Bonusfolge: Mit Loco Escrito in Medellín

Shownotes

In dieser Bonusfolge der Edelweiss Travel Tales nimmt Euch Host Janna Olson noch einmal mit nach Medellín – genauer gesagt nach Envigado, etwas oberhalb der Stadt. Dort trifft sie den schweizerisch-kolumbianischen Musiker Loco Escrito, bürgerlich Nicolas Herzig, der in Medellín geboren wurde und in der Schweiz aufgewachsen ist. Loco Escrito schlägt in seinem Leben und in seiner Musik die Brücke zwischen zwei Welten: der Schweiz und Kolumbien. Im Gespräch erzählt er von seinen kolumbianischen Wurzeln, seiner Kindheit in der Schweiz, dem Gefühl des Dazwischen-Seins – und davon, warum Musik für ihn schon immer sein eigentliches Zuhause war.

Bei den Travel Tales geht es nun langsam dem Ende der Staffel entgegen. In der nächsten Folge nehmen Erik und Janna Euch noch einmal mit hinter die Kulissen der Podcast-Produktion aus Staffel 3 – inklusive ein paar Nähkästchen-Plaudereien zu ihrer Kolumbienreise. Die regulären Travel Tales-Folgen zu Bogotá und Cartagena findet ihr unter: https://www.flyedelweiss.com/de/de/about-edelweiss/travel-tales.html und überall, wo es Podcasts gibt. Am besten abonniert Ihr den Podcast, damit Ihr keine Folge mehr verpasst!

Mehr Infos zu Loco Escrito: https://locoescrito.com/ Behind the Scenes-Video: https://www.youtube.com/watch?v=VIrqNwC1t9g

Mehr Infos über unsere Hosts Janna Olson und Erik Lorenz: Vor einigen Jahren krempelte Janna Olson, gelernte Sprachtherapeutin, ihren Alltag in Deutschland komplett um und machte sich auf, um für mehrere Jahre in Neuseeland, Australien und Indonesien zu leben. Seit nunmehr als 5 Jahren arbeitet sie fest als Redakteurin und Podcastproducerin und immer wieder auch vor dem Mikro für den WELTWACH Podcast. Derzeit lebt sie in Portugal.

Erik Lorenz ist Autor und Herausgeber zahlreicher Reisebücher, u. a. für die Reihe „Lesereise“ des Picus-Verlags und für den Malik/Piper Verlag sowie National Geographic. Er studierte in den Niederlanden, in Hongkong und Grossbritannien, lebte anderthalb Jahre in Australien und bereiste unter anderem Südostasien, China und Jordanien. 2017 gründete er den Podcast WELTWACH, in dem er – wie auch im englischsprachigen Ableger UNFOLDING MAPS – Gespräche mit prominenten Abenteurern und Abenteurerinnen moderiert. Momentan lebt er in New York. Mehr dazu hier: https://weltwach.de/

Mehr Infos über Edelweiss: Edelweiss ist die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft und fliegt Euch ab Zürich weltweit zu über 100 Traumzielen in über 30 Ländern. Egal, ob Strandferien, pulsierende Metropolen oder spannende Kulturen: Edelweiss bietet für jeden Ferientraum das richtige Ziel. Das Beste: Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Flugpreis immer inbegriffen. https://www.flyedelweiss.com/ch/de/home.html

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich war schon immer ein Herzensmusiker, ich weiß nie was kommt bevor ich mich hinsetze und anfange zu schreiben.

00:00:06: Also ich habe auch schwierige Zeiten hinter mir immer wieder.

00:00:09: Als Künstler definiert man sich immer wieder neu aber das Schwierige ist das Schöne.

00:00:14: Auch dieses Vertrauen dass alles gutkommt um das man nicht so ernst nehmen soll.

00:00:18: Dass das Leben leicht sein kann, aber dass es auch Einstellungssache ist.

00:00:23: Ich würde sagen Medellin ja ein wunderschönes Chaos und ein absoluter Energiepol.

00:00:28: Auch viele Leute, die hier sind.

00:00:29: Viele Ausländer, die spüren das und verlieben sich auch.

00:00:46: Ja gestern Abend bin ich angekommen in Medizin Und hier ist direkt eine ganz andere Atmosphäre.

00:00:51: Es ist viel wärmer!

00:00:53: Die Stadt ist auf jeden Fall schon früh am Morgen aufgewacht und laut.

00:00:58: Und ich bin ein bisschen aufgeregt, denn jetzt geht es zu meinem nächsten Gesprächspartner.

00:01:03: den kennt ihr vielleicht schon?

00:01:05: Vielleicht habt ihr schon mal von ihm gehört, Loco Escrito!

00:01:10: Den werde ich jetzt gleich besuchen und ein bisschen zu dieser Region hier befragen, denn er ist tatsächlich hier geboren und in der Schweiz aufgewachsen.

00:01:20: also er schlägt die Brücke zwischen der Schweiz Kolumbien.

00:01:26: Da bin ich sehr gespannt

00:01:26: drauf.".

00:01:27: Wie ihr schon hört, ist dies eine besondere Folge unserer edelweiß Travel Tales!

00:01:33: Mein Name ist Jana Ulzon und vielleicht habt ihr ja schon in meine beiden Kolumbian-Folgen reingehört?

00:01:39: In denen bin ich unterwegs in Bogotá, Medellín und an der Karibiküste in Catarina.

00:01:45: Mein Begleiter auf dieser Reise ist Camilo, der hier alles auf Video für YouTube festhält und in Bogota geboren.

00:01:54: In dieser Folge möchte ich euch aber mitnehmen zu einem Treffen, das mich besonders beeindruckt hat aus mehreren Gründen.

00:02:02: Ich treffe den schweizerisch-kolumbianischen Musiker Loco Escrito alias Nicolas Herzig, denn bis zu diesem Zeitpunkt auch nur von seiner Musik und aus dem Fernsehen und verschiedenen Videos kannte.

00:02:16: Nicolas wurde in Medellin geboren und wuchs dann im Kanton Zürich auf.

00:02:24: Heute gilt er als einer der prägensten und erfolgreichsten Acts der Schweizer Musik-Szene.

00:02:30: Mit einer Serie von Nummer eins Hits, eroberte er die Charts, seine Songs und Alben wurden mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet – und im Jahr zwei Tausend Achtzehn wurde er bei den MTV Europe Music Awards als Best Swiss Act ausgezeichnet und bei den Swiss Music Awards gewann er gleich mehrfach!

00:02:50: ihn kennenzulernen und ein bisschen Zeit mit ihm zu verbringen, hat das Bild, dass sich durch seine öffentlichen Auftritte bekommen hatte noch einmal etwas facettenreicher und farbvoller ausgemalt.

00:03:02: Ja und in dieser Folge möchte ich euch also mitnehmen hinter die Kulissen des Gesprächs was ich mit Loco geführt habe – in Medizin!

00:03:13: Wir sind da in Envigale ein bisschen höher.

00:03:16: so weiter nach oben wird es eigentlich immer grüner.

00:03:19: Wir haben einen wunderschönen Garten, ein wirklich fast zu großes Haus aber wir machen das Sessions auch.

00:03:25: und ja die Diversität der Natur ist hier wirklich sehr beeindruckend.

00:03:29: jedes Mal wenn ich hier bin packt mich das neu!

00:03:33: Und wie gesagt wir können nachher auch Mandarinen flücken gehen.

00:03:36: Es gibt noch ein Avocado-Baum.

00:03:41: Wir befinden uns in einer Gemeinde des Bezirks Antioquia, in Kolumbien.

00:03:46: Sie grenzt direkt an Medizin

00:03:54: an!

00:04:11: Unglaublich grün und so viele Pflanzenarten auch, die ich noch nie gesehen habe.

00:04:15: Also sie könnte jetzt gar nicht benennen.

00:04:18: Genau!

00:04:18: Ja das ist unglaublich.

00:04:19: Es gibt auch wenn du irgendwo eine Straße entlangläufst, siehst du auch es ist nicht immer die gleiche Pflanze oder der gleiche Baum sondern es gibt vom Palmen bis... Das hier ist ein großer Eukalyptusbaum dort mit dem hellen Blätter.

00:04:32: Und ich hab heute dieses Mal gedacht, ich muss auch mehr über die Pflanzenwelt lernen oder erfahren weil das schon sehr interessant ist.

00:04:38: ja

00:04:39: Der Garten von Nikolas Unterkunft ist wahnsinnig schön, die Sonne scheint.

00:04:43: Es ist sehr warm und um uns herum zirbt und zwitschert es.

00:04:48: Da ein Vigado etwas höher am Hang liegt, schauen wir also von hier oben über die Stadt Medizin.

00:04:55: Sie ergießt sich quasi vor uns im Tal und im Hintergrund ist die grüne hügelige Landschaft zu erkennen.

00:05:02: Ja das ist eine Unbeidee, ein Tal.

00:05:05: Vielleicht dank diesem Tal dass auch Ich weiß nicht, ob das mitspielt.

00:05:09: Aber halt die ... Das Klima da ist sehr freundlich für die Natur und man sagt auch, dass hier eine Alternaprima wäre.

00:05:16: Die Stadt des ewigen Frühlings.

00:05:18: Und hier haben wir jetzt auch schon einen schönen Blick über die Stadt und... Da ist ein

00:05:21: Kohlibri dort in der Luft!

00:05:22: Ah, da ist ein Kohlibrik?

00:05:23: Ja genau!

00:05:24: Wahnsinn!

00:05:25: Wie cool!

00:05:26: Es gibt eine sehr große Vielfalt Überall.

00:05:28: hier in der Natur ist, glaube ich, eins der bio-diversen Länder der Welt.

00:05:32: Es gibt zum Beispiel ein Kolibri beim Neau & Ruiz.

00:05:35: Vielleicht habt ihr den sogar gesehen auf dem Flug hierhin?

00:05:37: Das ist diese beschneite Vulkan.

00:05:39: In diesem Gebiet gibt es viele Arten die es nur in Kolumbien

00:05:42: gibt.

00:05:44: Das ist wahnsinnig spannend und wir haben auch gerade schon einen Colibri gespottet.

00:05:49: Und das ist ja auch einer der Gründe zumindest, warum du jetzt hier bist!

00:05:54: Denn dein neuer Song vor zwei Tagen glaube ich released richtig heißt auch Colibry und da würde ich gerne ganz kurz mit dir drüber sprechen.

00:06:03: Ich habe gelesen dass dieser Song Brücken schlagen soll oder eine Brücke schlagen.

00:06:10: kannst Du ein bisschen erklären Was das für eine Brücke ist und was sie verbinden soll?

00:06:16: Auf der einen Seite die Brücke zwischen der Schweiz und Kolumbien.

00:06:19: Ich habe ja beide, ich trage beide Nationalitäten in mir.

00:06:22: Das ist ein sehr großer Segen, sag' ich mal.

00:06:25: Ich hab auch beide Pässe, also ich kann hin- und herreisen so viel wie ich will Und ich glaube auch heutzutage in dieser Welt ist es sehr wichtig, Brücken zwischen zwei verschiedenen Ländern oder Kulturen zu schlagen.

00:06:35: Jetzt wir haben vorhin über die Biodiversität gesprochen in der Natur was jeder Mensch immer bewundert verschiedene Formen, verschiedene Farben, verschiedene Hintergründe und im Moment macht der Mensch da Fehler dass er diese Diversität im Mensch eher als eine Bedrohung sieht als ein Reichtum.

00:06:50: also soll das auf die einen Seite natürlich meine Zwei Heimaten verbinden, jetzt auch die Brücke das ich in der Schweiz viel erreicht habe.

00:06:58: Jetzt in Kolumbien auch viel erreichen will und ich weiter meine Komfortzone verlassen will aber natürlich diese Brücke zwischen zwei Polos opuestos, zwischen zwei extremen und zeigen dass der Diskurs überall immer möglich sein sollte wenn man sich in der Mitte treffen soll.

00:07:14: also ganz klar Diversität im Mensch drin ist reich dumm, keine Bedrohung.

00:07:19: Nur sind wir jetzt gerade am Punkt wo viele das als Bedrohrung sehen und da muss man halt auch bereit sein mal sich in die Schuhe des Anderen zu platzieren andere Sichtweisen zu sehen.

00:07:30: ich glaube da sehe ich mich ein bisschen wie sagt man als Botschafter für das weil ich gerade so zwei Extreme in mir trage aber die sich sehr gut verbinden lassen und das kann ich jetzt auch hoffentlich mit meiner Arbeit als Beispiel für die Leute zeigen.

00:07:45: Über deine Wurzeln möchte ich gleich noch ein bisschen mehr sprechen.

00:07:49: Jetzt würde mich erst mal interessieren, Colibri ist ja also warum hast du dich für diesen Titel entschieden?

00:07:57: Was macht diesen Vogel gerade so speziell dass du deinen neuen Song danach benannt hast?

00:08:02: Also auf der einen Seite, ich habe auch ein Kolibri tätowiert.

00:08:04: Für mich war der Kolibrier immer ein Sinnbild für was Künstler sind weil von außen sieht das schön aus und alles eine Blüte zu anderen vom Konzert zum Anderen.

00:08:13: aber wir arbeiten extrem viel.

00:08:16: Ich glaube es ist ein Business das eines der härtesten in der Welt ist Und wenn man nicht wirklich ein Kolibrier ist dann kann man das auch nicht.

00:08:22: also Es ist auch so ne Metapher dass ich auch gerne am Limit bin.

00:08:25: Ein Kolibrik muss achthundert Blüten am Tag anfliegen um überhaupt die Energie zu überleben Genau.

00:08:33: Und bei uns ist ähnlich, hat aber auch ganz eigenes Skills kann rückwärts fliegen.

00:08:37: das mal die eine Sache und die andere es.

00:08:39: wir haben dieser diesen Song geschrieben mit Boulnene einer der weltgrößten Produzenten wo uns in die Schweiz Besuchen gekommen ist.

00:08:47: Wir sind da in die Alpen gegangen wo dieser Song auch entstanden ist.

00:08:50: also auch siehst du diese Brücke das unbewusste auch zuzulassen um zu vertrauen dass was man in sich trägt auch Gott oder das Universum oder wie man auch glauben möchte einem da auch Antworten drauf gibt.

00:09:01: Ja, jetzt einerseits dieser große Traum auch mit Mulene zu arbeiten.

00:09:06: Dieser Ritterschlag von ihm bekommt zu haben da man ein ganzes Album gehört hat sich in meiner Arbeit und meine Musik verliebt und sieht auch diese Botschaft die ich überbringen will dass wir halt alle schlussendlich eine ganz große Familie sind.

00:09:18: also das trägt Colibri alles in sich und der Text dahinter ist zu lieben ohne Ego.

00:09:25: Das ist sehr wichtig wenn man jemandem liebt nicht was als kein Gegengeschäft Und Liebe soll man ausdrücken, ohne was zurück zu verlangen.

00:09:33: Dann ist sie authentisch und dann wird man auch nicht depressiv würde ich sagen.

00:09:37: Also dieses Ego rauszuholen... ...und wir haben dann unbewusst gemerkt dass viel Selbstliebe drin ist.

00:09:44: im Refrain sagen wir wenn du wüsst es wieviel dich dieser Loco liebt.

00:09:48: also auch ich habe viele Prozesse durchgemacht wo weil ich mich vielleicht von mir entfernt habe immer wieder zurückgefunden habe und auch der Co-Liebilder sich nicht entscheiden kann nach vorne zurück so dieses dass das auch ein Prozess ist, der man genießen darf.

00:10:01: Und das Widersprüche des menschlichsten sind auf der Welt.

00:10:03: also was ich gestern so gesehen habe hoffentlich sehe ich das morgen anders und viele Leute versprechen sich oder seinem alten Ich und kommen so nicht weiter.

00:10:13: es gibt sehr viel Bewegung im ganzen Lied Nicht nur im Song als musikalisch nicht nur mit was wir alles erreicht haben jetzt auch mit Buläne zu arbeiten wie aber auch diese Bewegungen diese Brücke zu schlagen Wo jetzt mich entschieden habe, viel hinterher hin und her zu fliegen.

00:10:31: Was vielleicht auch ermüdend sein kann aber was ja alles nicht.

00:10:36: wie soll ich sagen nur schwierige Sachen im Leben sind schön die Einfachen das bilden wir uns ein Aber die Komfortzone zu verlassen und das will ich auch inspirieren dass wir nicht immer den einfachen Weg suchen.

00:10:47: Also schon allein im Titel steckt ganz viel drin.

00:10:50: Kannst du unseren Höhrenden vielleicht ganz kurz beschreiben, was ist so die Atmosphäre der Style des Songs?

00:10:57: Es ist sehr frisch und hat auch erfängt an mit einem Intro das irgendwie sehr klassisch ist Und ja zeigt auch, dass wir gar nicht Kopfmusik machen.

00:11:06: Also ich war schon immer ein Herzensmusiker.

00:11:08: Ich weiß nie was kommt bevor ich mich hinsetze und anfange zu schreiben In diesem Fall mit Bounene zu schreiben.

00:11:15: Ich konnte auch viel lernen von ihm.

00:11:16: Er hat viel komponiert von diesem Song.

00:11:18: Ich habe dann die zweite Strophe gemacht.

00:11:20: Also dieser Song hat so einen Zukunftswipe Auch dieses Vertrauen das alles gutkommt um das man sich alles nicht so ernst nehmen soll Dass das Leben leicht sein kann aber dass es auch Einstellungssache ist.

00:11:33: Und wenn du sagst, der Song hat so ein bisschen einen leichten Vibe.

00:11:37: Kannst du noch mal die Musikrichtung beschreiben?

00:11:40: Ja das ist etwas was ich gar nicht gerne mache weil da... Das ist das was der Mensch immer will.

00:11:44: Der will sich festhalten an Materialismus.

00:11:47: Es ist eine Musikrichtungen haben aber man muss Musiker sein sage ich nicht mehr, also mehr im Sein sein.

00:11:52: Wenn ich jetzt sagen müsste wäre es irgendwie Latin Pop mit einem Hauch Afro.

00:11:58: Das spielt bei mir gar nicht so eine große Rolle.

00:12:00: Sondern die Connection, die durch den Song entstehen soll ist viel wichtiger.

00:12:03: und ich glaube auch das ist etwas was der Kritik in mir bei mir und auch bei anderen kritisiert dass man immer alles festhalten will und definieren will aber das Leben ist nicht definierbar und so schneller man das merkt glaub ich umso glücklicher und undeprimierter lebt man und geht man durchs Leben.

00:12:19: Also lieber kein Label drauf packen sondern das Gefühl fühlen was dieser Song vermittelt.

00:12:25: Was vermittelt er denn bei dir für ein Gefühl?

00:12:28: Ja natürlich, da dieser Song jetzt so viel repräsentiert sind das sehr viele Gefühle.

00:12:32: Also sehr viel Stolz dass ich überhaupt hier bin.

00:12:36: Jetzt gehe ich am dritten nach Bogota.

00:12:38: wir machen dort das erste Mal oder nicht das erste mal aber seit langem wieder Promo in Kolumbien kann mit diesem großen Team arbeiten.

00:12:45: diesen erfahrenen Team habe diese Bestätigung bekommen und sonst mir selbst hat es groß mit Selbstliebe auch zu tun.

00:12:53: Also ich habe auch schwierige Zeiten hinter mir, immer wieder.

00:12:55: Ich glaube als Künstler definiert man sich immer wieder neu.

00:12:58: aber das Schwierige ist das Schöne sage ich immer so.

00:13:01: Ich glaub groß viel Authentizität und erinnert mich so zu sein wie ich bin um dem zu lieben ohne was als Gegenleistung zu erwarten

00:13:09: Darf ich dich ein bisschen zu dem Prozess befragen, wie bist du da hingekommen?

00:13:14: Wie ist der Text entstanden?

00:13:15: und ihr habt ja in der Schweiz zusammen produziert richtig.

00:13:19: Aber die Brücke auch hierhin geschlagen denn das Musikvideo wurde glaube ich hier gedreht, richtig?

00:13:25: Genau.

00:13:25: also ich muss sagen es war lange ein Schreiben mit Rene, ein langes Hin- und Hier.

00:13:31: Das Schöne ist auch dass durch einen Freund in der schweiz Diese Verbindung entstanden ist, der mir auch sonst schon viel geholfen hat.

00:13:38: Auch in der Anfangsphase meiner Karriere da ist Loris und seine ganze Familie die Familie wird.

00:13:44: das war auch so ein Zeichen.

00:13:45: Und dann war es viel Geduld auch.

00:13:47: also ich sage auch oft Die Gewissheit dass man's schafft mit Geduld ist eine in Spanisch oder Kolumbin sagen wir um Kassau Eine Heirat, die sich hat.

00:13:56: So mal hat das gestartet.

00:13:58: Dann waren wir in den Alpen als ich konnte nach zwei Jahren war ich dran mit ihm in die Schweiz einladen und habe aber schon viel mit ihm zu tun gehabt.

00:14:08: Das heißt, er hat mich verstanden was sehr wichtig ist wenn auch ein Songwriter für einen oder mitteilen schreibt dort als auch Geduld gebraucht bis er dann diesen Refrain geschrieben hat.

00:14:19: und da war das für mich auch sehr emotional weil ich gemerkt hab dieser Mensch versteht mich weil ich doch nicht so meine Eigenschaften habe.

00:14:28: Und dann haben wir diesen Teil aufgenommen, wo er wieder zurück in der Schweiz war und ich den Song fertig schrieb.

00:14:33: Das war ein Hin-und-Herr.

00:14:34: Auch als ich das Video gemacht habe... Erst zwei Tage vorhin haben wir den Song gemacht.

00:14:40: Also es war alles sehr kolumbianisch.

00:14:41: Das waren jetzt vier Wochen.

00:14:43: ist das Herr.

00:14:44: Haben wir dieses Video?

00:14:46: Wir sitzen draußen, das ist authentisch!

00:14:49: Wir sind um Zingeln von Fliegen.

00:14:51: Genau.

00:14:52: So hat das seinen Lauf genommen.

00:14:54: Für mich war klar dass ich auch diesen Song hier aufnehmen will, auch die Erfahrung machen will mit Leuten hier zu arbeiten weil das schon mehr mein Weib ist.

00:15:04: Man ist nicht so ego-getrieben in Kolumbien und man schaut auch viel was Filderkünstler.

00:15:10: Ich habe auch das Konzept von Vividio selbst geschrieben, hab es dann weitergegeben.

00:15:14: sie haben uns umgesetzt.

00:15:15: also alles in allem eine sehr schöne Erfahrung und das war wichtig gerade dass ich auch mehr lerne, wie hier alles funktioniert.

00:15:23: Obwohl ich schon sehr viel weiß aber gerade im Musikbusiness noch mehr Erfahrung machen

00:15:27: kann.".

00:15:28: An dieser Stelle noch ein kleiner Einschub Nikolas ist in Medellin geboren.

00:15:33: Seine Familie ist aber recht bald in die Schweiz gegangen.

00:15:36: da war er ungefähr sechs Monate alt.

00:15:39: mich interessieren seine kolumbianischen Wurzeln und welche Rolle sie in seiner Musik spielen

00:15:47: Weil das ist auch das, was ich von Kolumbien so liebe.

00:15:50: Diese Lebensfreude... Leider in Europa und der Schweiz, Deutschland sprechen die Leute gerne über das Problem und konzentrieren sich nicht auf die Lösung.

00:15:58: Und wenn du achtzig Prozent nur übers Problem sprichst dann wirst du keine Energie mehr für die Lösung haben.

00:16:03: hier in Kolumbiens umgekehrt.

00:16:04: Hier sieht man immer eine Lösung aber das Leben kommt auch viel dazwischen wie man so schön sagt es.

00:16:10: Man kann nicht so fest abhängen vom Staat Von irgendwelchen Versprechungen.

00:16:15: Das heißt man muss seine eigenen Skills wie sagt man, entwickeln und ich glaube in der Musik alles was man hört ist sehr kolumbianisch doch die Arbeitsweise die wir haben ist auch sehr schweizerisch.

00:16:25: Und da lernen sie ja auch im Moment von uns dass sich selber ernst nehmen das nicht immer nur um Parcè wie man sagt es zu einer cool wir sind jetzt im Studio und alles cool sondern dass wir auch uns ernst nehmen sagen das ist unser Job.

00:16:38: mit diesem Job nähern wir unsere Familie und deshalb würde ich sagen das Klangbild war immer schon Kolumbien.

00:16:44: Meine Art und Weise ist sehr kolumbianisch, meine Offenheit.

00:16:49: Ich bin laut und verspielt aber meine Arbeitsweise ist ja schweizerisch was mir sehr zugute kommt und wo wir auch jetzt eine goldene Mitte am finden sind.

00:16:58: und ich glaube die Kolumbierner erziehen uns was Lebenskunst angeht um.

00:17:02: wie erziehen sie was was Genauigkeit angeht.

00:17:05: und ich sage auch ich probiere der perfekte Mix zu sein so Pünktlichkeit des Schweizers Organisation, Struktur des Schweizers.

00:17:11: Aber doch diese Lebensfreude und die Passion, sich selbst nicht so ernst nehmen, weil man sowieso nicht weiß wie kommt es morgen?

00:17:18: Das ist auch etwas Gesundes.

00:17:20: Eigentlich ist das ein bisschen ungesund, so viel Sicherheit zu verspüren.

00:17:23: Kannst du uns noch ein bisschen beschreiben?

00:17:25: erstens woher genau kommen eigentlich deine kolumbianischen Wurzeln?

00:17:30: Wie weit reichen sie zurück Und wie hast Du sie für dich erkundet oder kennengelernt oder ausgebaut in deinem Leben, in der Schweiz?

00:17:42: Also wir sind von Amigalo.

00:17:44: Das ist auch der Ort wo wir jetzt hin weiter unten, das heißt La Frontera zur Grenze zu El Polaro.

00:17:51: aber es ist so... Auch im Amigaloo gehört eigentlich nicht mehr so zur Stadt.

00:17:55: Es ist ja ein schönes authentisches und sein gesundes Viertel hat aber viel durchgemacht.

00:17:59: also auch der Grund wieso wir gegangen sind war eine sehr schwierige Zeit wo viel Schlimmes passiert ist Und ich glaube, seit Kind habe ich diese kolumbianischen Wurzeln viel festgespürt.

00:18:10: Auch mehr als meine Geschwister, ich weiß nie wieso und dann durch die Musik auch viel besser den Zugang dazu gefunden.

00:18:16: Meine Texte waren immer schon spanisch, meine Gefühlssprache ist eigentlich meist spanisch obwohl manchmal mir auch im Spanisch in die Worte fehlen sowie auch im Deutsch.

00:18:24: Und was die Wurzeln angeht, ist lustig weil ich heiß Herzig.

00:18:27: Obwohl mein Vater Kolumbianer ist also sein Urgroßvater war Schweizer oder Ur-Urgroßfahrter, ich kann es nie genau nennen, ist nach Kolumbien ausgewandert und hat dann aber immer wieder haben diese sich mit einer Kolumbianoin verheiratet.

00:18:39: das heißt im Blut bin ich trotzdem noch irgendwie halbe Prozent mehr Schweizer.

00:18:44: Aber das auch der Grund.

00:18:45: wie soll ich herzig heißen?

00:18:46: Das verwirrt die Leute.

00:18:47: Dann sage ich ja mein Vater ist Kolumbians und da stimmt was nicht Da checkt er was nicht Ja, war auch schon immer im Schweizer Blut in mir.

00:18:56: So wie es aussieht eine Faszination für Kolumbien.

00:18:59: Auch meine Mutter die lange hier gelebt hat ist auch von ihrer Art sehr kolumbianisch, sage ich immer.

00:19:04: Sehr lebensfroh und hat auch viel angeheckt in der Schweiz.

00:19:07: also wir haben diese Sense und ich nenne sie auch nicht gern Kolumbianich weil ich schublarisiere nicht so gerne aber einfach dieser Mut sich zu zeigen wie man ist sich auszudrücken vor allem auch Impositiven Weil wir sprechen gerne über das Halbleereglas und nicht halb voll, auf unserer Seite der Welt also nicht die sondern dort.

00:19:28: Und da... Das hat mich immer ein bisschen gestört schon als Kind.

00:19:33: Also ich war als Kind schon sehr positiv getrimmt aber wurde für das auch oft bestraft, sag' ich mal so oder nicht ernst genommen.

00:19:41: Also du hast schon immer irgendwie gefühlt.

00:19:43: Da ist noch ein ganz großer Teil in dir, vor allem in der Gefühlswelt und in der Sprache, in deinem Leben in der Schweiz.

00:19:51: Hattest du das Gefühl, du ekst damit dann auch richtig an?

00:19:55: Hast du dich zugehörig, hast du dich beheimatet, hast Du Dich aufgehoben gefühelt in der Schweiz oder hast Du dich immer als andersartig empfunden und nicht so richtig reinpassend?

00:20:07: Ja, schon so wie du sagst andersartig nicht richtig rein passend.

00:20:10: Was strukturelle Sachen angeht fühle ich mich manchmal dort mehr zu Hause jetzt.

00:20:14: zwar lerne ich in diesem Prozess der Kolumbianisch zu sein auch wenn jemand spät kommt.

00:20:19: wir sagen dann nicht als erstes hey du warst zu spät sondern man umarmt das schön ist ja man sieht die Person auch wieder nicht so dass das fehlende anzusprechen sondern das was man hat.

00:20:29: und doch schon Als Kind wurde mir oft gesagt, du bist zu laut.

00:20:33: Du bist zu verträumt und du bist das.

00:20:37: Ich habe schon gespürt oder ich habe lange gedacht, dass etwas nicht mit mir stimmt.

00:20:42: Und immer wenn ich in Kolumbien in den Ferien war fühlte ich es viel weniger.

00:20:46: Was ich auch jetzt noch fühle ist, denn der Schweiz ist die Ruhe auf der Straße und oft das Chaos im Kopf.

00:20:51: Hier ist das Chaos auf der Strasse und die Ruhr im Kopf.

00:20:55: Es ist halt auch ein sehr authentisches Fleckchen Erde.

00:20:58: Kannst du das ein bisschen beschreiben?

00:20:59: Du pendelst ja wirklich zwischen zwei ganz unterschiedlichen Welten hin und her.

00:21:05: Hast du denn das Gefühl, du bist irgendwo verankert oder ist es wirklich ein permanentes Pendeln?

00:21:13: wie fühlt sich das an?

00:21:14: Ich glaube der Anker ist die Musik für mich.

00:21:18: Wir bezeichnen uns oft auch als Sonderlinge.

00:21:20: wir haben das Glück Musik zu machen.

00:21:21: ich kann mit dem Leuten arbeiten, mit denen ich will.

00:21:24: Ich kann auch mit Hendrik zum Beispiel meinen Produzenten philosophieren auf einem Level wo man vielleicht nicht mit allen leuten kann und das ist auch dank der Musik also die Musik was schon immer meine einzige Option im Leben war und wo ich jeden Tag dankbar bin weiter Musik machen zu können für meine Familie da zu sein Auch genug zu verdienen um alles abzudecken Das ist der größte Segen Und ich war immer schon verankert In diesem großen Geschenk, das mir das Leben gegeben hat zu wissen was ich in meinem Leben will und zu wissen wo ich mich zu Hause fühle.

00:21:56: Also das richtige Zuhause ist beim Musikmachen weil klar da heißt man der Schweizer.

00:22:01: im Kolumbien ist man den Kolumbianer zwei jetzt immer mehr sagen die auch das Team von Brunnenen ein du bist Schweizer äh du bist Kolumbiana Man spürts Du lebst wie wir Du sprichst wie wir Und die sind auch immer sehr beeindruckt, dass ich überhaupt dieses Sense so mittragen konnte.

00:22:17: Was ich selbst mir oft nicht beantworten kann aber ich glaube schon das Kolumbien mir immer geholfen hat mich verstanden zu fühlen mit mir selbst.

00:22:26: und in der Schweiz habe ich da oft mehr gerungen bis sich dann halt die Musik als Ventil gefunden haben und seit ich auch von der Musik leben kann was jetzt bald zehn Jahre ist, meine Ich-Filme ausleben Und da inspiriere ich auch in der Schweiz, das ist mir sehr wichtig.

00:22:41: Ich weiß es mir sehr, sehr wichtig!

00:22:43: Wir haben auch dieses...ich sage immer das rote Büchlein die ewige Lebensversicherung.

00:22:47: also in der schweiz sollte wir uns recht

00:22:49: dem

00:22:49: pass sollte man sich erst recht getrauen risiken einzugehen und auf sein herz zu hören und dass will ich überall inspirieren.

00:22:55: ich sage auch immer wenn dein herz chinesisch spricht dann brauchst du musst doch chinesische lernen weil sonst wirst du kein glückliches leben leben.

00:23:03: also Und viel von diesem Platz Musik zu machen, hat mir auch wieder die Schweiz gegeben.

00:23:10: Zu einem hin und her, dass ich nicht sage, der Segen beides zu haben macht uns aus.

00:23:17: Diese beiden Welten zu haben, macht uns raus.

00:23:19: Diesen Materialismus auch erlebt zu haben um sagen zu können, der macht es nicht aus weil das kannst du im Kolumbianer nicht sagen Weißt du was ich meine?

00:23:29: Ich glaube die Musik an sich war immer schon mein Zuhause und dass mich ausdrücken.

00:23:35: Und ich glaube, das braucht jeder Mensch auf irgendeine Art und Weise, sei es durch Sport oder durch Schreiben.

00:23:40: Ich schreibe auch sehr viel Tagebuch, was auch immer von Hand aufschreiben ist.

00:23:44: Auch etwas, das sich jeder Mensch machen sollte in meinen Augen.

00:23:48: Das hilft so.

00:23:49: Ja jetzt um dir eine sehr lange Antwort zu geben, weil zu Hause ist wo ich Musik machen kann und wo ich mit Leuten bin die mich... akzeptieren wie ich bin, die mich lieben.

00:23:57: Also das Zuhause ist nicht geografisch.

00:24:00: Obwohl ich jetzt in letzter Zeit gemerkt habe dass vielleicht doch mein geografisches Zuhaus in Kolumbien ist weil ich da doch viel weniger Chaos im Kopf habe in der Schweiz.

00:24:09: Wann hast du das festgestellt und wodurch?

00:24:12: Ja durch den letzten zwei Monaten vor allem... Ich hatte eine schwierige Zeit auch und hab mit Psychologen geredet besser kennengelernt und dort auch gemerkt, okay ja was ist der Grund wieso ich hier nicht geerdeter fühle?

00:24:32: Klar kann man sagen.

00:24:32: Ich habe noch nie hier ganz gelebt und wenn mich dann hier leben würde aber das kann ich auch nicht jetzt in den Stein meisten.

00:24:39: und wie gesagt ich hoffe morgen bin ich auch schon wieder eine andere Meinung weil Entwicklung ist das schönste.

00:24:44: aber doch ich glaube diese Erkenntnis war vor allem in den letzten paar Monaten bei mir sehr zu spüren.

00:24:51: Ich glaube, ich brauchte auch diese Bestätigung oder das was ich mich unbewusst danach gesehen habe dass die Leute auch mir sagen hey wo du dort aufgewachsen bist deine Texte deine Musik die wollen wir hier hören die ist authentisch und da sind großer Name wie Boulene kommt und einem dieser Ritterschlag gibt.

00:25:09: es hat mich schon einen großen Push auch gegeben muss ich ehrlich sagen

00:25:13: Herzlichen Glückwunsch dazu.

00:25:17: Kannst du ein bisschen beschreiben?

00:25:18: Also, du versuchst ja jetzt damit dann auch die Brücke zu schlagen und bist jetzt hierhin zurückgekehrt an deinem Geburtsort.

00:25:27: Kannste beschreiben wie du dich hier fühlst?

00:25:31: Ja sehr bei mir!

00:25:33: Auch sehr nahe meinem inneren Kind.

00:25:37: Mein Verständnis für die Welt wird hier viel mehr bestätigt.

00:25:44: Meine Werte widerspiegeln sich vielmehr in Kolumbien wie in der Schweiz.

00:25:48: Und das ist für mich ein großes ... Ich glaube, ein großes Ding auch, wieso ich mich so zu Hause fühle?

00:25:55: Hier kann ich mit meinem inneren Kind auf den Spielplatz gehen und einfach spielen und werde nicht dafür kritisiert.

00:26:00: Hab ich zu laut!

00:26:01: Du musst jetzt schauen, dass es glücklich zu sein sollte das Ziel sein um nicht soviel zu haben.

00:26:08: Es gibt einen schönen Sprichwort aus der Schweiz oder aus Deutschland Das letzte Tempemt hat keine Taschen.

00:26:14: Das kommt zwar aus dieser Seite der Welt, aber es müssen wir dort ein bisschen mehr lernen zu verstehen.

00:26:20: Kannst du sagen was dir dein Geburtsort wo du ja jetzt hier auch gerade bist?

00:26:25: Medellin, was dir dieser Ort bedeutet?

00:26:30: Sehr viel.

00:26:30: ich werde auch fast sentimental so die Kraft die mir die Leute geben hier Auch die Schicksale.

00:26:36: gestern war mir in Manrique eines der schlimmsten Viertel fast in Kolumbien auch sehr gefährlich, aber dort unterstütze ich auch viel und wie sagt man spende auch viel.

00:26:48: Aber das ist das mich daran erinnern wie dankbar ich sein kann für alles was ich habe und gleichzeitig auch ehrlich gesagt auch zu spüren dass man am morgen aufsteht und man hört schon ein Mango Verkäufer der seit drei Stunden mit voller Liebe seine Mangos verkauft.

00:27:03: Das Leben ist dann einfacher.

00:27:05: Wie würdest du Medizin jemandem beschreiben, der noch nie hier gewesen ist?

00:27:10: Ein wunderschönes Chaos.

00:27:12: Auch so bezeichne ich auch meinen Kopf und deshalb sind wir so nah.

00:27:16: Ich überlege auch, ob so mein Album das nächste Album heißen soll – Hermoso Chaos.

00:27:22: Und das isst Medizin!

00:27:23: Und ein Chaos in Positiven.

00:27:26: Auch in den Vierteln.

00:27:27: gestern hat Hendrik gesagt wo wir runtergefahren sind, so viele Motorräder und irgendwie fließt das... Das fließt irgendwie um.

00:27:32: Man ist miteinander, man schaut aus sich und ja... Und die schönste Stadt der Welt ganz klar!

00:27:39: Die schönste Großstadt der Welt.

00:27:41: Aber ich meine wo sonst siehst du so viel Natur?

00:27:43: Soviel auch Einklang mit der Natur, soviel Respekt vor der Natur und ja es wird immer wieder zur innovativsten Stadt der welt auch gekürt weltweit.

00:27:53: also Ja Ich bin sehr stolz von hier zu sein und auch Merlini ist auch eine Stadt die dir zeigt hey machen lohnt sich Die Selbstzeilen lohnt sich, die dir auch Antworten gibt auf was du machst.

00:28:06: Es gibt obwohl viele vielleicht nicht Perspektiven hier sind aber es gibt trotzdem sehr viele durch das dass die Leute einem so viel Energie geben.

00:28:16: Also ich würde sagen Medellin ja ein wunderschönes Chaos und ein absoluter Energiepol Auch für Leute die hier sind, viele Ausländer, die spüren das Und die verlieben sich.

00:28:26: So wie auch Avianca sagt, ganz Kolumbien ist das einzige Gefahr, dass du bleibst.

00:28:35: Das kann ich auf jeden Fall schon bestätigen!

00:28:37: Es gibt schon noch Gefahren und man muss aufpassen aber es sind sehr schöne Sprachen und ich glaube jeder der mal hier hingekommen ist, mich nimmt es ein Wunder wenn wir vielleicht wieder miteinander sprechen wenn deine Kolumbieneise jetzt vorbei ist ob du das auch so gefühlt hast.

00:28:51: Aber die Liebe der Leute ist unvergleichbar.

00:28:54: Und das, glaube ich, ist sehr wichtig – das Miteinander!

00:28:57: Wir sind alle eine sehr große Familie und ich glaube, wo das Ego stirbt, fängt sich die ganze Welt an zu warmen.

00:29:05: Gerade in der heutigen Welt verstehe ich, was viele Sachen Angst machen.

00:29:11: Es ist einfach das Problem, niemand anderem zu sehen ab.

00:29:13: Man sollte miteinander Teil des Problems sein und Teil der Lösung sein.

00:29:18: Ja, und dann machen wir einen kurzen Aufnahmestopp und wechseln das Setting.

00:29:55: Wir sind auf gutem Weg mit diesem Song, oder Bruder?

00:29:58: Also so entstehen Songs.

00:30:00: Ja unter anderem genau.

00:30:02: Hier vor dem wunderschönen Panoramafenster.

00:30:05: Eine

00:30:05: wunderbare Kulisse!

00:30:07: Das könnte nicht besser sein.

00:30:08: Magst du dich auch ganz kurz einmal vorstellen?

00:30:11: Ich bin der Henrik und ich bin der Produzent von Loco schon seit zehn Jahren und ich begleite ihn seit dieser Zeit und wir haben schon einiges durchgemacht.

00:30:23: Jetzt sind wir hier in Kolumbien.

00:30:25: Schließt sich wieder so ein Kreis und ja, wir sind wieder voll motiviert, wieder neues Kapitel aufzumachen.

00:30:32: Genau!

00:30:33: Und jetzt sitzt du hier vor dem Laptop und ich kann mehrere Spuren sehen... Was hast Du da jetzt gerade genau gemacht?

00:30:41: Wir sind zurzeit an dem Song dann.

00:30:43: Wir sind da noch am Fertig schreiben und schneiden und komponieren.

00:30:48: Wir haben gestern den ersten Verse aufgenommen Und jetzt müssen wir heute mal noch den zweiten Verse aufnehmen, genau.

00:30:55: Kannst du ein bisschen diesen kreativen Prozess beschreiben?

00:30:59: Wie entsteht sowas?

00:31:01: Das ist super unterschiedlich!

00:31:02: Also man braucht halt irgendwie einen Triggerpunkt.

00:31:05: Man braucht irgendwas das inspiriert.

00:31:07: Das kann eine Melodie sein, das kann Thema sein... ...das kann Genre sein, dass kann ganz vieles sein.

00:31:15: Ja was haben einfach inspiriert und dann geht man dem einfach nach Im besten Fall.

00:31:21: Was

00:31:21: war jetzt hier inspirieren für dich oder euch?

00:31:24: Also, der Song ist eigentlich entstanden in einem Songwritingcamp das wir im Tessin organisiert haben.

00:31:31: Kannst du auch aus dem Tessins?

00:31:33: Nein aber wir haben dann ein schönes Ferienhaus und wir gehen oft da auch ins Tessinen für Songwriting Und... Das ist dort eigentlich entstanden.

00:31:43: Ich würde sagen, dass wir wollten einfach einen Song machen, der Liebe verstrahlt Loco den Song genommen und hat ihnen auch Bull gezeigt, der größte Songwriter-Produzent hier.

00:31:55: Und er war gleich super begeistert!

00:31:58: So ist es eigentlich dann, dass sich weiterentwickelt.

00:32:00: Dann ist ja auch mit der Idee gekommen das etwas Größeres sein könnte vielleicht für auch für Movement oder ein großes Fest.

00:32:09: Jetzt geht's darum eigentlich den Song in dieses Medium, dass wir definieren noch mehr rein zu kreieren.

00:32:16: Aber es ist immer wichtig, dass wir die Essenz ja auch behalten möchten, die wir von Anfang an

00:32:20: hatten.".

00:32:20: Mich interessiert besonders der Ursprung eines Songs und ich frage Loco... Kannst du uns noch mal ein bisschen mitnehmen zu diesem Prozess?

00:32:28: Wie entsteht dieser Spark?

00:32:30: Hast Du eine Melodie im Kopf oder gibt's erst einen Text oder ist das immer unterschiedlich?

00:32:34: Wie fängt sowas an?

00:32:35: wie entsteht sowas in dir?

00:32:37: Ich sage immer Es ist Gott und er sagt immer es ist deine Intuition.

00:32:40: Ist einfach ohne Kopf.

00:32:42: Da sind wir auch sehr anders im Vergleich zu anderen Musikern, aber ich glaube das hat da auch schon viel kolumbianische oder latinische Zügen sich gehabt ohne es zu merken.

00:32:52: Wir gehen nicht hin und machen jetzt ein Song der so und so klingt sondern wir lassen das Herz sprechen und das Herz spricht... Ja ich sage immer Das Herz versteht vielleicht den Verstand Aber der Verstand versteht das Herz nicht Und deshalb muss das Herz vorausgehen.

00:33:06: Da haben wir auch dieses Glück diesen Spark in uns zu tragen.

00:33:09: Wir können auch immer kreativ sein, wir haben praktisch nie Blokate oder wir haben noch nie eine Blokade gehabt und ich glaube nur das haben wir dieses Vertrauen aufgebaut.

00:33:17: einfach Es ist unser Spielplatz wo unser inneres Kind mit uns zusammenspielen kann und ich glaub dass wiederum darauf zurückzukehren so dieser Spark ist die Liebe zum Leben.

00:33:29: Und nicht dass ich will jetzt ne Idee haben sondern ich mach Musik Ich bin Musiker.

00:33:34: Nicht ich habe jetzt vor ein Hit zu schreiben, sondern ich setze mich jetzt hin und genieße einfach den Prozess.

00:33:40: Gibt es auch Momente wo manchmal nichts kommt?

00:33:43: Und wie gehst du damit um?

00:33:45: falls ja?

00:33:46: Wo nichts kommt?

00:33:46: nie!

00:33:47: Was er als gerade genannt hat.

00:33:49: manchmal entsteht ein Song und dann hört mein Zuerst da und da muss man auch offen sein wie im Leben.

00:33:53: Ich nehme da oft das Beispiel Du hast einen Ziel Dann fängst Du auf dieses Ziel an dich zu nähern und dann siehst Du aber von diesem Ziel aus Ah nein eigentlich war das das Ziel und auch diese Menschlichkeit zu besitzen, dann auch die Richtung zu ändern.

00:34:07: Und ich glaube das macht es aus.

00:34:09: also wir hatten auch schon Tracks vor, wo wir dann sagten ah nein!

00:34:12: Die Melodie ist geil aber das muss jetzt kein Reggaeton sein und das geht jetzt eher in Richtung etwas mehr Latinisches.

00:34:19: Also wir fahren uns nie fest beim Musikmachen.

00:34:23: Also ich kann mir vorstellen, der Prozess ist sehr langatmig oder manchmal geht es vielleicht auch schneller und das passiert super viel mit diesem ersten Spark.

00:34:33: Und das verändert sich auch nochmal und vielleicht wechselt es noch mal die Richtung?

00:34:37: Wie ist es denn am Ende?

00:34:39: habt ihr... Das Gefühl, ja das ist jetzt das Endergebnis.

00:34:42: Da müssen wir auch wirklich nichts mehr dran fallen oder machen oder vielleicht doch noch mal eine andere Richtung einschlagen.

00:34:49: Ist das für euch so ein Punkt von Ja okay, jetzt kann der Song rausgehen wie er ist?

00:34:54: Oder hat man immer noch das Gefühl, ah!

00:34:56: Vielleicht hätten wir da nochmal ne Kurve nehmen sollen oder das nochmal verändern sollen.

00:35:01: Könnt ihr das beschreiben, wie das für Euch ist?

00:35:04: Also man spielt es einfach.

00:35:05: Das ist halt wirklich auch für Leute die zum Beispiel Am Anfang sind die Kunst machen, das ist super schwierig.

00:35:12: Man sagt ja immer okay wann ist etwas fertig?

00:35:15: und wenn du halt eine gewisse Erfahrung hast, dann spürst es einfach, wenn's fertig ist.

00:35:18: Du weißt einfach ok, genau das ist es.

00:35:23: Wahrscheinlich kommt es über Fleiß oder Übererfahrung aber wirklich mit sich im Reihen sein und einfach spüren.

00:35:30: Man spürt es am ganzen Körper man weiß es einfach.

00:35:34: Man kann es rational nicht beschreiben Das ist reine Intuition, dass man weiß das es fertig ist.

00:35:39: Sonst merkt man auch immer, irgendwas ist hier noch nicht richtig!

00:35:43: Ich kann's nicht beschreiben, ich kanns nicht rational beschreiben aber ich spüre es, dass es noch nicht da ist wo es sein muss.

00:35:49: und wenn es dann da ist was sein muss spürt man es einfach.

00:35:53: Ist das für dich auch so?

00:35:54: Ja genau so und der Weg ist das Ziel.

00:35:57: wie man schon so schön sagt ein Song ist ja nur ein Teil vom ganzen Weg.

00:36:02: Wenn man etwas dazu gelernt hat Falls man neue Inspiration hat, dann kommen die in den nächsten Song.

00:36:08: Also jeder Song ist für sich in der Zeit wo er entstanden ist perfekt.

00:36:12: und wie er sagt man hat dann dieses Gefühl das ist es.

00:36:15: aber das muss man lernen.

00:36:16: so wie alles im Leben muss man eine gewisse Erfahrung haben um dann auch sagen zu können hey so ist es.

00:36:23: ein einfaches Beispiel ist vielleicht wenn man was zeichnet um das vielleicht ein bisschen zu visualisieren dann zeichnen wir dann auf und dann ist schwierig zu sagen jetzt mache ich nicht noch einen Strich Und irgendwann muss man halt ein paar Mal das gemacht haben, wie ihr sagt.

00:36:37: Auch dieser Fleiß den wir beide schon mitbrachten als wir angefangen haben zusammen zu arbeiten er hatte schon sehr lange Erfahrung ich hatte für sehr lang erfahren und diese Komplementierung von uns zwei dieses Verständnis dass man auch trotzdem in der Musikbranche nicht so oft findet dieses absolute Vertrauen in die Intuition und ich glaube es ist schon auch ein Geschenk dass wir das beide uns da so lernen können.

00:37:01: Kannst du uns mal mitnehmen zu deinem ersten Song?

00:37:05: Wie war das, wann war das?

00:37:06: was ist da passiert.

00:37:09: Wusstest du okay jetzt ich schreibe jetzt ein Song oder wie war das für dich?

00:37:13: Ja so der erste Song war da war ich noch ein Kind eigentlich und ich muss ehrlich sagen durch meine Erfahrungen dass man mir oft gesagt hat Ich bin nicht gut.

00:37:20: so wie ich bin habe ich sehr lange gebraucht umzusehen wie talentiert ich bin.

00:37:25: Also das war ein langer, langer Weg und da haben Leute auch wie händrig mir geholfen einfach zu sehen.

00:37:30: Wow okay!

00:37:31: Ich habe etwas in mir was wirklich sehr groß ist und auch durch die Liebe die halt immer der Antrieb war, die Liebe zum schreiben, die liebe zum kreieren und dass das Ziel ist nicht das Endprodukt sondern was wir am meisten genießen wo wir jetzt gerade drin sind.

00:37:49: klar wenn der Song fertig ist sind wir stolz aber dann Das ist vielleicht unser Fluch.

00:37:53: Dann sehen wir schon wieder beim nächsten, also das Fluch und Segen.

00:37:55: Deshalb finden Sie es so erfolgreich.

00:37:57: Aber jetzt werden beide zurückzuschauen und mehr Stolz für uns zu empfinden.

00:38:02: Mehr einmal zu sehen... Scheiße!

00:38:04: Wir haben so viele Platten, so viele Preise, nicht die machen.

00:38:08: Jetzt das nächste, das nächste ... Das muss ein guter Mix sein, weil das nächste macht uns auch erfolgreich.

00:38:14: Aber da müssen wir unser innern Erfolg und das innere Kind auch nähern und einfach mal sagen, wow war das geil!

00:38:20: Wo haben wir das gut gemacht?

00:38:21: Und dieser Stolz dürfen wir noch ein bisschen mehr zulassen.

00:38:24: Da sind wir sehr schweizerisch europäisch.

00:38:28: Ja wie ist das für dich?

00:38:30: Auf jeden Fall also... Wir haben gerade kürzlich darüber gesprochen dass es halt wenn so viel passiert man vergisst halt manchmal ein bisschen zurückzuschauen.

00:38:40: Zum Teil fühlen wir uns eigentlich immer noch, als hätten wir gerade erst angefangen Musik zu machen und sind uns eigentlich gar nicht bewusst was im Außen alles passiert ist.

00:38:48: Und ja da muss man sich schon bewusst manchmal auch einfach ein bisschen zurücknehmen und das Ganze auch anschauen und man darf auch stolz drauf sein auf jeden Fall.

00:38:56: aber wie gesagt es ist halt der Prozess ist für uns des A&O Das ist die Liebe die wir hier spüren.

00:39:05: Deswegen, das Ergebnis draußen und auch der äußere Volk ist halt nicht so wichtig.

00:39:10: Das sind dann andere Faktoren wie man von außen vielleicht gesehen wird was ja trotzdem auch wichtig ist weil ... Der Mensch ist ja ein soziales Wesen da braucht er auch Bestätigung von Außen Man kann sich ja da nicht verschließen aber es ist nicht unsere erste Privo Und man muss halt da wirklich immer ein gutes Verhältnis finden.

00:39:28: So, wir haben jetzt gerade nochmal ganz kurz die Location gewechselt innerhalb des Airbnbs.

00:39:33: Wir sind jetzt auf der anderen Seite auf der Terrasse und haben einen fantastischen Ausblick sind umgeben von Grün.

00:39:42: Und da würde ich gerne auch noch mal ein bisschen mit dir drüber sprechen über die Rolle der Natur spielt die eine große Rolle in deinem Leben.

00:39:51: oder wie bist du aufgewachsen?

00:39:55: Also ich muss sagen immer mehr.

00:39:56: Ich war immer ein Kind, das sehr gerne draußen ist auch mit meiner Tochter.

00:40:00: Das ist in uns Menschen drin und es ist sehr wichtig gerade in diesem Zeitalter wo wir leider zu viel Zeit im Bildschirm verschwenden und dann vielleicht das umherschauen ein bisschen verlieren.

00:40:11: aber das sehe ich und finde ich immer wieder und da hilft auch so eine Stadt wie Meredin Und es gibt einfach dieser Kontrast, der einzigartig ist.

00:40:22: Aber ich glaube die Natur ist alles schlussendlich!

00:40:25: Wir sind Natur und da können wir uns auch nicht davon loslösen so fest dass der Mensch manchmal mal probiert ja und auch zu schätzen was die Natur uns alles gibt.

00:40:34: das war schon immer.

00:40:36: aber bin ich auch viel mehr in dieser Nähe.

00:40:38: mittlerweile

00:40:39: Bist du deine Natur nahe aufgewachsen?

00:40:43: Ja, also Natur nah aufgewachsen.

00:40:45: Wie soll ich sagen?

00:40:45: Ich bin aus Wetzikon in einem sehr urbane Städtchen aber wir haben einen schönen See in der Nähe.

00:40:54: In der Schweiz haben ja viele Seen und auch mit meinem Vater.

00:40:57: Wir waren sehr oft draußen in der Natur ob im Schnee.

00:41:00: das Wasser ist ein Element dass sich sehr liebe als ich kann stundenlang im Wasser sein auch mit meiner Tochter Und durch meine Tochter habe ich das neu entdeckt wieder.

00:41:08: Also es ist sehr schön wie viel man von Kindern lernen kann und von dieser Begeisterung.

00:41:12: Und deshalb predige ich auch oft, dass man den Kindern nicht das ja viel lieber als ein Fernsehen anzumachen geht man raus mit den Kindern in dem Wald und man hat soviel mehr davon und man erinnert sich auch.

00:41:24: Ich sage immer den Leuten was erinnerst du dich wo du gestern noch gescrollt hast?

00:41:28: die meisten erinnern sich an gar nichts aber Sachen die man wirklich in der Natur erlebt sie bleiben um die Erden einem auch und das ist sehr schön.

00:41:36: Wo und wie tankst Du auf?

00:41:38: Deine Akkus?

00:41:40: Ganz klar mit meiner Tochter.

00:41:42: Ich fange dann gleich ein zu weinen fast, weil sie ist mein Motor.

00:41:46: Wegen ihr habe ich auch alles erreicht.

00:41:48: Sie hat meinen Leben verändert.

00:41:50: Ja, sie isst mein Alles und meine Tochter ... ja, sie zum Beispiel ist sehr naturnah, sehr interessiert.

00:41:56: Wir haben auch eine Abmachung dass sich in Baumpflanze pro Mal das ich hier hinfliege so auch dieses Bewusstsein Dass ich sehr auch unterstütze.

00:42:05: Mit ihr tanke ich sehr sehr viel Und ich lerne jetzt aber und muss das auch noch viel lernen, mit mir selbst Energie zu tanken.

00:42:13: Ich will es jetzt nicht problematisch nennen sondern dieser Stärke die wir haben dass wir immer getrieben sind noch weiterzugehen und noch mehr zu machen.

00:42:21: Und natürlich beim Musikmachen also... Das ist meine Welt die vielleicht das Schwierige ist, dass sie für andere... Schau mal wie schön die Schmetterlinge

00:42:31: da!

00:42:32: Ein riesengroßer Schmettering Braun und orange außen mit ein bisschen weiß.

00:42:39: Ja, ich würde sagen das lerne ich im Moment auch mehr mit mir selbst zu sein und das schätze ich auch sehr in der Schweiz diese Wälder die wir haben.

00:42:47: aber ich glaube die Natur finde ich jetzt immer mehr um auch für mich alleine Energie zu tanken.

00:42:53: Aber sonst kann es klar meine Tochter Eicher

00:42:57: Was würdest du sagen wenn jemand nach Medellin kommt dennoch nie hier gewesen ist?

00:43:02: was sollte man unbedingt erlebt haben?

00:43:04: aus deiner Perspektive?

00:43:06: Die Straße, also das Leben mit den Leuten.

00:43:09: Also die Leute mehr sogar als die Natur ist die Natur des Kolumbianers sein.

00:43:15: habe ich auch gerade mit Camilo darüber gesprochen dass es einfach was einzigartiges ist dass du mit einem fremden leicht mal zwei Stunden irgendwo sprechen kannst und auch das aufzunehmen nicht zu viel zu planen.

00:43:29: Der Tourist aus Europa oder auch aus Asien will immer das noch sehen.

00:43:33: Das Plan nicht zu viel, kommt zuerst mal an und nimmt die Stadt auf aber macht besser nicht so viele Pläne sondern geht mit dem Flow.

00:43:41: Wir gehen jetzt auch mit dem flow und zwar zur Mandarine, die mich da hinten schon anlacht.

00:43:47: Genau!

00:43:50: Warmus!

00:43:54: Ja diese Guteaus- oder schon überreifen?

00:43:56: Die sind eigentlich gut aus, aber schauen wir mal rein

00:44:02: Der Duft kommt von Dreck.

00:44:05: Das ist auch eine starke Erinnerung an meine Kindheit, dass man einfach Früchte pflücken kann und essen kann.

00:44:11: Riecht sehr frisch, auch sehr zitronig?

00:44:14: Ja es sind ein bisschen säurer als bei uns.

00:44:18: aber ich glaube das hat auch damit zu tun weil bei uns kommen die halt von anderen Ländern reifen nicht am Stamm und dann dies jetzt noch nicht ganz so reif.

00:44:29: aber ich mag das wenn sie ein bisschen sauer heißt.

00:44:31: Ich mag auch lieber sauer als süß.

00:44:36: Sehr sauer!

00:44:37: Wir haben jetzt schon viele gepflückt.

00:44:42: Wie heißt es, sauer macht lustig?

00:44:44: Na ja, stimmt schon mal, wir lachen.

00:44:51: Ja und damit verabschieden wir uns von Loco und auch aus Medizin.

00:44:56: Für mich war es super spannend, mal ein bisschen hinter die Kulissen zu sehen und Einblicke in ein Leben zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten zu bekommen.

00:45:05: Übrigens gibt's auch einen Video über Lokoszeit in Kolumbien – und zwar auf dem YouTube-Kanal von Edelweiß der heißt Fly Edelweis!

00:45:15: Dort gibt es übrigens jetzt auch ein Video zu meiner Podcastreise durch Kolumbian.

00:45:20: Bei den Traveltales geht es nun auch so langsam dem Ende der Staffel entgegen, aber noch nicht ganz.

00:45:27: Denn in der nächsten Folge nehmen Erik und ich euch wieder mit hinter die Kulissen unserer Podcastproduktion aus Staffel drei.

00:45:35: Inklusive ein paar Nähkästchen-Plaude rein zu Eriks' und meiner Reise in dieser Staffel.

00:45:42: Blatt also unbedingt dran!

00:45:43: Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!

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