen.
00:55:28: Da gibt es auch ein Festival, das heißt Festival der Haiva in Laokia.
00:55:32: Und dann machen sie wie so Meatballs also Frikadellen mit dem Krebsfleisch.
00:55:35: Und das ist eine Delikatessen natürlich die Hauptversorgungsquelle für alle Fischerfamilien.
00:55:40: Und wir haben hier drei ziemlich große Krebsen drin.
00:55:43: Ein kleiner und ein kleinerer?
00:55:45: Ah, der sitzt da unten drunter genau!
00:55:49: Es ist ein
00:55:49: Rivaselmacho.
00:55:51: Oben ist das Männchen, unten drunter ist das Weibchen.
00:55:53: Das Weibchchen ist ein bisschen braune...
00:55:55: Oh,
00:55:56: jetzt kämpfen die noch.
00:55:58: Die kämpfen auch.
00:55:59: Wahrscheinlich um das Weibchen.
00:56:00: Das Weibchchen hat sich gerettet sehr.
00:56:02: Das weibchen
00:56:02: ist wieder
00:56:02: im Wasser schlau.
00:56:04: Aber sie sind schon in Kampfpositionen.
00:56:05: Wenn dir die obere Schere nehmen und in die Luft nehmen, dann verteidigen Sie sich.
00:56:11: Also die beiden Männchen kämpfen hier im
00:56:14: Kasten?
00:56:15: Genau!
00:56:16: Die wurden gefangen und die Enten wahrscheinlich heiba alahio mit Knoblauchsauce.
00:56:20: Während wir zurück schippern, frage ich Nina noch warum sie sich neben den privaten Gründen für ein Land, wie Kolumbien entschieden hat.
00:56:28: Also Kolumbia ist das vielfältigste Land Südamerikas.
00:56:32: Es gibt den Pazifik und den Karibikzugang mit Stränden, mit Dschungel, mit Wald.
00:56:38: Es ist unglaublich!
00:56:39: Es gibt Wüsten es gibt Zawannen, es gibt tolle Städte ganz moderne Städten wie Medellin, ganz koloniale Städter wie Katharina eine Riesenhauptstadt mit einem tollen Goldmuseum wie Bogota.
00:56:49: Es is unglaublich vielfaltig Und es gibt auch Berge mit Schnee.
00:56:53: Die höchsten Berge sind fast sechstausend Meter hoch von Kolumbien und es ist wirklich eine Reise wert.
00:57:00: Es ist sehr, sehr groß viermal so groß wie Frankreich und es hat unglaublich viel zu bieten.
00:57:06: Und man muss mindestens drei bis vier Wochen einen Plan um das ganze Land zu sehen wenn man den Amazonas mit einbinden will.
00:57:12: da haben wir die Grenze zur Peru und Brasilien was auch ein unglaubliches Dreiländereck ist.
00:57:18: Ich habe als Tourleader gearbeitet für verschiedene Agenturen und die haben mich das ganze Land geschickt, deswegen weiß ich wovon ich rede.
00:57:24: Und das Land ist bereit für den Tourismus.
00:57:30: Ich
00:57:30: kenne nicht ganz Südamerika, aber die meisten Leute, die ganz Südamerika bereist haben, haben gesagt wenn du über die Grenze gehst fühlst du einen Segen weil die nettesten Menschen sind in Kolumbien.
00:57:39: Das haben ja so viele Leute gesagt mittlerweile und ich denke das ist auch der Grund warum ich mich hier sowohl fülle weil die Leute einfach unglaublich gastfreundlich sind und unglaublich warmherzig sie sehr sehr hilfsbereit und unglaubliche freundlich und liebevoll und deswegen lade ich alle ein Herzogummen.
00:57:57: Ja, mit einer unglaublichen Wärme und Herzlichkeit werden auch wir von unseren zwei nächsten Gesprächspartnerinnen begrüßt.
00:58:05: Nina, Camilo und ich sind nämlich auf dem Weg zu zwei Damen aus der Gemeinde von Labukia die mich wirklich beeindruckt haben.
00:58:13: Wir treffen sie in einem kleinen offenen Restaurant direkt am Strand.
00:58:18: Da müssen wir aber zunächst erst einmal hinlaufen.
00:58:25: So Nina
00:58:26: jetzt sind wir hier gerade schon wieder zu Fuß unterwegs, aus dem
00:58:30: Boot ausgestiegen.
00:58:32: Kannst du mal beschreiben
00:58:33: wo wir jetzt
00:58:34: gerade entlang laufen?
00:58:36: Dieser Sektor hier hinten das heißt Bokita Marlinda und Viagloria
00:58:41: und
00:58:42: dieser Sektur ist der oberen Teil von La Bocchija.
00:58:45: und da hinten sehen wir Catarina die Stadt so nahe und doch soweit es ganz lustig weil wenn Feiertage
00:58:51: sind
00:58:51: und der Strand voll ist und alle frittierten Fisch- und Kokosnussreis-
00:58:54: und
00:58:54: Kochbananen verkaufen Dann ist am Abend immer ganz viel Verkehr.
00:58:59: Und dann sagen die Leute, schöne
00:59:00: Grüße an die Stadt!
00:59:02: Weil das ist so nahe und es ist doch soweit.
00:59:04: Es gibt hier in La Bocca auch
00:59:05: keine richtige Straße.
00:59:06: Das heißt... Hier haben wir die Strandstraße.
00:59:08: Und hier fährt der Bus.
00:59:11: Der Bus
00:59:11: fährt auf dem Strand genau wie die ganzen Mopads und auch das Uber vorhin.
00:59:16: Ja.
00:59:32: Die beiden haben ein paar Dinge mitgebracht, die ihr Leben verändert haben.
00:59:43: Diese ganzen Gürtel hier sind alle Teile aus Kokosnuss, die wurden gefärbt.
00:59:47: Also das sind Gürtel und wir sehen jetzt hier aus Kokosnussschalen verschiedene Ringe.
00:59:53: Und da drin sind Perlen, und alles ist superbund gestaltet.
00:59:58: Ja, aus Holzperlen und Kokosnosch?
01:00:02: Sie haben also alle möglichen Kunstwerke mitgebracht die sie selbst aus Kokusnüssen und anderen Naturmaterialien gefertigt haben Schmuck, Schlüsselanhänger und eben auch Gürtil.
01:00:15: Ich frage, warum dieser Schmuck ihr Leben verändert hat.
01:00:44: Trend wurden von der Lagone und das Meer nicht mehr richtig in die Lagune reinlaufen konnte.
01:00:50: Hatten die Frauen von den Fischern die Notwendigkeit, sich irgendwie weiterzubilden und wollten ja sowieso was machen.
01:00:55: Und wollten ihre Träume erfüllen.
01:00:58: Dann haben sie angefangen einen Kurs in einer Stiftung zu belegen das heißt Provokia.
01:01:04: Da fing es erstmal an mit einem Handwerkskurs um Schmuck herzustellen.
01:01:09: Danach haben sie weitere pädagogische Ausbildungen gemacht weil die Revolution hier so extrem stark war dass Frauen auf einmal sich eigenständig, selbstständig machen dürfen.
01:01:19: Dass viele Frauen gesehen haben dass sie doch was machen können das nicht die einzige Lösung ist nur den Männern zu kochen, zu putzen und zu waschen und auf die Kinder aufzupassen sondern dass sie auch ihren Träumen nachgehen dürfen.
01:01:33: und es war sehr interessant weil die Noel wiss zum Beispiel Noch nicht mal das Zentrum von Katakena besucht gehabt und als sie diesen Motor gesehen hat, dass sie diese Kokosnussstücke hier herstellen kann mit diesem Motor.
01:01:50: in sich gefühlt und es wäre ihre Berufung, sie war so glücklich auf einmal dass ihr was machen konnte mit ihren eigenen Händen.
01:01:57: Und als dann auch noch Einkommen generiert wurde mit dieser ganzen Aktivität war natürlich der Traum komplett aber der Krieg und die Gewalt und die Probleme mit den Männern waren wirklich sehr
01:02:08: krass.".
01:02:08: Die beiden haben es sich also wirklich hart erkämpft was sie jetzt hier vorstellen.
01:02:15: Also da Martes erstmal um euch ein bisschen einzuführen hier in unser Projekt, heißt Damas und Madres del Arte.
01:02:22: Das heisst Mütter und Ladies Frauen der
01:02:26: Kunst.".
01:02:27: Noelvis erzählt weiter... Mein Ehemann hat mich vor die Wahl gestellt entweder bleibe ich in diesem Projekt oder er lasse sich scheiden….
01:02:48: Und dann hat sie gesagt, wenn du dich trennen willst, dann trenne ich.
01:02:51: Aber ich möchte in diesem Projekt bleiben und bin geblieben und mir hat das sehr viel Freude
01:02:57: bereitet.".
01:02:58: Wow, also eine sehr schwerwiegende Entscheidung ja wirklich lebensverändernd.
01:03:04: Sehr mutig diesen Schritt auch zu machen.
01:03:07: kannst du sie fragen wie viel Mut sie das gekostet hat diesen Schritt tatsächlich dann zu wagen?
01:03:24: Nuellvis berichtet später noch, dass ihr Mann sich nicht hat scheiden lassen und heute ein fester Bestandteil in der Unterstützung ihrer Arbeit ist.
01:03:33: Er fährt die Materialien hin und her und unterstützt die Frauen wo es geht.
01:03:39: Ich frage Esilda, die die Vorsitzende des Vereins ist was sie nun mit ihrer Arbeit mit dem Verein, mit dem was Sie geschaffen haben weitergeben möchte?
01:03:58: Der
01:03:58: Traum von den Damates ist, Einkommen zu schaffen mit etwas das ihnen Spaß macht.
01:04:04: Ich möchte noch weitere Frauen miteinbeziehen in dieses Projekt – dass aus etwas, was eigentlich ein Abfallprodukt ist nämlich die Kokosnussschale, etwas schafft, dass das Leben weiterer Frauen so positiv
01:04:17: beeinflusst.".
01:04:19: Wir haben keine Pässe, aber es macht mich unglaublich stolz zu wissen dass Teile die wir hier schaffen den Weg in die ganze Welt finden.
01:04:33: Und dann hat sie noch eine Nachricht an die Welt
01:04:38: Man
01:04:38: dürfe nie aufhören zu träumen denn wenn Sie es schaffen würden es alle Frauen der Welt schaffen können.
01:04:50: Und dann fügt sie noch
01:05:05: hinzu.
01:05:09: Gott hat die Frau als ein göttliches Geschöpf kreiert und hat einen Wert, die kein anderes Wesen auf der Welt hat.
01:05:21: und das sollen alle Frauen in dieser Welt verinnerlichen so dass sie sich niemals mehr minderwertig fühlen egal was ihnen gesagt
01:05:26: wird.
01:05:27: Und mit diesen kraftvollen Worten verabschieden wir uns von den beiden.
01:05:31: diese Begegnung wird noch lange nachhallen in mir.
01:05:35: ich bin wirklich tief bewegt von ihren Geschichten und dem Mut denen die beiden aufgebracht haben um ihre Träume umzusetzen.
01:05:43: Und jetzt laufen wir wieder auf der Strandstraße, die wir von vorhin schon kennengelernt haben zum nächsten Ort.
01:05:51: Wohin führt es uns jetzt?
01:05:53: So!
01:05:53: Jetzt seid ihr eingeladen, um die Trommelschule kennenzulernen und zwar ist das die Kooperation Kulturell,
01:06:00: die Kulturkorpereinrichtung.
01:06:03: Die heißt
01:06:04: Batam
01:06:04: Mora Und dieses Projekt entstand aus der Escuela Tambores de Cavildo.
01:06:11: Das ist die
01:06:12: erste
01:06:12: Trommelschule hier in Lavokia, die gibt es schon sehr lange und haben
01:06:17: hundertdreißig
01:06:18: Kinder und
01:06:20: bringen den Wert bei
01:06:23: Moral Flöte, indigene Flötespielen,
01:06:27: Trommeln
01:06:28: singen, tanzen.
01:06:29: Alles was das afrikanische Weltkulturerbe hinterlassen hat.
01:06:33: in Lavokia weil es sind ja alles afriksamerische Menschen hier im Fischerdorf und in dieser Kooperation kulturell
01:06:42: Batambora
01:06:44: machen wir Trommelworkshops.
01:06:46: Wir sind also auf dem Weg zur Trommelschule die wir zu Beginn der Folge schon gehört haben.
01:06:52: Es ist super heiß und über uns braut sich allmählich ein Gewitter zusammen.
01:06:57: Ich freue mich sehr aufs Trommeln, denn mein Papa hat auch eine Trommelschule und meine Mama hat auch viel getrommelt!
01:07:04: Ich habe das also als Baby schon mitbekommen – deswegen is die Freude nun
01:07:08: riesig!".
01:07:10: Die Mitglieder der Trommelschule stellen sich und die Einrichtung vor.
01:07:14: Und erzählen uns, dass sie mittlerweile die zweite Trommelschule, die Zweite Kultureinrichtungen hier sind.
01:07:20: Davies Whiteys und Joelle leiten die – das sind die Gründer, die vor siebzehn Jahren in der ersten Trommelshule die Schüler waren!
01:07:27: Und die sind heute die Direktoren von der nächsten Einrichtungs-Battamboda.
01:07:32: Sie erzählen, dass viele Kinder damals hier am Strand waren und Kaugummies und anderes verkauft haben….
01:07:39: Also haben sie damals versucht einen Schutzraum zu erschaffen, eben für diese Kinder.
01:07:44: Und das haben sie geschafft!
01:07:46: Einer der Leiter spielt ganz nebenbei auf den Trommel.
01:08:19: Ich gehe zu ihm und frage ihn wie er sich fühlt wenn er trommelt.
01:08:29: Wenn ich trommel habe ich viele Gefühle.
01:08:31: Ich habe das Gefühl dass meine Vorfahren mit mir sprechen.
01:08:35: Ich denke auch an alle Schwierigkeiten und Hindernisse, die sich uns gezeigt haben als wir mit dem Projekt gestartet sind.
01:08:46: Er
01:08:55: hat
01:08:57: das Gefühl, dass eine externe Kraft freigesetzt wird und seine Vorfahren in ihm wach werden.
01:09:03: Und sich mit ihm in Verbindung setzen.
01:09:06: Es ist auf jeden Fall eine Kraft, die nicht von ihm als Person
01:09:09: kommt.
01:09:12: Die Kraft haben wir hier gerade losgetreten!
01:09:18: Über uns beginnt es zu donnen.
01:09:21: Ich frage ihn nach seiner Geschichte.
01:09:23: Wie hat das gestartet für ihn?
01:09:25: Komm
01:09:27: mal im Pässo.
01:09:33: In der Nähe unseres Hauses gab es verschiedene Trommelproben, die ich immer wieder gehört habe.
01:09:39: Und eines Tages war die Probe fertig und die Trommeln standen einfach
01:09:43: da.
01:09:44: also
01:09:44: bin ich hingegangen und habe gespielt.
01:09:47: Als sie mich spielen hörten haben sie gefragt wer mir das beigebracht habe
01:09:55: Und
01:09:55: von da an habe ich meine musikalische Ader entdeckt und mich sehr verbunden damit gefühlt.
01:10:01: Wow!
01:10:02: Kannst du noch mal ein bisschen genauer beschreiben, wie dieser Moment war als du zum allerersten Mal diese Trommel genommen hast?
01:10:09: Und dann das übersetzt hast was du gehört und empfunden
01:10:12: hast?
01:10:24: Ich war das glücklichste Kind auf der Welt und ich habe mich sehr verbunden gefühlt, und wollte unbedingt weiterspielen.
01:10:31: Wenn hier heute Kinder vorbeilaufen, lade ich sie immer ein zu kommen und die Trommeln auszuprobieren – denn dies hat damals mein Leben verändert!
01:10:41: Die Trommel haben mein Leben gerettet.
01:10:44: Wenn die Kinder hier das erste Mal spielen kann ich auch dieses Feuer- und Glitzern in den Augen
01:10:48: sehen.".
01:10:49: Das passiert also nicht nur mit mir, sondern auch mit vielen anderen.
01:10:54: Hier lernen sie dann wichtige Werte – Ehrlichkeit, Respekt, Freundschaft und Offen und Transparenz zu
01:11:01: sein.".
01:11:03: Der Weg so erzählt er war trotzdem nicht immer leicht….
01:11:15: Seine Eltern seien dagegen gewesen, dass er Musiker wird und ihm habe sich viel Widerstand in den Weg gestellt.
01:11:31: Ich habe nicht aufgegeben weil ich denke das nicht ich die Musik ausgesucht habe sondern die Musik mich.
01:11:38: Die Trommel ist das Nahrungsmittel der Seele.
01:11:42: Er fügt noch an, heute seien seine Eltern sehr stolz auf ihn und würden ihm immer applaudieren.
01:11:48: Wie ist er mit diesem Widerstand umgegangen?
01:11:50: Und wie hat er sich dann durchgesetzt dass am Ende tatsächlich er hier jetzt sitzt und weitergeben kann?
01:12:00: Die
01:12:00: Trommeln und die Musik sind ein kraftvolles Werkzeug.
01:12:04: sie sind magisch.
01:12:06: Mit diesen magischen Magneten können wir den Kindern eine Chance bieten, Werte vermitteln und andere Wege kreieren.
01:12:14: Und dann möchten wir natürlich auch ein paar Rhythmen dieses kulturellen Erbes selbst erleben!
01:12:20: Den Buyerengi habt ihr am Anfang der Folge ja schon gehört – nun kommt...
01:12:24: Kumbia und da kommen die Indigene Flöte zum
01:12:28: Vorschein,
01:12:29: die die Indigen hier hatten gemischt mit der afrikanischen Trommel, die von den afriikanischen Sklaven gekommen
01:12:36: ist.
01:12:36: Die Kleidung
01:12:37: übrigens, die ist komplett aus Spanien.
01:12:40: Das heißt, die Spanier haben diese Kleidungen eingeführt, die Indigenen haben die Flöte gebracht und die Trommeln aus Afrika – das sind drei ethnische Ursprünge, die es in Kolumbien jeden Tag in allen möglichen Kulturvarianten zu sehen und zu
01:12:56: essen gibt!
01:13:00: Zu tanzt traditionell ein Paar, das sich aber eher umspielt als fest miteinander zu tanzen.
01:13:09: Der nächste Rhythmus ist benannt nach dem schmalen Fischerboot mit dem wir vorhin unterwegs waren – d.h.
01:13:16: Chaluper!
01:13:37: Und vom Fischer-Boot-Rhythmus geht's jetzt zum zappelnden Fischtannens.
01:13:42: Mappalé ist der afrikanischste Rhythmuss und ist sowohl im Rhythmuß als auch im Tanz einem an Land zapplenden Fisch nachempfunden Und nach ein bisschen Übung und auch mit der Unterstützung von Camilo & Nina und dem tollen Team der Trommelschule haben wir dann diesen Kumbier auf die Beine gestellt.
01:14:43: Ja, und damit möchte ich mich nun verabschieden von einem Land das mich sehr beeindruckt hat und von den vielen tiefgreifenden und inspirierenden Geschichten der Menschen, die ich unterwegs getroffen habe.
01:14:56: Diese Reise hat mich wirklich bewegt.
01:15:05: Und wenn ihr einen auch Lust
01:15:07: bekommen
01:15:07: habt nach Kolumbien zu reisen, Edelweiss fliegt euch von Oktober bis März von Zürich direkt nach Bogota und auch weiter nach Katharina!
01:15:18: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
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