Kreta
Shownotes
Kalimera! In dieser Reportage-Folge von Edelweiss Travel Tales nimmt Host Erik Lorenz Euch mit auf die griechische Insel Kreta. Gemeinsam mit seinem Mann Cedric und Sohn Luka entdeckt Erik eine Insel, deren Geschichte, Natur und Gastfreundschaft sich überall miteinander verbinden. Zum Auftakt geht es in die Hafenstadt Rethymno im Norden der Insel. Danach führt die Reise in die Asterousia-Berge im Süden der Insel. Im Dorf Vagionia trifft Erik Catia Letizia, die sich vor Jahren in Kreta verliebt hat und mit ihrem Mann Dimitri die Villa Eleftheria mit hunderten von Olivenbäumen und ein paar Gästezimmern betreiben. Von dort geht es weiter auf eine Wanderung mit Guide Ian Yates in die Kandanos-Schlucht im Westen Kretas, auf der Erik einiges über die Geschichte Kretas lernt.
An der Südküste erreicht die Reise Paleochora, einen entspannten Ort zwischen zwei Stränden, dem Libyschen Meer und den Weissen Bergen. Mit Sofia von Paleochora Discover und Captain Pavlos fahren Erik und seine Familie hinaus an die raue Küste und besucht türkisfarbene Buchten und Gialiskari Beach.
In einem traditionellen kretischen Restaurant lernen Erik und Cedric die Küche der Insel kennen. Frische Zutaten, Gemüse und Olivenöl aus der Region und vor allem: eine große Portion Gastfreundschaft.
Wie in jeder Folge gibt es jede Menge konkrete Reisetipps und Empfehlungen für alle, die Kreta jenseits der bekannten Postkartenmotive selbst entdecken möchten.
Und das Beste: Erik war für euch nicht nur auf Kreta, sondern auch auf Korfu unterwegs! Die Folge erscheint in ein paar Wochen, also seid gespannt!
Neue Folgen der Edelweiss Travel Tales erscheinen alle 14 Tage freitags. Am besten abonniert Ihr den Podcast, damit Ihr keine Folge mehr verpasst!
Mehr Infos zu den Gästen und Orten dieser Folge: Thalori Traditional Ecotourism Village: https://www.thalori.com/ Catia Letizia / Villa Eleftheria: https://villa-eleftheria.gr/ Paleochora Discover: https://www.paleochoradiscover.com/ Hotel Polydoros / Sofia Markoulakis: https://hotelpolydoros.gr/
Mehr Infos über unsere Hosts Erik Lorenz und Janna Olson: Erik Lorenz ist Autor und Herausgeber zahlreicher Reisebücher, u. a. für die Reihe „Lesereise“ des Picus-Verlags und für den Malik/Piper Verlag sowie National Geographic. Er studierte in den Niederlanden, in Hongkong und Grossbritannien, lebte anderthalb Jahre in Australien und bereiste unter anderem Südostasien, China und Jordanien. 2017 gründete er den Podcast WELTWACH, in dem er – wie auch im englischsprachigen Ableger UNFOLDING MAPS – Gespräche mit prominenten Abenteurern und Abenteurerinnen moderiert. Momentan lebt er in New York.
Vor einigen Jahren krempelte Janna Olson, gelernte Sprachtherapeutin, ihren Alltag in Deutschland komplett um und machte sich auf, um für mehrere Jahre in Neuseeland, Australien und Indonesien zu leben. Seit nunmehr über 5 Jahren arbeitet sie fest als Redakteurin und Podcastproducerin und immer wieder auch vor dem Mikro für den WELTWACH Podcast. Derzeit lebt sie in Portugal. Mehr dazu hier: https://weltwach.de/
Mehr Infos über Edelweiss: Edelweiss ist die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft und fliegt Euch ab Zürich weltweit zu über 100 Traumzielen in über 30 Ländern. Egal, ob Strandferien, pulsierende Metropolen oder spannende Kulturen: Edelweiss bietet für jeden Ferientraum das richtige Ziel. Das Beste: Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Flugpreis immer inbegriffen. https://www.flyedelweiss.com/ch/de/home.html
Transkript anzeigen
00:00:01: Wir sind umringt von Bergen, von Hügeln.
00:00:05: Von mit unter wirklich steilen steilen hochaufragenden Felsklippen.
00:00:11: und vor mir direkt hinter den Ziegen vertieft sich der Hang zu einer ganz schmalen Spalte eine Schlucht die Steilhang abwärts führt bis hinunter ins Meer das weit unter uns liegt und auch von ihr oben sichtbar ist.
00:00:27: Es ist einer der spektakulärsten Orte, die wir auf Kreta besuchen und Markus ist ein besonders beeindruckender Mensch.
00:00:34: Weshalb ihr genau hier auch gleich in die Folge einsteigen.
00:00:37: Auch wenn sein Englisch mitunter etwas schwer zu verstehen ist es lohnt sich versprochen.
00:00:42: Später in der Folge treffen wir dann auch noch etliche wahnsinnig spannende deutschsprachige Personen.
00:00:47: Bleibt dafür also unbedingt auch dran, aber jetzt machen wir erst einmal einen kleinen Schritt zurück und zwar zu unserem ersten Morgen hier auf Kreta und den haben wir in der Stadt Rethymno verbracht eine gute Fahrtstunde entfernt von der Hauptstadt Heraklion.
00:01:01: Es ist
00:01:01: unser erster Morgen auf Kreter.
00:01:05: die Luft ist lau.
00:01:07: Das hektische Treib New Yorks, wo wir leben liegt plötzlich sehr weit weg.
00:01:11: Und wenn ich sage, wir dann mein ich in diesem Fall meine Familie mit der ich gemeinsam reise meinen Mann Cedric und unseren knapp einjährigen Sohn Luca.
00:01:21: Ich bin gespannt ob dieses gemeinsamen unterwegs sein sogar womöglich auch den Blick auf das was ich, was wir hier erleben verändert.
00:01:31: Auf die Orte die wir besuchen, auf die Menschen denen wir begegnen.
00:01:35: In den kommenden Tagen werden wir uns auf dem Weg machen, quer über diese Insel.
00:01:40: Und wir werden durch Schluchten wandern in abgelegenen Bergdörfern übernachten.
00:01:46: Wir werden Ort entdecken die fast verschwunden wären und wir möchten dabei sprechen über Geschichte von der Antike bis in die Gegenwartung.
00:01:55: da gibt es hier in bzw.
00:01:57: auf Greta wahrlich genügend Themen.
00:01:59: Wir möchten sprechen über die Natur und ihren Schutz, über die kretische Küche.
00:02:03: Über Traditionen, über das Leben hier vor Ort.
00:02:07: Das sind jedenfalls die Themen, die uns interessieren!
00:02:10: Wir möchten also herausfinden was diese Insel ausmacht Und zwar jenseits der Postcard Motive.
00:02:16: Mal schauen welcher Einblick uns Kräter tatsächlich ermöglicht.
00:02:20: Schön jedenfalls dass ihr mit dabei seid.
00:02:23: Und damit herzlich willkommen zur neuen Folge von Edelweiss Travel Tales, dem Podcast der Airline Edelweis.
00:02:30: Der führenden Schweizer Ferienfluggesellschaft in nämlich alle vierzehn Tage mit spannenden Persönlichkeiten spreche dir einen besonderen Bezug zu einem Reiseziel haben und mit ihrer Hilfe versuchen wir dann in dieser Show euch Einblicke zu schenken in unterschiedliche Orte und ihre Menschen und euch Lust aufs Entdecken zu machen.
00:02:47: ja und manchmal brech ich auch selbst auf wie In dieser Folge.
00:02:51: Ich bin Erik Lorenz, Autor und Podcaster.
00:02:54: Vielleicht kennen mich die einen oder anderen auch schon als Gründer und Stimme des Abenteuer- und Reisepodcasts Weltwach Und in dieser Folge nehme ich euch also mit nach beziehungsweise auf Kreta.
00:03:05: Los geht's!
00:03:12: Travel Tales der ReisePodcast von Edelweiß.
00:03:22: Ich befinde mich im Rethymno.
00:03:24: Das ist eine wunderschöne Stadt Mit einer ganz besonderen Altstadt.
00:03:28: insbesondere Eine mächtige Vortesser steht hier, eine venizianische Festung aus dem sechzehnten Jahrhundert.
00:03:34: Sie sollte die
00:03:35: Stadt eins vor Piraten schützen allerdings vergeblich denn nur wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung wurde der Rethymno von osmanischen Truppen erobert und genau dieses nebeneinander spürt man bis heute.
00:03:47: Venizianen Bögen und Akkaden und dazwischen dann plötzlich eine Moschee mit Minaret.
00:03:54: Dieses historisch bedingte Nebeneinander unterschiedlicher kulturelle und religiöse Einflüsse wird immer wieder deutlich, ob am Venetianischen Hafen aus dem XIV.
00:04:03: Jahrhundert mit dem ägyptischen Leuchtturm den erwähnten Moscheen oder der griechisch-orthodoxen Kirche der vier
00:04:10: Märtyrer,
00:04:11: deren Glocken nun zu Leuten
00:04:12: beginnen!
00:04:18: Wir wandern hier gerade durch die engen Gassen der Altstadt.
00:04:21: Die sind überall gesäumt von blühenden, pinken Kletterpflanzen.
00:04:24: Eine Taverne reiht sich an die nächste.
00:04:26: Wir haben ja auch gestern Abend schon ganz, ganz lecker gegessen.
00:04:29: und mitten drin der Rimondibrunnen vom Sechzehnhundertsechsundzwanzig, an dem seit Jahrhunderten also das Wasser sprudelt.
00:04:37: Und dass es auch das Sprudeln, das Pletsche an das ihr hier die ganze Zeit im Hintergrund hört... Ich stehe nämlich an diesem Brunnen uralt und wird auch immer noch genutzt.
00:04:47: Das Plätschern, das Geräusch hat sich gerade verändert.
00:04:49: Es liegt daran dass jetzt hier gerade eine Dame einen Wischmob einmal in diesen Brunnen gestellt hat dort wo das Wasser einem ganz kleinen schmalen Strahl rausströmt und damit jetzt beginnt den Platz zu säubern an dem sich dieser Brunn befindet.
00:05:05: Von hier aus begeben wir uns also auf unsere Erkundungstour der Gesichterkräters.
00:05:10: Und ein Ort, den ich euch direkt jetzt vorstellen möchte ist der Ort an dem wir gemeinsam mit Markus und seinen Schafen und Ziegen
00:05:17: gerade schon
00:05:18: eingestiegen sind.
00:05:19: Nach den Ziegen werden nun auch die Schafe
00:05:21: gefüttert.
00:05:28: Ein wunderschöner morgendlicher Anblick!
00:05:30: Ein Gatter wurde geöffnet.
00:05:33: Auf den offenen Wiesen und Hängen waren die Schave die Nacht über unterwegs Und jetzt gibt es Frühstück und dementsprechend wurden ja einige Tröge
00:05:42: gefüllt.
00:05:44: Und die Schafe jetzt gerade reingelassen aufs Gelände, hier könnt ihr hören sie sind sehr beguerig!
00:06:01: Während die Tiere schnabulieren lassen wir uns an einem Holztisch am Außenwand eines Stahls nieder.
00:06:07: Wir befinden uns tief in den Asterusia-Bergen im Süden Kretas auf ungefähr siebenhundertfünfzig Metern Höhe.
00:06:15: Und hier liegt ein Ort, der wirklich ein ganz besonderes ist und der wir im Hintergrund hört auch Luca begeistert.
00:06:21: Ein Ort, das fast verschwunden wäre und der
00:06:23: heute aber
00:06:24: ein ganz neues Leben gefunden hat.
00:06:26: Dieser Ort heißt Talori!
00:06:28: Der Wekiherr war lang und kurwig.
00:06:31: die Serpentinen schraubten sich so eng es überhaupt nur möglich ist denn die Landschaft hie rein und hienauf Und hier oben ist die Natur kark und abgeschieden.
00:06:41: Als wir hier angekommen sind, war alles ganz ruhig fast zeitlos.
00:06:45: Alte Steinhäuser schmiegen sich an den Hang, ziehen über die Hänge der Blick recht bis weit hinaus zum Liebischen Meer.
00:06:54: Es ist eigentlich komfortstellbar dass dieses Dorf aus diesen uralten Steinhäusern mal fast verlassen war.
00:07:01: Das Bergdorf von dem ich hier spreche heißt Capitaniana.
00:07:04: Vor ein paar Jahren lebten hier nur noch wenige Dutzend Menschen, während die meisten Gebäude um sie herum vervielen.
00:07:11: Capitaniana wurde langsam zu einem Geisterdorf aber dann Kamakus Godalakis.
00:07:16: Er kennt den Ort seit seiner Kindheit, spielte in den nahegelegenen Bergen und Schluchten – er begann, die verfallenen Häuser nach und nach aufzukaufen und wiederherzurichten.
00:07:26: Das Ergebnis?
00:07:27: Ein traditionelles Ökotourismus Dorf und Retreat namens Talori!
00:07:32: Jetzt geht es erst einmal an einem Ort ganz in der Nähe weiter, in einem ausgedehnten grünen Tal das zu Füßen jener Asterozerberge liegt, in dem sich das Tallori Retreat von Markus befindet.
00:07:48: Wo stehen wir gerade?
00:07:49: Wir sind jetzt auf der Dachterrasse und haben diesen wunderschönen Ausblick über unser Tal des Messaratal.
00:07:59: Der Fahrer da, der gerade mit seinem Lautsprecher spricht.
00:08:02: Was hat er auf dem Herzen?
00:08:03: Er möchte gerne Wassermelonen verkaufen.
00:08:06: Wahrscheinlich hier bei euch im Tal unter anderem angebaut werden?
00:08:08: Ja!
00:08:09: Das ist ein Bauer bestimmt, der sie jetzt gerne loswerden möchte.
00:08:13: Ein
00:08:13: weitestweites Tal und tatsächlich soweit ich das sehe zu allen Seiten von Bergen umgeben.
00:08:19: Also das sind die Asterozia-Berge.
00:08:21: Das ist der südlichste Gebirge von Europa.
00:08:24: Sie deutet in eine andere Richtung.
00:08:26: Dort erhebe sich das Ida-Gebirge, ein über zweitausend Meter hohes Massiv aus dem sich der Psiloritis erhebt – der höchste Berg Kreatas und der Legende nach Geburtsort von Zeuss.
00:08:37: Umschlossen von all diesen Bergen befindet sich die Ortschaft Vajonia und hier lebt meine Gesprächspartnerin an einem wunderbar verwinkelten Haus, von dessen Dach wir übers Tal
00:08:47: blicken.".
00:08:48: Und das Tal?
00:08:49: Das nimmt einen Sechstel von ganz Krete ein!
00:08:52: Und das ist eigentlich der Garten von Kreta, weil es so fruchtbar ist.
00:08:56: Der Garten vom Kreta!
00:08:58: Deshalb war ja also gerade der Händler mit seinen Belohnen unterwegs und deshalb hat auch meine Gesprächspartnerin hier wie die allermeisten anderen Einheimischen auch üppige Gärten.
00:09:07: Bevor wir die besichtigen bitte ich sie sich uns beziehungsweise euch einmal vorzustellen.
00:09:13: Also ich bin Katja Letizia.
00:09:16: Ich komme ursprünglich aus der Schweiz habe mich aber Ich habe sie in Kreta verliebt und wusste dann gleich, als ich hier angekommen bin.
00:09:27: Irgendwann werde ich hier leben wollen.
00:09:30: Von da an habe ich meine Zukunft auf Kreta angefangen zu planen.
00:09:34: Und vor elf Jahren bin ich dann wirklich definitiv hierher ausgewandert.
00:09:39: Du hast den Plan wahrgemacht?
00:09:41: Richtig, genau.
00:09:42: Ist das nicht
00:09:42: bei einem Traum geblieben?
00:09:43: Nein!
00:09:44: Ich hab meinen Traum verwirklicht...
00:09:46: Was war's
00:09:47: damals an Kreta, dass dich ... so in Verzücken gesetzt hat, dass du mehr oder weniger sofort wusstest hier liegt meine Zukunft.
00:09:55: Das ist ganz schwierig zu erklären.
00:09:58: das ist eigentlich nur ein Gefühl gewesen.
00:10:01: ich bin gelandet auf Kreta und da wusste ich, dass.
00:10:05: ich habe diese Luft eingeatmet und die Landschaft gesehen und es war wie eine Anziehungskraft von ganz
00:10:13: tief.
00:10:14: ja ich hab mich wie Zuhause gefühlt habe mich noch nie so gefühlt weder in der Schweiz, wo ich geboren bin.
00:10:20: Noch in Italien, wo mein Vater herkommt, hab ich jemals dieses Gefühl von Heimat richtig gehabt und es war schon bei der Ankunft das Gefühl
00:10:30: da.".
00:10:30: Es fällt ja also schwer die genaue Ursache des unmittelbaren Gefühls zu ergründen dass sie damals überkam.
00:10:37: was sie aus heutiger Sicht aber ein Kreter schätzt und liebt Das kann sie natürlich durchaus beantworten.
00:10:42: zum einen wäre da die Natur.
00:10:43: Die Natur ist schon einmalig, weil das ist ja wie ein kleiner Kontinent.
00:10:48: Man hat eigentlich alles hier was man sich wünschen kann und es ist nie langweilig, man fährt fünf Minuten und schon ist die Landschaft komplett anders – Wälder, Flüsse, Seenberge, dass mehr immer überall diese vielen Olivenbäume gibt.
00:11:06: kleine Dörfer größere Dörferstädte
00:11:10: Es
00:11:10: fällt wirklich an nichts, aber alles so auf kleinem Raum.
00:11:14: Neben der Natur sind das vor allem die Menschenkreters und ihre Lebensweise, die ihr Herz erobert haben.
00:11:20: Ich finde auch diese Lebensphilosophie der Menschen sehr gut, dass sie eigentlich im Heute leben und dass sie sehr viel für das Miteinander tun.
00:11:29: Sie geben aufeinander acht, sie teilen – und sie sind für die Familie und für Freunde
00:11:37: da!
00:11:37: Du hast übrigens auch ein Buch geschrieben, das ist auch
00:11:39: nicht unerwähnt.
00:11:40: Bleiben
00:11:40: über deinen Weg und dein Neu-Anfang hier auf Kreta.
00:11:43: Du hast eine Website, auf der du einige sehr schöne Sachen schreibst.
00:11:46: Ich erlaub mir mal kurz zu zitieren, du schreibest ... Die Begegnungen mit den Einheimischen und den Besuchern aus der ganzen Welt haben mein Leben in einer Weise bereichert, die meine Vorstellungskraft überstieg.
00:12:12: Endlich habe ich alle Freiheiten, die ein Wildmensch braucht um sich auszuleben.
00:12:17: Ungeahnte Möglichkeiten eröffnen sich wenn man bei der Ausgestaltung des Hauses beim Anbau des Gemüses und bei der Tierzucht freie Hand hat.
00:12:26: Wir haben uns unser eigenes persönliches Paradies geschaffen.
00:12:29: Das erklärst du dann auch weiter, füllts das mit Leben aber Es klingt wirklich so, als wärst du mit Haut und Haaren in deinem Leben angekommen.
00:12:37: Ja das ist so!
00:12:38: Was ist ein Wildmensch?
00:12:39: Beziehungsweise was macht dich zu einem Wildmenschen?
00:12:42: Das ist jemand der eigentlich immer seinen Herzen folgt... ...der sich nicht so viel von den gesellschaftlichen Zwängen leiten lässt.
00:12:54: Ich hab das Gefühl mit dieser Einstellung bist du hier genau richtig.
00:12:58: Das
00:12:58: stimmt, das passt natürlich auch zu den Krätern die sich ja auch eigentlich nicht viel gefallen lassen.
00:13:04: Ist das so?
00:13:05: Ja!
00:13:05: Das ist eigentlich sehr interessant, die Geschichte von Kreta.
00:13:08: Die waren ja immer unterdrückt von verschiedenen Völkern.
00:13:13: Die haben aber auch immer für ihre Freiheit gekämpft und sie sind auch sehr stolz darauf auf diese Einstellung dass die sagen wir kämpfen für unsere Freiheit und wenn wir das auch mit dem Tod bezahlen müssen das nehmen wir in Kauf.
00:13:27: Wir lassen uns nicht von Fremden Herren rumkommandieren.
00:13:31: Das ist ja klar.
00:13:32: Bekannterweise, während des Zweiten Weltkrieges durch die deutschen Phasen passiert.
00:13:37: Aber du sagst früher auch schon ... Ich weiß, die Venezianer waren hier, die Türken und die Osmanen waren hier.
00:13:43: Es gab verschiedenste Reiche, die Kräter vorübergehend besetzt hielten?
00:13:48: Ja es war eigentlich selten hier richtig Ruhe.
00:13:51: Es war immer Krieg, es war immer Besetzung weil halt diese Mittel mehr Inseln.
00:13:58: Die waren halt strategisch sehr wichtig.
00:14:01: Strategisch wichtig historisch, dadurch natürlich
00:14:03: aber auch geschichtlich.
00:14:04: Sehr, sehr spannend was hier alles so passiert ist im Laufe der Jahrhunderte und der Jahrtausende Und wenn man besonders weit zurückgeht Besonders spannend.
00:14:12: dann kommen wir irgendwann in das Reich Der Mythen und der Sagen.
00:14:15: und auch da hat sich auf Kreter Wenn man den Geschichten glauben möchte sehr viel abgespielt.
00:14:20: Kaum ein Ort Europas ist so eng mit den großen Mythen der Antike verwoben wie Kräter.
00:14:25: Hier soll, wie gerade schon erwähnt, Zeus geboren worden sein.
00:14:28: Hier herrschte der legendäre König Minos, hier entstand der Sage nach das Labyrinth des Minotauros.
00:14:34: auch dazu kommen wir später noch mal kurz zu sprechen.
00:14:36: und von hier aus soll Icarus seinen berühmten Flug begonnen haben.
00:14:40: Ob historisch oder nicht?
00:14:41: Diese Geschichten prägen den Blick auf die Insel bis heute.
00:14:47: Na ja, gewissermaßen wie Schauplätze einer Welt erscheinen in der Götter und Menschen noch miteinander wandelten.
00:14:54: Im Geschichte geht es auch einen Tag und eine rund zweihundert Kilometer lange Autofahrt später die uns über spektakuläre Routen an die Nordküste und dann durchs bergige Landesinnere bis weit in den Westen der Insel führt.
00:15:06: Hier in den Ausläufern der Weißen Berge dem flächenmäßig größten Gebirgsmassiv Kreatas befindet sich die Kandanas-Schlucht.
00:15:17: Wir wandern hier gerade durch Kandanos-Schlucht, eine der weniger bekannten aber geschichtsträchtigsten Schluchten Kretas.
00:15:26: Und der Weg führt uns gerade durch eine Kargelandschaft, durch eine steinige Landschaft vorbei an alten Trockenmauern, vorbei an knorrigen Bäumen und auch den Überresten eines uralten Pflasterweges, der schon in der Antike und später dann auch von den Römern genutzt wurde.
00:15:43: Das heißt also Schritt für Schritt folgen wir hier nicht nur einem Wanderpfad, sondern auch einer historischen Verbindung zwischen Nord- und Südküste der Insel.
00:15:53: Und in der Ferne hört man – hier sind wir gerade erst losgegangen – gelegentlich noch das eine oder andere Auto.
00:15:58: ansonsten ist es ganz, ganz still!
00:16:01: Nur das Zürbnetzikaden, ein paar Vögel, das Knirschen der Steine unter unseren Schuhen und zwischendurch immer wieder der weite Blick über die umliegenden Berge mit kleinen Bäumchen bewachsen Mit Gräsern, mit kleinen Pflanzen.
00:16:16: Mit Thymian und Oregano nachdem es hier auch riecht und duftet.
00:16:20: Und ich bin hier unterwegs gemeinsam mit meinem Mann Cedric Gemeinsam mit Luca Der bei Cedrick hinten auf dem Rücken breit grinsend im Rucksack sitzt und hin und her schwingt.
00:16:30: Ich bin hier mit Ian Yates der ein Brit ist Denes nach Kreter verschlagen hat oder Aufkreter Und er mittlerweile... Na man kann denke ich schon sagen Ein absoluter Experte ist für die hiesige Natur.
00:16:43: Vielen Dank, dass Sie uns schon so weit herkommen.
00:16:47: Das sehr schöne Hike.
00:16:48: Ihr
00:16:49: seid willkommen!
00:16:49: Es ist eines meiner liebsten Walken.
00:16:51: Ein schönes und gentel-sicherer walk, gut für alle.
00:16:55: Und voll der Geschichte.
00:16:57: und auch die wunderschöne
00:16:59: Natur.
00:16:59: Was sehen wir jetzt?
00:17:00: Du hast gesagt es ist eine Ihrer liebster Hikes.
00:17:03: Vielleicht kannst du dir erklären, warum das ein bisschen
00:17:12: beschreiben kann was passiert.
00:17:16: Ich denke, weil man so viele Landschaften hat, aus denen man startet...
00:17:27: Die Wanderung fühle sich also anders an als viele andere Schluchtenwanderungen auf Kreta.
00:17:32: Damit spricht Ian den Umstand an, dass es auf dieser Insel ganz viele fantastische Schluchte zum Durchwandern gibt.
00:17:38: Die bekannteste und populärste, damit in der Hauptsaison auch nicht unbedingt einsame ist die Samaria-Schlucht.
00:17:45: Eine andere ist die Imbroßschlucht – es gibt viele weitere wunderschöne Optionen.
00:17:49: Jürgen hat für heute eine Schlucht vorgeschlagen, die beinahe unbekannt ist.
00:17:53: Während der gesamten Wanderung werden wir keinen einzigen anderen Menschen
00:17:57: treffen.".
00:17:57: Ich muss sagen,
00:17:58: was mir schon sehr ungewöhnlich ist, ist die Reise selbst.
00:18:01: Denn wir sind auf der Seite des Gorges.
00:18:05: Wir sind nicht unten am Boden oder oben am Topf, wir sind eigentlich
00:18:15: halbwegs unten.
00:18:17: Das bedeutet, dass es zu unserer Righte liegt.
00:18:31: Es gibt fast eine Droppe und das Gorge selbst ist unter uns.
00:18:36: Und nach links, wo wir vorhin gehen, auf der anderen Seite des Dorfes, durch diese Klippen.
00:18:43: Und das Path ist schön!
00:18:44: Ich glaube es ist auch sehr interessant in der Geschichte.
00:18:49: Ja, es war originally ein Dirt-Track, welches die Stadt Floria von Candonos verbunden hat und dann im Jahrzehnt, die Villager haben entschieden, diesen wundervollen Path zu kreieren, den Sturmwerk, den ihr hier seht.
00:19:01: Die Villagen haben sich selbst besucht.
00:19:04: Es steht, dass er das letzte ist...
00:19:09: um das nochmal kurz zusammenzufassen.
00:19:11: Wir folgen nicht einfach einem Trampelpfad durch die Schlucht, sondern einen sich wunderschönen windenden Weg der sich auf der einen Seite der Schlucht auf halber Höhe an den Felswänden langzieht erbaut in den neunzehnhundertzwanzigern aus mührvoll von Hand bearbeiteten und aufgetürmten Steinen alles auf Initiative der lokalen Dorfbevölkerung.
00:19:31: Die Konstruktion wurde von den Rocks gechippt.
00:19:36: Es muss so viel Arbeit
00:19:38: sein, wie wenn wir hier stoppen.
00:19:41: Hier
00:19:42: sieht
00:19:43: man Mountain Cliffs mit hohen Wallen aus Hand-Katztönen.
00:19:51: Die Halt,
00:19:51: die Höhe hoch ist wie das Wall von China.
00:19:54: Das ist wahrscheinlich ca.
00:19:56: zehn Meter hoch.
00:19:57: So sieht man es dann aus.
00:19:58: Und
00:19:59: auf top ist der Weg?
00:20:00: Auf
00:20:01: top ist das Weg mit dieser kleinen Narrow-Walle.
00:20:03: Aber Frauen und Kinder wurden über die Wolle auf den Röpeln gelaufen um die Rocks in Ordnung
00:20:08: zu bringen.
00:20:09: Frauen und Kindern?
00:20:09: Ja, Kinder von den Villagen.
00:20:11: Während die Männer arbeiteten, alle die Rocken zu knackern und sich selbst auf dem Weg zu machen.
00:20:16: Ein tolles Fett des Engineers!
00:20:18: und es geht auf für Kilometer und Kilometer.
00:20:20: Die Führung
00:20:21: von Engenieuren, und durch die Local-Villagern.
00:20:23: ist das so impressiv zu mir.
00:20:25: Das ist das Fakt, dass
00:20:26: sie, wie bei der Armee ... Sie
00:20:27: waren nicht bereit, sie haben zusammengekommen und haben eine Vision für einen wunderschönen
00:20:34: Weg gebildet.
00:20:34: Du denkst, dass jemand etwas über Kriterien sagt?
00:20:37: Ich denke, er
00:20:38: zeigt ihre Determination in dem, was sie wollen tun.
00:20:42: Es zeigt auch den Mindest des Menschen dieser Region.
00:20:52: Bevor wir aber noch tiefer in die Geschichte dieser Schlucht einsteigen, frage ich ihr nach seiner eigenen Geschichte.
00:20:58: Er erzählt, er käme ursprünglich aus Süd Wales an Großbritannien.
00:21:02: Er habe seine Heimat verlassen als er siebzehn war und ging zum Militär.
00:21:06: Die nächsten dreiundzwanzig Jahre machte ich das was man mir sagte, erzählt er.
00:21:10: Ich befolgte Befehle!
00:21:22: Befehle, nehme er zwar immer noch entgegen schon allein weil er verheiratet sei aber ansonsten genieße er es machen zu können wonach ihm der Sinn steht.
00:21:30: Denn nach seiner Karriere beim Militär ging er mit nur vierzig Jahren in den Rohrstand.
00:21:36: Mit einer vergleichsweise überschaubaren Rente zog er dann mit seiner Frau nach Kreta, wo die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger sind als in seiner britischen Heimat.
00:21:50: Er nutzt seine Freiheit vor allem um die Natur der Insel zu erkunden, zu genießen und anderen zugänglich zu machen indem er Wanderführer schreibt und auch selbst Wandergruppen führt – alles ehrenamtlich bzw gegen freiwillige Spenden für einen guten Zweck!
00:22:05: Es ist nichts besser zu mir, als auf einen Tag so auszubekommen und zu zeigen, dass die Leute etwas, das wir nie sehen können.
00:22:12: Und warum Crete?
00:22:14: Ich liebe den Fakt, dass es ein sehr großes Land ist, da gibt es so viel zu sehen und zu tun!
00:22:18: Du hast alle diese Dinge, die du an deinem Stil stehst, wenn du sie willst.
00:22:21: Oder wenn du jemanden kennst, kannst du dich zeigen.
00:22:25: Und es ist ein Klischee, aber die Menschen sind auch so freundlich und willkommen.
00:22:28: Wenn Sie eine Kretenfreunde machen, sind sie deine Freundin für Leben.
00:22:33: Ich glaube, da gibt es sogar
00:22:35: eine Worte für das?
00:22:36: Die Worte der Hospitalität zu Ärzten ist Philoxinier.
00:22:40: Das ist ein inbildes... Was ist das Wort, was ich hier schaue?
00:22:44: Nicht ein Gefühl.
00:22:45: Eine
00:22:45: Artikulierung?
00:22:46: Ja, eine Artikule!
00:22:47: Ein guter Wort.
00:22:47: Es ist eine inbilde Artikula, dass du dich für Ärzte anstelle und sie in deinem Zuhause welken.
00:22:52: Es wird einen wundervollen Gefühl sein, auf dem Erwachsenen
00:22:57: zu sein.
00:22:58: In den Falle des Natural-Beautys, das ich so wichtig finde zu dir, war dieses Das ist mein Ort oder Moment, wenn man wirklich einen Sieg übernimmt.
00:23:08: Wenn du dir gedacht hast, wow das ist eigentlich mein
00:23:10: Ort.
00:23:11: Es gibt noch nie einen bestimmten Moment, aber viele kleine Dinge.
00:23:15: Einmal ein Korner drehen und dann siehst du eine Sicht.
00:23:18: Und es regnet dich einfach durch den Kopf.
00:23:21: Einfach nur die Becher.
00:23:23: Es hat einfach eine natürliche Sicht, dass ich nicht helfen kann, sondern Liebe.
00:23:28: Und ich finde es sehr schwer, wie ich fühle.
00:23:31: Dein Gesicht spritzt viel.
00:23:32: Du schaffst, deine Augen sind glücklich.
00:23:34: Also musst du es wirklich lieben!
00:23:35: Ich glaube,
00:23:36: das ist eines der schönsten Islands, die man visitieren kann.
00:23:40: Man kann hier alles machen.
00:23:42: Wenn du einen Bungee jumpen willst, kannst du für ein Bungee-Jump auf den Arrediner Gorgebritze gehen und Paragliding.
00:23:47: Aber du kannst auch einfach in der Natur relaxen, auf dem Beach relaxen.
00:23:51: Einfach schlafen.
00:23:52: Es hat alles.
00:23:55: Wir kommen noch mal darauf zurück, dass diese Schlucht eine lange bewegte Geschichte hat – nicht nur geologisch klar sondern vor allem auch kulturgeschichtlich.
00:24:02: So wurden hier Spuren aus der Zeit des römischen und büzantinischen Reiches gefunden.
00:24:09: Die Schlacht um Kreta am Mai in nineteenhundertundvierzig war die erste rein luftgestützte Invasion der Geschichte.
00:24:16: Nach erbittertem Widerstand durch alliierte Truppen, in diesem Fall Briten, Australien und Neuseeländer.
00:24:21: Und auch durch die Zivilbevölkerung nahmen die Deutschen Falschirmjäger die Insel ein, verloren dabei aber Tausende Soldaten.
00:24:28: Kurz nach der Invasion Kräters versuchten die Deutschen dann Rückzugsrouten der Alliierten abzuschneiden und also ihre Evakuierung zu verhindern.
00:24:35: Dabei kamen die Deutschen denn auch in diese Gegend
00:24:38: hier.".
00:24:39: Und wie ihr seht, gibt es viele Bands, viele Plätze für gute Ambushpunkte.
00:24:49: Und die Villager Kandanos organisierten die Resistenz.
00:24:53: Männern, Frauen, Kinder und Priester sind alle zusammengekommen.
00:24:56: Die
00:24:57: Priester
00:24:58: waren ein Fokalpunkt in der Resistenzung des II.
00:25:01: World War II.
00:25:02: Sie würden Hilfe für Allied-Soldierer organisieren.
00:25:06: Sie hätten Plätze an den Leuten zu bleiben.
00:25:08: Sie haben Bands von Resistenzen
00:25:10: organisiert.
00:25:11: Ist das so?
00:25:11: Ich glaube, das ist ein Teil dieses...
00:25:13: Das
00:25:14: Feier-Spirit, vielleicht habe ich es oversimplifiert, aber wir haben darüber gesprochen mit dem Blick auf die Menschen, die diesen Weg gebaut haben.
00:25:23: Um ein kleines Dorf zu sein oder ein paar Dorfes und zu entscheiden, ob wir zusammen sind, können wir versuchen, zurückzusehen.
00:25:28: Wie gesagt, das Feierspiel von jeder und jede Person.
00:25:31: Sie würden alle Musketzen benutzen, die sie aus den Ottoman-Times hatten.
00:25:35: Die Leute waren mit Stippen und Steinen, Läden und Pfeifen aus der Garten zu attackieren.
00:25:44: Die Einheimische Dorfbevölkerung beschloss der modern ausgestatteten deutschen Armee mit Jahrhunderte alten Musketen, das waren Familienerbstücke.
00:25:53: Mit Messern und Gartenwerkzeugen und Stöcken und Steinen
00:25:56: aufzulauern.".
00:26:17: Dieser riesige von bemerkenswertem Mutgetragen Erfolg führte dann später allerdings zu brutalen Vergeltungsmaßnahmen.
00:26:24: mehr dazu gleich.
00:26:25: Jetzt lasse ich erst einmal Ian, Cedric und Luca vorausgehen.
00:26:29: Und gebe mich einigen weiteren Gedanken zur Geschichte Kreders hin über die auch schon mit Katja kurz gesprochen habe!
00:26:35: Während wir hier entlangwandern und die Schönheit der Landschaft genießen und ihren Erzählungen lauschen, wird mir mal wieder bewusst wie eng auf Kreta die Natur und die Geschichte miteinander verwoben sind.
00:26:46: Und selbst an einem so ruhigen Ort wie diesem hier, selbst hier ist die Vergangenheit nie ganz fern!
00:26:53: Das gilt für den Zweiten Weltkrieg das gilt aber auch für Zeiten die noch viel weiter zurückliegen Denn Kreta ist eine Insel auf der die Geschichte in Schichten liegt wenn man das so sagen möchte.
00:27:04: Schon vor rund viertausend Jahren entstand hier eine der ersten Hochkulturen Europas, die sogenannte Minoische Kultur.
00:27:11: Die ist benannt nach dem sagenhaften König Minos.
00:27:14: Habt ihr vielleicht schon von gehört?
00:27:16: Und unter ihm und dann auch seinen Nachfolgern entwickelte sich... naja so!
00:27:20: ungefähr zweitausend bis tausend vierhundert vor Christus, aufkrete eine erstaunlich fortschrittliche Gesellschaft.
00:27:26: Das heißt mit mehrstöckigen Palästen, ausgeklügelten Wassersystemen, Handelsbeziehungen im Mittelmeerraum und so weiter und sofort.
00:27:34: Und daraus hervorging dann zum Beispiel Orte wie Knossos nicht weit von Heraklion entfernt.
00:27:39: Diese Orte geben bis heute Einblicke in diese Welt als eine archäologische
00:27:42: Stätte die
00:27:43: sich nach wie vor besuchen lässt.
00:27:45: Ja und dann sind da die Mythen.
00:27:46: König Minos, so erzählt es die Sage
00:27:49: z.B.,
00:27:50: ließ das berühmte Labyrinth erbauen, ihr habt diese Geschichte bestimmt schon mal irgendwo gehört.
00:27:54: Also dieses verschlungene Bauwerk in dem der sogenannte Minotaurus
00:27:59: lebte also
00:28:00: abgeleitet von Minos.
00:28:01: Minotaurus Also ein Wesen, halb Mensch, halbst Stier und der Held Thesäus soll ihn schließlich besiegt haben.
00:28:09: Wenn euch diese Geschichte interessiert, es gibt einen ganz, ganz fantastischen Roman über genau das von der britischen Autorin Mary Renault habe ich vor einiger Zeit erst entdeckt.
00:28:18: Diese AutorIn für mich hat in den fünftigern, sechzigern, siebzigern-achtzigern wunderbare Geschichten geschrieben.
00:28:25: Romane insbesondere über das antike Griechenland.
00:28:28: Nun habe ich bei meinen Ausführungen in der Schlucht glatt vergessen, auch den Namen des Romans über Tee soll es und den legendären Minotaurus zu nennen.
00:28:36: Dieser Roman heißt The King Must Die.
00:28:38: Er stammt aus dem Jahr neunzehnhundert achtundfünfzig.
00:28:41: die deutsche Übersetzung heißt Der König muss sterben.
00:28:44: Es gibt doch eine Fortsetzung, die trägt den Titel the Bull from the Sea beziehungsweise der Stier aus dem Meer Und die Autorin wie gesagt heißt Mary Renault.
00:28:53: Sie hat auch eine grandiose Trilogie über Alexander den Großen geschrieben.
00:28:57: Und seit ich sie vor ein paar Monaten für mich entdeckt habe, hab' ich wirklich sämtliche ihrer Romane über die Antike gekauft und ich bin gerade dabei, sie einen nach dem anderen zu lesen – das ist grandiose Kraftvolle!
00:29:08: Durchaus komplexer historischer Literatur, über die der Historiker Tom Holland schrieb, Zitat «kein anderer Romanautor hat die Schönheit, dass Charisma und den Schrecken des antiken Griechenlands so erfolgreich zum Ausdruck gebracht.».
00:29:21: Zitatende.
00:29:22: Also ein absoluter Tipp von mir, den ich euch auch in die Schornnotz packe.
00:29:25: zurück zu meinen Ausführungen in der Schlucht
00:29:28: und auch in den Eben.
00:29:29: Homer's taucht Kräter natürlich immer wieder auf als bedeutender Ort in der Welt der Antike.
00:29:35: wenn man heute über diese Insel reist stößt man überall auf diese Spuren also auf Ruinen auf Ausgrabungsstätten auf Fragmente einer Zeit die bis Heute nachwirkt und bis heute noch präsent ist.
00:29:47: Auch Cedric ist davon total fasziniert und angetan, dass man immer wieder in Orte kommt die reichreichreiche Geschichte sind.
00:29:54: Und auch für mich ist genau das ein Teil der Faszination Kreatas Das Vergangenheit hier eben nicht nur erzählt wird sondern dass sie an vielen Orten nach wie vor wirklich sichtbar und greifbar und lebendig ist.
00:30:09: Ja so ist es beim Wandern, kommen wir nicht nur mit unseren Füßen vom Hölzchen auf Stöckchen sondern auch in unseren Gesprächen.
00:30:15: Bald wird man über uns der Kulinarik-Kretas und ihren trägt eine leidenschaftliche Empfehlung vor.
00:30:21: Das ist wundervoll, besonders mit dem Racky.
00:30:26: Wie geht es dir?
00:30:27: Hast du etwas, was du wirklich magst zu essen?
00:30:32: Ist das ein spezielles Dish?
00:30:40: Alle Mehl, die wir so lange haben, war der beste.
00:30:44: Und auch für die Variette.
00:30:47: Jede
00:30:48: Zeit, jede Mehl haben wir verschiedene Dinge geordnet und wir haben viele Optionen.
00:30:59: Die Menüchen sind so groß, alles ist so frisch und komplex, aber es ist also still.
00:31:04: Ich bin noch nicht genutzt zur Portion.
00:31:06: Sie sind sehr groß.
00:31:08: Und natürlich kommt sie mit dem Racki und der Dessert am Ende.
00:31:12: Nun, da der Appetit angeregt ist legen wir eine kurze Raste ein an einer winzigen Kirche die einsam mitten in der Schlucht steht.
00:31:18: Die Kirchenglocke hängt draußen vor dem Gebäude.
00:31:24: Jürn hat ein paar leckere Snacks
00:31:26: dabei Und es ist nur ein schönes kleine Trailsnack.
00:31:31: Was ist das, was du so sehr liebst?
00:31:39: Es
00:31:40: ist die Freundlichkeit, das Gefühl des Humors und der
00:31:56: Ability... zu lachen, wenn die
00:32:00: Dinge nicht so gut gehen können.
00:32:07: Und sie sind Resilienz!
00:32:10: Wenn man durch die Geschichte schaut, hat das Resilienten mit ihnen geblieben.
00:32:15: Auch in Zeiten der Corona-Virus und den Finanzkrisisten sind sie sehr, sehr resiliant.
00:32:21: Ich denke, Kretens ist mehr so.
00:32:22: Sie sind sehr selbstsufficient.
00:32:24: Alle Häuser haben einen kleinen Garten, und sie werden ihre eigenen Vegetables gewohnt.
00:32:28: Manche haben ein Gurt oder zwei.
00:32:29: Sie haben alle Oliven somewhere auf dem Land.
00:32:32: Könntest
00:32:32: du noch einen anderen Beispiel, wo man sagen würde, dass die Kreten besonders resiliant sind?
00:32:37: Du musst
00:32:37: nicht mehr zu viele Hundert Jahre zurückgehen.
00:32:41: Die Ottoman Empire war hier.
00:32:44: Die Kreten waren sehr zweitglasige Städte.
00:32:47: Sie würden starten in Villagen wie diese und müssen überleben.
00:32:50: Und sie würden basically essen, was ihr seht auf der Seite der Rote hier.
00:32:54: So wurde es sehr gut, bei den Heuchern, die Wildflöhe und Wildpflanzen, zu picken.
00:33:00: So, ja.
00:33:01: Wenn sie endlich die Ottomans überkamen und das Empire auf der einen Seite war, haben sie nicht vergessen, was sie gelernt hat und die Pläne zu essen und die Dinge, die sie tun können.
00:33:09: Und wie sie live bleiben in Zeiten der Krise.
00:33:11: Sie sind tolle Leute.
00:33:14: Sie waren tolle Menschen!
00:33:15: Und einen Ort, der Zeuge dieser Zähigkeit geworden ist, erreichen wir bald darauf.
00:33:20: Also,
00:33:24: das
00:33:25: ist der Ort, den du uns schon vorhanden gesagt hast.
00:33:33: Das war der Ambush des V.
00:33:35: Der Weg macht hier einen engen Bogen.
00:33:37: Die Schlucht wechselt gewissermaßen die Richtung und an einem Hang über uns entdecken wir eine Höhle, von der Osman einen perfekten Blick über diese Biegung hat.
00:33:46: Dort verbargen sich damals die Dorfbewohner.
00:33:49: Von dort griffen sie die deutschen Soldaten an.
00:33:52: Sie haben
00:33:53: nur den true Kretenspirit in der Falt gezeigt, mit Single-Shot Muskets, Knives, Sticks und Steinen.
00:34:00: Und sie konnten für zwei Tage die German-Advance stoppen.
00:34:05: Kurze Zeit später rechten sich die Deutschen.
00:34:07: Aber dann
00:34:13: wurde dieses Erfolg für sie eine Tragik geändert.
00:34:25: Wann wurden die Allianz voll von der Lande vom Krieg retreatiert?
00:34:33: Dieses
00:34:34: Dorf, Kananos das von den Deutschen zerstört wurde trägt also den gleichen Namen wie die Schlucht durch die wir laufen und das Dorf bildet den Zielpunkte unserer Wanderung.
00:34:43: In der Stadt, die Sie vorhanden übernachten, kann das nicht
00:34:46: sein.
00:34:46: Das ist
00:34:47: ein sehr starker Ort, in dem wir jetzt fangen.
00:34:49: Wir gehen nach der Stadt.
00:34:50: Alle Gebäude, die ihr seht, sind gebaut nach der Führung von der Revolution.
00:34:55: Ihr seht hier einige rührenden Walls und es gibt eine oder zwei rühende Gebäuden, die man sehen kann, aber sie sind die einzige Räume, die sich vor den Kriegen
00:35:05: verwendet haben.
00:35:05: Ich weiß nicht mehr, dass viele dieser grünen Gebäuse-Familien dort leben für Generationen und Generationen.
00:35:13: Wer sind die Menschen, die in Kananos
00:35:16: leben?
00:35:16: Einige Familien haben es geschafft zu escaping und werden zurückkommen.
00:35:21: Aber ich weiß nicht, wer die restlichen Villagen sind.
00:35:24: Ich habe
00:35:24: mich gefragt, wie der presente Tragik-History noch ist in den Meinungen und Händen der Leute, die heute leben.
00:35:32: Wir sollten vielleicht ein paar anderen Leuten fragen.
00:35:34: Das wäre eine bessere Option.
00:35:36: Vielleicht können wir sie nach Verne finden und einen von den Lokalen fragen.
00:35:39: Die gleiche Frage und sehen, was wir bekommen können.
00:35:42: Und genauso machen wir es.
00:35:43: Am zentralen Dorfplatz lassen wir uns im Außenbereich eines kleinen Restaurants nieder, zwischen zwei Denkmälern in Erinnerung an die Verbrechen der Wehrmacht.
00:35:54: Die Inhaberin nimmt sich etwas Zeit und setzt sich zu uns.
00:35:59: Sie
00:36:10: wuchs in New Jersey auf, kehrte aber nach dem Studium hierher zurück.
00:36:14: In die Heimat ihrer Eltern, die sie selbst von zahlreichen Urlauben bei den Großeltern bestens kannte und liebte.
00:36:20: Die Sommer hier gehören zu ihren liebsten Kindheitserinnerungen.
00:36:23: Wir hatten hier die Freude, dass wir nicht in den USA haben können.
00:36:31: In dem Feld, in den Olivegroves.
00:36:32: Unsere Eltern waren nicht zufrieden, dass wir uns geignapten würden oder einen Drugdealer als Narcotics-Aufgaben oder
00:36:40: so.
00:36:40: Das schöne Scenarie, das uns hier übernimmt, war deine Pläne?
00:36:45: Ja, es war.
00:36:46: Ich bin sehr glücklich.
00:36:48: Ich habe vier Kinder und alle meine Kinder sind in diesem sehr sauren Umgebiet.
00:36:53: Und ich denke, sie haben mehr Freude und die Freiheit der Gedanken und der Bewegung.
00:37:02: Eine Weile unterhalten wir uns über ihre Familie, dann über das Restaurant und die traditionellen kritischen Gerichte, die sie hier servieren.
00:37:08: Schließlich spreche ich die Denkmäler direkt neben dem Restaurant
00:37:13: an.
00:37:24: Ich
00:37:25: frage sie, was über diese Ereignisse weiß und wie es ihrer Familie damals erging.
00:37:29: Sie
00:37:29: haben ein paar Kinder getroffen.
00:37:42: Und sie kamen nach Babakathos, die hier in der Mäuntin ist.
00:38:01: Ja!
00:38:01: Sie hatten eine Stabilität da.
00:38:03: Und dann fanden sie dort mit ein paar Kindern.
00:38:07: Ungefährlich war mein great-grandfather einer der Menschen, die in den Verbrechen von der Stadt gestorben wurden, weil er ihn nicht verliebt hat.
00:38:22: Plötzlich ringt sie mit den Tränen und die weit entfernte Geschichte fühlt sich ganz nah
00:38:30: an.
00:38:36: Ihre Großmutter hatte sich damals, also wie Samantha ja gerade erzählt hat einige Kinder geschnappt und sie in einem Stall weiter oben in den Bergen verborgen.
00:38:44: Und ihnen damit womöglich das Leben gerettet eine heldenhafte Tat über die die Großmütter von sich aus nie gesprochen hatte.
00:38:51: Wie ist die
00:38:51: Geschichte der Menschen, die hier heute leben?
00:38:56: Es gibt noch einige Überraschungen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Verwaltung der Stadt.
00:39:01: Sie sind jetzt in ihren
00:39:10: neunzehnten Jahren.
00:39:10: Die Erinnerung ist ziemlich gut.
00:39:15: Wir hatten eigentlich eine Visit von Präsident Steinmeier im Jahr two-thousand-twenty-four.
00:39:23: Der
00:39:24: Herr von Deutschland.
00:39:25: Er kam zu apologisieren für alles, was passiert ist.
00:39:39: Die Überraschen haben mit ihm gearbeitet.
00:39:45: Ich denke, dass die Leute...
00:39:50: Vier länger können und wollen wir sie nun aber wirklich nicht von der Arbeit abhalten.
00:40:04: Bevor wir uns auch gleich von Ian verabschieden, erzählt er noch die Deutschen hätten damals nach der Zerstörung an allen Zufahrtsstraßen zum Dorf Schilder aufgestellt mit den Worten hier stand Kandanos.
00:40:17: Es wurde zerstört als Sühne für die Ermordung von fünfundzwanzig deutschen Soldaten und wird nie wieder aufgebohrt werden.
00:40:38: Ich
00:40:58: trete gerade.
00:40:59: hinaus auf eine von zwei Terrassen unserer Unterkunft hier in Palio Chora und wenn ich mich ja ein wenig übers Geländer liene, dann sehe ich zur linken einen Strand.
00:41:12: Ich seh das Meer noch rund zweigiehn Minuten entfernt Und wenn ich nach rechts schaue, sehe auch das Meer ungefähr eine Minute entfernt.
00:41:20: Das heißt, ich befinde mich zwischen zwei Stränden der eine ganz lang aus Sand und der andere eher rau und steinig.
00:41:29: Und das liegt darin, dass wir uns hier auf einer ganz schmalen Landzunge befinden.
00:41:34: Die flankiert wird eben zum Wasser hin von zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern.
00:41:40: nur wenige Gehminuten voneinander entfernt und zwischen den beiden Stränden befinden sich kleine Gassen alles voller Tavern, Bars, bunte Häuser.
00:41:49: Wir waren ja gestern Abend schon unterwegs und haben gemerkt, hier geht es weniger um Sehenswürdigkeiten obwohl es die auch gibt zB eine alte Festung sondern es geht vor allem ums Ankommen
00:42:00: ums
00:42:00: Bleiben, ums
00:42:02: Durchatmen.
00:42:03: Und genau das gedenken wir zu tun!
00:42:05: Wir bleiben hier gleich mehrere Tage hier im Südwesten Kredas wo sich die Insel zwischen Lybischem Meer und Weißenbergen verjüngt.
00:42:14: Hier liegt dieser Ort Paleochora und es fühlt sich ein bisschen an wie das entspannte Gegenstück zum etwas hektischer Norden auch wenn ihr hört auch dass eine oder andere Moppe durch die Gassen düst.
00:42:27: Abends werden Teile der Hauptstraße dann für Autos gesperrt, Tische und Stühle rücken nach draußen.
00:42:32: Und das gesamte Leben verlagert sich
00:42:34: auf die
00:42:34: Straße bis hier auf Kreta auch üblich ist – das haben wir schon an verschiedenen Orten mitbekommen.
00:42:39: Viele Geschäfte öffnen erst relativ spät und sind dann wirklich offen bis drei, zwanzig, vierundzwanzig Uhr.
00:42:45: Die Restaurants sowieso aber selbst auch kleine Bekleidungs- und Souvenirstores sind die halben Nacht!
00:42:52: geöffnet und dann sind die Gassen gefüllt von Tischen und Stühlen.
00:42:56: Das ganze Leben verlagert sich auf der Straße, die Menschen sitzen zusammen essen reden lachen und während die Sonne langsam hinter dem Meer verschwindet hat man das Gefühl dass hier unten die Zeit ein kleines bisschen langsamer vergeht als anderswo oft dieser ja insgesamt sowieso schon entspannten Insel.
00:43:13: Wir wollen uns aber natürlich nicht nur in den Gassen entspannen und hier schlemmen, wie wir es schon ausgiebig getan haben.
00:43:19: Sondern auch ein bisschen unterwegs sein und diese spektakuläre felsige Küstenlandschaft erkunden.
00:43:25: Und genau das steht jetzt auf dem Programm!
00:43:29: Und dabei jene Küsten Landschaften des Südwesten Kreders zu erkunden wird uns Sophia behörflich sein die erlebt.
00:43:35: Also mein Name ist Sophia.
00:43:37: ich bin zweiundreißig Jahre alt.
00:43:40: Ich komme ursprünglich aus Deutschland und habe sieben Jahre lang als Logopädin gearbeitet.
00:43:47: Bin jetzt seit Januar hier in Paliochora auf Kreta, bin hierhergezogen wegen meinem Freund der Lebtier.
00:43:56: Der ist ja aufgewachsen.
00:43:57: Ja!
00:43:58: Und dann hab ich mich letztes Jahr dazu entschieden hier herzukommen.
00:44:01: Wenn ich fragen darf wie lange kannte ihr euch das schon?
00:44:03: Bist du durchgerungen hast diesen großen Schritt zu machen?
00:44:06: Ein Jahr Gar nicht mal so lange.
00:44:09: Andererseits, dass war ungefähr auch die Zeitspanne, die mein Mann gebraucht hat um mich in den USA zu locken.
00:44:13: Dementsprechend kann ich es anderserweise nachvollziehen.
00:44:16: Am liebsten wäre ich eigentlich direkt hier hergezogen.
00:44:18: Also muss ich ganz ehrlich sagen... weil's mir sehr gut gefallen hat, als ich ihn im Urlaub kennengelernt habe.
00:44:24: Das heißt er musste nicht mühselig Überzeugungsarbeit leisten?
00:44:28: Das war relativ leicht!
00:44:29: Nein, ja.
00:44:30: Ich wär am liebesten direkt hergezogen aber ich hab dann doch sehr an meiner Arbeit gehangen in Deutschland.
00:44:35: Ich hab meine Tätigkeit als Logopädin sehr geliebt.
00:44:39: Das war das Einzige, wovon ich mich trennen musste und ansonsten war es ja einfach die Entscheidung.
00:44:45: Warum wärst du so gerne so schnell schon hergekommen?
00:44:49: Mein Plan war sowieso auszuwandern.
00:44:52: Ich wollte was anderes sehen.
00:44:54: Außerdem habe ich die Wärme vermisst und die Sonne.
00:44:57: Dann habe ich lange überlegt Spanien oder Griechenland ... Und dann war ich im Urlaub hat sich die Entscheidung von selbst genommen.
00:45:08: Das heißt, ihr habt euch hier auch kennengelernt vor Ort?
00:45:11: Ja!
00:45:11: Für Menschen und das werden ja viele sein, die noch nie hier waren in Palio Chora... Wie würdest du diesen Ort beschreiben was wir hier gerade hören?
00:45:19: im Hintergrund sind etliche Moppels durch die Gegendhausen, d.h.
00:45:22: auditiv könnte man vermuten es ist ein ziemlich stressiger Ort aber so ist es eigentlich nicht.
00:45:27: Also ich würde sagen, erst mal der Ort ist sehr einzigartig.
00:45:31: Palochora ist sozusagen eine Landzunge die ins Meer geht im Süden von Kreta und man hat auf der einen Seite den Sonnenaufgang und auf der anderen Seite den sonnenuntergang.
00:45:42: Ich erzähle ihr das sich freuen ganz angetan war vom Balkon unseres Hotels aus zwei Stränden entgegengesetzten Richtungen sehen zu können.
00:45:50: ja und offenbar sind sie perfekt nach Osten und Westen ausgerichtet für herrliche Sonnen-Auf und Sonnenuntergänge direkt über dem Meer.
00:45:57: Als ich hier vor zwei Jahren im Urlaub war und mein Freund kennengelernt habe, da hatte ich auch eine Unterkunft mit einer Dachterrasse.
00:46:07: Und da konnte ich morgens den Sonnenaufgang ziehen und abends den Sonneuntergang.
00:46:10: Hat eher leicht das Spiel gehabt?
00:46:11: Das war ja schon automatisch Romantik pur!
00:46:16: Ich bin sehr, sehr dankbar dafür dass ich hier sein darf.
00:46:20: Dass ich jetzt hier leben kann.
00:46:21: Ich habe schon immer davon geträumt in Griechenland oder irgendwo im Süden zu leben und natürlich das ich jetzt jederzeit mit meinem Freund zusammen sein kann.
00:46:31: es ist sehr viel wert und deswegen bin ich sehr glücklich.
00:46:36: Mittlerweile arbeitet sie dementsprechend längst nicht mehr als Logopäden, sondern im Reisebüro der Familie ihres Freundes.
00:46:42: Ich bin jetzt hier im Reisibüro.
00:46:44: Wir haben uns auch kennengelernt?
00:46:46: Genau wo wir uns kennengelernen haben.
00:46:48: und jetzt verkauf ich Bootstouren.
00:46:51: Ja es ist jetzt erstmal eine Umstellung aber es macht mir Spaß!
00:46:54: Ich bin weiterhin mit Menschen in Kontakt.
00:46:56: das ist schon mal gut.
00:46:57: Und wir befinden uns hier in eurem Reise-Büro ganz nah am Ferranleger.
00:47:02: sprich ihr seid sehr nah an einem der beiden Strände.
00:47:05: Die Fähre tuckert dann hier so entlang der Südküste, macht unterschiedlichstens Stops.
00:47:10: Es gibt ja aber auch die Möglichkeit, private Boote zu mieten soweit ich weiß.
00:47:15: Genau!
00:47:15: Wir können immer mit privaten Captain buchen.
00:47:17: das heißt... ...die Leute können kommen je nachdem wie viele Leute sie sind und sagen okay wir möchten gerne im Dann-und-Dann fahren.
00:47:27: Würden wir das machen?
00:47:28: Ja, sehr gerne!
00:47:30: Wir freuen uns schon.
00:47:33: Wer ist gleich?
00:47:34: unser Captain?
00:47:34: nur dass ich weiß auf wen ich mich da einstelle.
00:47:36: wie heißt er her?
00:47:37: was ist sein Hintergrund?
00:47:39: Das ist der Pavlos und es wird euer Captain gleich sein Kann ja was?
00:47:44: Der kann ganz viel, ja.
00:47:46: Und wir sind in sicheren Händen.
00:47:47: Wie gesagt wir haben auch unseren kleinen Luca mit dabei.
00:47:49: Unser bester Captain auf jeden Fall.
00:47:51: Außerdem ist er mein Freund.
00:47:54: Ach, er ist derjenige, der dich hergelockt hat?
00:47:55: Der Captain!
00:47:56: Genau, euer Captain das ist er.
00:47:58: Das heißt... Ich kann nur Gutes über ihn erzählen.
00:48:02: Du bist nicht ganz neutral aber ich bin sicher es stimmt trotzdem was du über ihn sagst.
00:48:05: Nichts Negatives zu berichten.
00:48:09: Fantastisch okay.
00:48:21: ganz nah an der Schroffenküste entlangfahren
00:48:23: kann.
00:48:23: Ich hab gesehen, ihr bietet auch an... Man kann sich schon ein eigenes kleines Boot mieten also ohne Captain selbst fahren.
00:48:30: aber heute ist das Wetter so ein bisschen fragwürdig am Nachmittag ein bisschen windig, ein bisschen stärkerer Wellengang.
00:48:36: deswegen begeben wir uns dann doch lieber in versierte Hände und so machen wir das jetzt gleich.
00:48:40: Also lieben Dank!
00:48:41: Sehr gerne, wir freuen uns.
00:48:43: Danke auch!
00:48:44: Wenig später treffen wir dann direkt am Wasser.
00:49:07: Wir steigen vom Pier aufs Boot und machen uns bereit.
00:49:15: Was sehen wir jetzt?
00:49:16: Wie describest du den Süddeutschland von
00:49:18: Crete?
00:49:19: Es ist wirklich schön, es ist wunderschön und das ist der einzige Weg um alle Kosten zu sehen.
00:49:24: Das sind die Ängste oder die Heike.
00:49:26: Die Heiken sind ein paar Partien für die extremen Heikern.
00:49:29: Sie müssen oft heiken, sonst ist es nicht so leicht.
00:49:32: Aber die View ist sehr toll!
00:49:34: Und es ist sehr dramatisch, weil es sehr rockig ist.
00:49:37: Es gibt viele Mäunzen, die alles auf die Hölle
00:49:40: kommen.
00:49:41: Ja, genau.
00:49:41: Es ist wanderschön...
00:49:44: Wild und raus sei die Küste also, und wunderschön.
00:49:48: Und damit legen wir einen Zahn zu!
00:50:25: Außerdem ist das Schaukeln der Wellen perfekt für Luca zum Einschlafen.
00:50:29: Er bekommt jedenfalls kaum etwas mit von unserer Fahrt, wir düsen aber auch nicht nur durchs Wasser sondern machen auch an einigen Stränden halt am bekanntesten Elafonisi mit seinem rosaschimmern in Sand und auch bei solchen die wir fast ganz für uns allein haben wie diesem Kieselstein-Strand östlich von Palio Chora.
00:50:45: Das ist jetzt wirklich fast schon das Klischeebild der Südküste.
00:50:49: Kräters, ich stehe hier an einem dieser Kieselfstein-Strende vor mir dass ja es ist ein Klischees.
00:50:56: tut mir leid aber es ist nun mal so das türkisblaue transparente Wasser und hier wo sich die kleinen Wellen brechen alles voller Rundgeschliff nah in allen farben schimmender Kieselschneine.
00:51:10: Das macht Spaß, hier lang zu gehen und sich anzuschauen.
00:51:14: Und vielleicht auch zu schauen ob man besonders prächtiges oder interessantes, gemustetes oder besonders rundes oder wie immer besonderes Exemplar findet.
00:51:24: Hier zum Beispiel weißer Quarz ganz rund.
00:51:29: Beinahe keine Menschen sehe ich hier!
00:51:35: Ich schlendere ein wenig am Strand entlang lasse mich schließlich direkt am Wasser nieder und lausche den Wellen wie ans kieselsteinige Ufer branden und die Kleinsteinchen sanft klackern lassen.
00:52:09: Luca befühlt die Form einzelner Steine, während wir wachsam sicherstellen dass er sich keinen davon in den Mund steckt.
00:52:21: Was heißt denn?
00:52:27: Wir kehren zum Boot zurück und versuchen nochmal die Schönheit dieses Strandes zu beschreiben.
00:52:32: Bialis Karri Beach, das ist dieser wunderbare Strand an dem wir gerade noch waren mit den ganzen Pebbles, den Kieselsteinchen und das wäre definitiv ein Tipp.
00:52:41: genauso auch Sandy Beach.
00:52:43: also sind dort drei Strände direkt beieinander, fünfzehn Minuten Fahrt von Paleochora ausgesehen Gen Osten auf einer Dirt Road.
00:52:53: Die führt wunderbar entlang, wir konnten es vom Boot auch sehen zu Fuse der Berge direkt am Ufer entlang und man kommt dann eben an diesen Stränden dort raus und die sind ganz secluded, ganz windgeschützt weil sie in so eine Art Hufeisenformation geologischen liegen.
00:53:10: das heißt egal ob der Wind von Osten kommt oder Norden oder Westen Es ist immer windgeschützt, immer ruhiges Wasser.
00:53:18: In der Nähe gibt es eine Quelle.
00:53:19: deswegen ist es auch sehr klar und genauso war's
00:53:22: auch.
00:53:23: also gerade obwohl
00:53:24: es heute insgesamt ziemlich windig ist dort herrliche Ruhr wunderschönes Wasser und auch kaum Leute jedenfalls heute was sehr sehr leer.
00:53:32: in der Hauptsaison kann es bestimmt auch ein bisschen voller werden aber immer noch absolut
00:53:35: überschaubar.
00:53:36: er meint auch die Einheimischen gehen dort ganz besonders gerne hin Ist der Motor ausgegangen und wir sind wieder dort angekommen, wo wir hergekommen sind.
00:53:45: Wir sind zurück nach Hause.
00:53:48: Vielen Dank!
00:53:48: Ihr seid willkommen, ihr seid willkommen.
00:53:51: Ihr habt eine
00:53:53: wunderschöne Holidayszeit und das Beste für alle.
00:54:06: Mein Name ist Sophia Marculakis und ich bin die Besitzerin von einem kleinen Boutique Hotel namens Hotel Polydorus hier in einem kleinen Ort, in Südgräta.
00:54:16: Das heißt Paliochora!
00:54:18: Und auch sie liebt diesen Ort.
00:54:20: Paliochra ist ein kleiner Paradies, der am Ende von Süd-Greta ist.
00:54:26: Man kommt durch die Berge umgeben vom Wasser ganz lockerer Fühling.
00:54:32: wenn du durch den Ort wanderst und bis hier herum spazierst viele kleine Familienbetriebe.
00:54:38: dann kann man sehr viele Sachen verkosten.
00:54:40: Meistens sind kredanische Familienhäuser und man kann verschiedene Essen täglich probieren.
00:54:47: Baleochra war ein Secret-Hippie-Place in den Seventiger Jahren, und ure viele Leute von der ganzen Welt sind hergekommen und die haben sich mit dem Ort verliebt und so.
00:54:56: Niemand hat über diesen Ort erzählt.
00:54:58: das war nur a word of mouth Und irgendwie gibt es diesen Flair immer noch hier.
00:55:02: Es ist nicht extrem touristisch.
00:55:04: Du hast einen wirklichen griechischen Urlaubgefühl hier wenn du kommst.
00:55:09: weil wir auch den E-Vier-Wanderweg haben.
00:55:13: Kennst du den E vier Wanderweg?
00:55:15: Kannst gerne kurz zusammenfassen.
00:55:16: Der E four Wander Weg ist der große Wander weg in Europa, er fangt dann im Portugal geht durch Spanien, durch Italien und durch Griechenland, Kreta und endet in Züpern und ist zehn Tausend Kilometer lang.
00:55:27: Und hier in von Paliochra haben wir zwei sehr berühmte Stücke und es kommen Leute aus der ganzen Welt, da sie diese zwei Stücke wandern.
00:55:35: Deswegen ist auch Paliocha sehr beruhmt mit Wanderleuten und Wandertourismus.
00:55:40: Hast du auch mal ein paar kleine Passagen dieses Weges ausprobiert?
00:55:43: Ja ich habe beide schon mehrmals gemacht.
00:55:45: das sind toll schwer, aber sehr wunderschön.
00:55:51: Warum ist er so schwierig?
00:55:53: Weil du durch die Berge gehst!
00:55:55: Du wanderst wirklich durch die Berge und rauf, runter am Strand.
00:56:00: Und dann wieder rauf im Berg, nach wieder runter...
00:56:03: Also hier das Tolle ist dass die berge wirklich bis direkt ans Wasser reichen?
00:56:06: Ja
00:56:06: es ist abenteuerlich!
00:56:08: Wir
00:56:09: sitzen im Inhof ihres Hotels, beschattet von Peilmen und verschiedensten dicht mit blühten behängten Kletterpflanzen.
00:56:15: Ihre Mutter hatte drei Kinder, erzählt Sophia.
00:56:18: Im Jahr nineteenhundert achtundsechzig begann sie diesen Innenhof zu einem Garten umzugestalten.
00:56:23: Er war ihr inoffizielles viertes Kind.
00:56:26: Und du hast deine Eltern angesprochen?
00:56:27: Sind die damals auch in den Sechzigern und Siebzigern hergekommen?
00:56:31: Ach lustige Geschichte!
00:56:32: Mein Vater war aus Greta und meine Mutter war eine Dänzerin der Wiener Staatsoper.
00:56:38: Und sie haben sich in Wien kennengelernt.
00:56:41: und mein Opa, als mein OPA gestorben ist hat er sein Erbe zu einem Stück meinen Vater gegeben.
00:56:47: Und er hat ihm gesagt du musst im Tourismus investieren weil das ist die Zukunft von Griechiland.
00:56:52: Das war Anfang der Achtzigerjahre.
00:56:55: Mein Vater ist hergekommen in Paliochra und er hat das Hotel gebaut mit meiner Mutter zusammen.
00:57:00: Noch immer sei Österreich einer der wichtigsten Märkte dieser Gegend, weil Sophias Eltern damals begonnen haben die Verbindung zu österreichischen Reisebüros aufzubauen und Palio Chora so auf die touristische Landkarte zu setzen.
00:57:12: Damals in den achtziger Jahren gab es nur ein Hotel und keine Zimmer und wir waren eines von dem ersten Hotel schon das zweite Hotel was zur Familie gehört.
00:57:22: Einen neunzig wurde es gebaut.
00:57:24: Die beiden Hotels der Familie gehörten also mit zu den ersten Hotels hier insgesamt und seither hat sich aber viel geändert.
00:57:30: Zahlreiche Hotels, Gasthäuser, Rooms for Rent usw.
00:57:33: und so fort dazu unzählige Restaurants – aber immer noch mit Charme, immer noch für Reisende die bereit sind etwas weiter über die Insel zu fahren und immer noch ohne internationale Investoren, ohne fünf Sterne-Hotels und dergleichen mehr sondern es handelt sich um Familienbetriebe die zumeist mehrere Generationen gemeinsam bewirtschaften.
00:57:52: Du hast
00:57:53: erwähnt, dass dein Vater Grieche ist?
00:57:56: Deine Mutter Österreicherin.
00:57:59: Welche Rolle haben diese beiden Welten für deinen Aufwachsen gespielt?
00:58:03: Ich bin im Wien geboren, aber in Griechland aufgewachsen.
00:58:05: Wir sind in Athen, sind wir in die Schule gegangen und dann sobald die Schule zu war sind wir mit dem Schiff hergekommen und wir waren dreieinhalb Monate hier, haben Urlaub immer verbracht.
00:58:14: ich habe die beste Jahre meines Lebens hier verbracht Und ich glaube ein sehr großer Grund warum ich zurück gekommen bin auf Greta ist weil ich eine tolle Zeit gehabt habe als Kind und als Jugendliche.
00:58:26: Das
00:58:26: heißt du bist gar keine... zugewanderten Anführungszeichen, sondern du bist schon eigentlich ein Local im Herzen.
00:58:31: Ja jetzt bin ich, bin nichts geworden nicht wahr?
00:58:36: Bevor sie nach Palio Chora zurückkam hat sie zwölf Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet zum Beispiel für große Hotelmarken in London.
00:58:43: Wie ist daraus
00:58:44: also London?
00:58:45: Ich meine ich lebe in New York, ich weiß so etwa wie sich Großstadtleben anfühlt auf jeden Fall sehr anders im Vergleich.
00:58:51: zudem wie das Leben hier so zugeht gereift aus London hierher zurückzukehren, also quasi oberflächlich betrachtet jedenfalls der Gegenentwurf.
00:59:01: Für mich war es so leicht herzukommen.
00:59:04: Die Entscheidung nach Paliochora zurück zu kehren fiel sie vor fünfzehn Jahren.
00:59:08: Sie hatte damals einfach genug vom Schnellleben.
00:59:11: Großstadtalltag.
00:59:12: London ist einfach so schnell!
00:59:14: Alles ist so schnell vergangen.
00:59:16: die Zeit, die Arbeit alles viel zu schnell.
00:59:18: Du kommst nach Paloachora und du kommst an Du ist tief atmen und du genießt die Zeit viel mehr als irgendwo anders auf der ganzen Welt.
00:59:28: So sei es jedenfalls für Sie gewesen, fügt sie an!
00:59:31: Die Zeit vergeht einfach hier ein bisschen langsamer... ...und das ist mir vielmehr wert als eine Karriere in London oder irgendwo anders.
00:59:40: Und dieses Langsame, die Zeit erleben, dass ist tatsächlich auch jetzt noch so für dich?
00:59:46: Jetzt da du eben nicht mehr hier... Urlaube verbringst, sondern ihr lebst.
00:59:49: Die Arbeit ist
00:59:50: hier
00:59:51: ein Hotel für es, die Familie hast.
00:59:53: das ist ja alles potenziell jedenfalls auch ein Stressfaktor der dem Genuss dieser Schönheit und dieser Gerusamkeit vielleicht auch entgegenstehen könnte.
01:00:02: Ja kann schon sein aber ich finde immer Zeit dass sich das genieße speziell im Sommer.
01:00:07: Ich finde Zeit dass ich meine Wanderungen mache Dass ich mehr bin und schwimme, dass ich einfach genießte warum mich Baleochora lebe.
01:00:16: Im Sommer geht sie zum Beispiel jeden Morgen vor der Arbeit eine Stunde in den Bergen spazieren.
01:00:20: Ich sehe jeden Tag die Sonne, den Sonnenaufentgang, jeden Tag und für mich das ist einfach priceless wie sagt man das auf Deutsch?
01:00:28: Unbezahlbar!
01:00:29: Unbeteilbar ist es für mich
01:00:31: auch.
01:00:31: am Nachmittag schafft sich Freiräume etwa mit ihren drei Kindern an einen der Strände zu gehen.
01:00:36: zudem hat ihr Hotel jeweils nur in der Saison von April bis November geöffnet.
01:00:41: In dieser Zeit arbeitet sie viel, dafür ist der Winter dann ruhiger und bietet Zeit zum Reisen.
01:00:46: Nach fünfzehn Jahren wieder hier vor Ort wie denkst du heute über deine Entscheidung zurückgekommen zu sein?
01:00:53: Die beste Entscheidung meines Lebens!
01:00:55: Immer noch ja immer noch.
01:00:56: Mit ihrem heutigen Mann war sie übrigens schon als Kind befreundet.
01:00:59: das finde ich auch eine sehr schöne Geschichte.
01:01:01: Als die vor fünfzehnten Jahre zurückkehrte sahen sich naturgemäß wieder so groß ist die Ortschaft nicht Und Sie verliebten sich und heirateten.
01:01:09: Ihr Mann betreibt mit seiner Familie ein traditionelles kretisches Restaurant, in dem wir gleich zu Abend essen werden.
01:01:15: Seine Mutter und Schwester kochen, sein Bruder und er wuppen alles andere.
01:01:19: Was würdest du sagen macht?
01:01:20: Können wir gleich noch mal mit ihm besprechen was macht kritanische Küche aus?
01:01:24: Viel Liebe im Essen viele Gewürze viel Geschmack.
01:01:30: Es klingt so einfach Und doch kann ich es aus vollem Herzen bestätigen.
01:01:34: Wir sind jetzt schon ein paar Tage auf der Insel unterwegs.
01:01:36: Ich wusste nicht so richtig, was ich zu erwarten habe außer dass ich wusste ja klar viel Tomaten, viel Gurken, Gyros und was man so in Deutschland in Anführungszeichen beim Griechen so kriegt.
01:01:50: Aber was wir hier bisher alles
01:01:51: schon gegessen haben auch im Rätüm nur schon...
01:01:53: Das war so
01:01:54: lecker, so geschmacksintensiv.
01:01:56: Cedric mein Mann der ist was Essen anbetrifft sehr gierig, sehr leidenschaftlich und auch sehr kritisch.
01:02:02: er liebt einfach Essen.
01:02:03: also gutes Essen is für ihn was Reisen an betrifft fast mit das wichtigste Für mich ehrlich gesagt es Ja, die Natur und das Flair.
01:02:12: Tausend andere Sachen.
01:02:12: Ich esse auch gern lecker aber es ist nicht das Allerwichtigste für mich.
01:02:15: Für ihn schon!
01:02:16: Und er ist hin- und weg bisher deswegen ganz, ganz toll.
01:02:20: Die Messle hatte liegt hoch, das will ich damit sagen.
01:02:22: Bisher war's ganz toll!
01:02:23: Das heißt mal sehen ob das heute Abend gehalten wird?
01:02:25: Ja schauen wir mal.
01:02:26: Schauen wir mal ob ihr das matchen könntet was du bis jetzt erlebt hast.
01:02:31: Kurz darauf stößt dann auch Cedric mit zu uns.
01:02:34: Ich
01:02:35: kann nicht warten, auch wenn ich keine Ahnung habe.
01:02:38: Denn wir haben in Griechen-Nonstop gegessen.
01:02:40: Sie sind schon
01:02:41: gegessen?
01:02:41: Ja, ich habe gesagt zu Ihrem Husband, dass du es mir geben würdest.
01:02:45: Ich werde alles ordnen und dann musst du einfach alles probieren.
01:02:49: Es geht um unsere Pläne, denn gestern haben wir uns immer überordert.
01:02:52: Denn die Pausen sind sehr generös.
01:02:55: Ja, sie
01:02:56: sind.
01:02:56: Sehr generös und alles sieht so gut aus.
01:03:01: Aber wir haben
01:03:03: gesagt, dass es nächstes Mal
01:03:06: nicht mit dir ist oder nicht.
01:03:09: Das wird heute nicht
01:03:12: sein!
01:03:12: Heute wird das nicht sein.
01:03:14: Und ich habe gesagt, du bist ein absoluter Futter.
01:03:17: Du liebst Futter und du bist auch kritisch.
01:03:22: Wir spazieren vom Hotel durch die kleine Innenstadt in Richtung Restaurant immer das Meer im Blick.
01:03:58: Wir treten ein, setzen uns und studieren zunächst einmal die Weinkarte.
01:04:02: Greta hat mehr als zwanzig verschiedene Sorten, die nur auf unserer Insel gibt.
01:04:10: Die Weine sind in den letzten paar Jahren sehr entwickelt und kosten sehr gut.
01:04:17: Du wirst jetzt einen Lattico bestellen, das ist auch eine ganz berühmte Sorte aus Greta.
01:04:26: Musst du mir dann sagen wie es dir schmeckt?
01:04:28: Jamas, jamas.
01:04:35: Ich möchte nur ganz kurz beschreiben also dieses
01:04:37: Restaurant muss
01:04:38: unfassbar beliebt sein.
01:04:39: wir sind gestern durch die Stadt geschlendert haben schon wo anders gegessen.
01:04:43: das war übrigens auch ein Tipp von dir.
01:04:44: sehr gut El Greco ja aber jetzt befinden uns eher so naja auf der Rückseite
01:04:50: des Ortes
01:04:51: der Insel hin zum offenen Wasser.
01:04:53: Man kann es gleich übersehen, weil man nur im Hauptteil der Stadt umherwandert in den Gassen.
01:04:57: Hier sind wir jetzt direkt am Wasser und schauen aus mehr.
01:05:00: Die Sonne ist mittlerweile untergegangen.
01:05:02: Viertzig Tische alle voll besetzt also wahnsinnig beliebt.
01:05:06: ein Hassel an Basse hier im Restaurant.
01:05:08: Und die ersten Gerichte sind gekommen.
01:05:09: Ja!
01:05:10: Die ersten Gerichten sind da.
01:05:11: Wir haben Zaziki Zazikis eine Mischung von Joghurt Gurke Knoblauch Salzpfeffer und Olivenöl.
01:05:21: Dann haben wir Skordalia.
01:05:23: Sophia zählt etliche Gerichte auf, die auf unserem Tisch stehen.
01:05:26: Es kommen auch immer noch weitere dazu und erklärt ihre Zutaten und ihre Zubereitung.
01:05:31: Zwischendurch verweist der Bruder ihres Mannes auf einen ganz besonderen Knoblochtipp
01:05:35: In ... ähm, Time.
01:05:37: Thymian.
01:05:37: Schnecken und Thymien.
01:05:41: Und Olivenbeutel.
01:05:48: Das Dish just came is my favorite one!
01:06:02: It's chicken in mustard sauce and
01:06:05: cream.
01:06:05: So Hühnchen und Senf?
01:06:07: Yeah it so tasty you'll die!
01:06:12: I've been sniffing this most so good.
01:06:14: they're warm.
01:06:15: i can't wait to cut into a. are ya guys done recording cuz let's get into.
01:06:19: yeah
01:06:21: Cedric wird ungeduldig, deshalb legen wir jetzt das Aufnahm-Gerät jedenfalls rübergehend einmal zur Seite und beginnen zu schlemmen.
01:07:04: Während Cedric weiter zu langt, schaut Sophia's Schwiegermutter Antonia bei unserem Tisch vorbei die Chefköchin des Restaurants.
01:07:16: Du liebst
01:07:21: es oder
01:07:32: hast du den Effekt, der Stress aus dem Joy wegzuhalten?
01:07:41: Die Liebe für die Küche ist noch da, egal der Stress.
01:07:51: Ist es für mich persönlich zu
01:07:54: fragen, wie alt sie ist?
01:07:56: Und
01:08:00: warum bist du nicht
01:08:03: rettet?
01:08:03: Warum gehst du nicht in den Schiff an?
01:08:04: Ein bisschen mehr.
01:08:07: Sie geniesst es trotzdem, so ist es ein wenig länger.
01:08:11: Very impressed.
01:08:12: Thank you so much, it was absolutely delicious.
01:08:15: Vielen Dank!
01:08:18: Antonia möchte also noch ein kleines bisschen länger weiterarbeiten.
01:08:22: Lang ist auch dieser Abend geworden und erneigt sich nun im Ende entgegen.
01:08:27: Und die Tradition das haben wir schon mitbekommen in griechischen Restaurants ist nicht nur am Ende noch einen kleinen Abslacker aufs Haus sondern oft sogar noch ein ganzes Dessert mit oben dreien dazu.
01:08:38: Ja genau, und hier heute haben wir das Pürimte Galactobureco.
01:08:43: Dabei handelt es sich um einen Teig mit einer cremigen Vanille-Rosenwasser-Geschung.
01:08:47: Und es ist sehr lecker!
01:08:49: Das ist es – und das ist wahr im Hinblick auf dieses gesamte Festmal.
01:08:54: Wow Wir verabschieden uns von Antonia und ihrem Restaurant kurz darauf auch von Sophia und am nächsten Morgen von Palio.
01:09:01: Chora.
01:09:08: Cedric and Luca will head back to New York, I'll continue the journey to Koffu on my own.
01:09:15: So Cedrick for you it's time say farewell to Greece and to Crete.
01:09:20: what is going in your mind?
01:09:21: What do think that you tell our friends about this trip?
01:09:37: Old City, we were on the beach.
01:09:39: We're in a mountains and now surrounded by mountains.
01:09:43: It's just few hours drive or even case of twenty minutes.
01:09:47: The land changes dramatically But what is not changing?
01:09:49: And how people live changes with the land.
01:09:52: The way they live changes with the land.
01:09:55: People who live from the ocean, people off of mountains.
01:09:58: But what has always remained constant and does not change Has not changed.
01:10:02: for my experience is just how nice people have been.
01:10:05: How hospitable are you?
01:10:06: And how much joy & pride in their way of living.
01:10:10: What can their land produce?
01:10:13: They hardly bring it to your.
01:10:15: With most generosity and warmheartedness Es ist nie leicht zu verursachen, wie eine Familie mit einem elf-Jährigen auf der backen.
01:10:25: Aber auch in sometimes ruggeder Terrennen fühlte es nicht mehr leichter als die Menschen's Hilfe und ihre wackemmenden Arme.
01:10:33: Ich hatte immer mehr Futter als wir essen können.
01:10:36: Es gab immer mehr Hospitalität als wir akzeptieren konnten.
01:10:41: Und es gab auch bei Luca immer mehr Voluntäre, als wir für eine bessere Welt arbeiten konnten.
01:10:48: Die Leute lieben Luca und ich denke nicht, dass sie so spezial ist, sondern weil
01:10:52: sie
01:10:53: ein hart für Kinder, ein hartes für die Familie und einen hart für die Besonderer sind.
01:10:57: Ich kann nicht mehr sagen.
01:10:59: Ich freue mich schon auf mein nächstes Mal in Griechenland.
01:11:03: Ich bin so froh, zu hören, wie korfu es sein wird.
01:11:14: Es ist ähnlich und anders in so vielen Gründen.
01:11:18: Vielen Dank für das Zeug im Strip!
01:11:20: Geht's gut nach Hause?
01:11:21: Ich werde wieder zurückkommen in ungefähr fünfzehn Stunden... ...dass du meist mit einem kleinen Kind auf deinem Lappen spendest.
01:11:27: Es werden vielleicht etwa fünfzehntig Stunden sein, aber ich bin sicher, dass ihr es handeln könnt.
01:11:34: Ja, ich denke, ich habe ein paar Mountain
01:11:37: Tee.
01:11:37: Das war's aus und über Kreta, eine Insel der Gegensätze und Geschichten.
01:11:43: Eine Insel auf die Vergangenheit und Gegenwart ganz selbstverständlich ineinander fließen.
01:11:48: Wir waren unterwegs auf antiken Pfaden und in stillen Schluchten, wir haben Orte erlebt an denen Geschichte greifbar wird und andere an denen es vor allem um das hier und jetzt geht also um gutes Essen, um Begegnungen, um ein Leben am Einklang mit der Natur.
01:12:03: Wir haben uns in dieser Folge bewusst nicht auf die ganz großen, auf die bekannten Zentren konzentriert.
01:12:08: Also zum Beispiel nicht auf der Hauptstadt Heraklörn mit ihren bedeutenden Museen und archäologischen Schätzen.
01:12:14: Und auch nicht auf Hania diese wunderschöne Hafenstadt im Westen mit ihrer venezianischen Altstadt und den Engassen.
01:12:20: Stattdessen haben wir uns Zeit genommen für andere Perspektiven – für abgelegene Bergdörfer, für Küstenorte, für Menschen, die ihre eigene ganz persönliche Verbindung zu dieser Insel leben und gestalten.
01:12:32: Kräter ist sowieso zu groß und zu vielfältig, um es in einer einzigen Folge zu erfassen.
01:12:38: Auch um es an einer einziger Reise zu erfassten!
01:12:40: Hinter jeder Kurve warten neue Geschichten hinter jedem Ort ein weiteres Kapitel und deswegen freue ich mich jedenfalls wenn ich irgendwann die Möglichkeit habe zurückzukehren und ich hoffe natürlich dass diese Reise auch euch gefallen hat und vielleicht ihr auch euch Lust gemacht habt, Krätern selbst zu entdecken.
01:12:57: Solltet ihr jetzt Lust bekommen haben auf euren eigenen Trip nach Kräter, dann habe ich gute Nachrichten.
01:13:02: Natürlich fliegt Edelweiß dorthin und zwar von Mai bis Oktober mindestens einmal die Woche nach Hania und von März bis November mehrmals wöchentlich nach Heraklion!
01:13:13: Und in ein paar Wochen gibt es eine weitere Repartage Folge zu Griechenland, dann begebe ich mich auf die Insel Korfu.
01:13:19: Macht das gut?
01:13:20: Bis zum nächsten Mal, ciao!
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