Madeira
Shownotes
In dieser Folge der Edelweiss Travel Tales nimmt Host Erik Lorenz Euch mit in die Wahlheimat des Fotografen Stefan Nimmesgern: auf die Atlantikinsel Madeira. Zum Auftakt beschreibt Stefan die Aussicht von einem seiner Lieblingsorte, Ponta do Sol, wo heute anstelle eines Gefängnisses eins seiner Lieblingsrestaurants zu finden ist. Eine Aussicht, um die man die Häftlinge hätte beneiden müssen, wie er es ausdrückt. Stefan berichtet von den Levadas, den historischen Bewässerungskanälen, an denen sich viele Wanderwege entlangziehen, und empfiehlt die Wanderung zum Caldeirão Verde. Auch Funchal, die lebendige Hauptstadt, von der aus Stefan den Podcast aufnimmt, spielt eine wichtige Rolle.
Kulinarisch geht es um Espetada, den auf Lorbeerholz gegrillten Fleischspiess, und Espada, den Degenfisch, der auf Madeira mit gegrillter Banane serviert wird. Madeirawein und Poncha gehören ebenfalls zu den Inselklassikern. Ein Video zur Küche Madeiras mit Koch Julio Perrera ist weiter unten verlinkt! Zum Schluss gibt Stefan viele Tipps für eigene Entdeckungen: früh aufstehen für die Küstenwanderung auf der Halbinsel São Lourenço, einen Abstecher zur Nachbarinsel Porto Santo oder zu den Desertas-Inseln machen und in Funchal mit dem traditionellen Korbschlitten von Monte hinunterfahren. Seine Empfehlung: Wer kann, plant mehrere Wochen ein – Madeira hat weit mehr zu entdecken, als in ein paar Tagen Platz findet. Also hört rein! Nach Madeira fliegt Edelweiss ganzjährig mehrmals wöchentlich direkt von Zürich nach Funchal. Der Anflug auf Funchal ist besonders sehenswert – ein Fensterplatz lohnt sich. Neue Folgen der Edelweiss Travel Tales erscheinen alle 14 Tage freitags. Am besten abonniert Ihr den Podcast, damit Ihr keine Folge mehr verpasst!
Mehr über Stefan Nimmesgern und sein Madeira:
https://nimmesgern.de/ Stefans Restaurant Tipp in Ponta do Sol: https://solpoente.com/
Hier könnt Ihr das Video über Madeiras Küche mit Koch Julio Perrera, der im Gespräch erwähnt wird, sehen: https://www.youtube.com/watch?v=DDuPncDoah4&t=12s
Mehr Infos über unsere Hosts Erik Lorenz und Janna Olson: Erik Lorenz ist Autor und Herausgeber zahlreicher Reisebücher, u. a. für die Reihe «Lesereise» des Picus-Verlags und für den Malik/Piper Verlag sowie National Geographic. Er studierte in den Niederlanden, in Hongkong und Grossbritannien, lebte anderthalb Jahre in Australien und bereiste unter anderem Südostasien, China und Jordanien. 2017 gründete er den Podcast WELTWACH, in dem er – wie auch im englischsprachigen Ableger UNFOLDING MAPS – Gespräche mit prominenten Abenteurern und Abenteurerinnen moderiert. Momentan lebt er in New York.
Vor einigen Jahren krempelte Janna Olson, gelernte Sprachtherapeutin, ihren Alltag in Deutschland komplett um und machte sich auf um für mehrere Jahre in Neuseeland, Australien und Indonesien zu leben. Seit nunmehr als 5 Jahren arbeitet sie fest als Redakteurin und Podcastproducerin und immer wieder auch vor dem Mikro für den WELTWACH Podcast. Derzeit lebt sie in Portugal.
Mehr dazu hier: https://weltwach.de/
Mehr Infos über Edelweiss: Edelweiss ist die führende Schweizer Ferienfluggesellschaft und fliegt Euch ab Zürich weltweit zu über 100 Traumzielen in über 30 Ländern. Egal, ob Strandferien, pulsierende Metropolen oder spannende Kulturen: Edelweiss bietet für jeden Ferientraum das richtige Ziel. Das Beste: Gepäck, Sportgepäck und die Verpflegung an Bord sind im Flugpreis immer inbegriffen. https://www.flyedelweiss.com/ch/de/home.html
Transkript anzeigen
00:00:01: Madeira ist einfach eine einzigartige Insel.
00:00:03: Das ist ein ganz anderes Leben als in Mitteleuropa.
00:00:06: Funchal zählt für mich immer noch als einer der schönsten und beeindruckendste Städte weltweit, man folgt quasi dem Flusslauf und springt von Stein zu Stein und läuft dann teilweise auch hüftzutief im Wasser um.
00:00:20: zum Schluss gibt es da einen beeindruckenden Wasserfall.
00:00:23: Und auf Madeira gibt es noch etwa fünfzehntausend Hektar unberührten Laura Silverwald.
00:00:29: Das ist damit der größte Lobbärwaldbestand weltweit.
00:00:40: TravelTales, der Reisepodcast von Edelweiss.
00:00:46: Herzlich willkommen bei Edelweis.
00:00:48: TravelTails dem ReisePodcast von edelweiß.
00:00:51: Ich bin Erik Lorenz und in jeder Folge nehmen wir euch hier in unserem Format mit an ein neues Reiseziel Und gemeinsam mit Menschen die dort leben oder einem Ort besonders eng verbunden sind sammeln wir persönliche Geschichten.
00:01:03: Wir sammlen besondere Erlebnisse und auch konkrete Tipps für eure eigene Reise.
00:01:08: Heute geht es nach Madeira, eine Atlantik-Insel auf der Schroffegipfel, tiefe Tela, Lorbeerwälde und vulkanisch geprägte Küsten auf engem Raum zusammentreffen.
00:01:21: Mein heutiger Gast ist Stefan Nimmisgern.
00:01:24: Er arbeitet seit deiner Zeit als selbstständiger Fotograf für nationalen und internationalen Agenturen und Verlage Und internationale Aufmerksamkeit erhielt er unter anderem durch eine Reportage im Zuge einer Expedition mit Reinhold Messner zum Nanga-Parbat, im Jahr zwei Tossentfünf.
00:01:42: Heute lebt und arbeitet Stefan am Starnberger See – und vor allem aber auf einer Quinta auf Madeira!
00:01:51: Lebt und wirkt, dieser Insel hatte auch einen eigenen Bildband gewidmet kürzlich.
00:01:56: Und zwar den Bildband Madeira Naturparadies auf steilen Klippen ist unlängst erschienen bei National Geographic.
00:02:04: Und in diesem Buch nähert er sich der Insel über Landschaften Begegnungen und Geschichten.
00:02:09: ja und genau das haben wir jetzt auch vor.
00:02:14: Hallo Stefan herzlich willkommen bei den Edelweiß Travel Tales.
00:02:18: schön dass du dabei bist.
00:02:20: Ja Erik vielen Dank.
00:02:21: ich freue mich sehr auf dein Interview
00:02:23: Auf unser Interview, du bist ja auch ein ganz wichtiger Teil dessen.
00:02:26: Ja, so ist es schon!
00:02:28: Und wunderbarerweise befindest Du Dich soweit ich weiß auch genau an dem Ort über den wir heute sprechen wollen.
00:02:33: Richtig Ich sitze gerade in einem wunderbaren Studio hier in Funchal im der Altstadt.
00:02:39: Schön Okay ja Funchall werden wir natürlich auch darüber sprechen gleich aber ich würde ganz gern Einsteigen An einem anderen Ort und zwar mit einem.
00:02:49: Das ist natürlich immer ein bisschen herausfordernd hier in unserem Audio-Medium, aber wir versuchen dieses Foto vielleicht mehr zu beschreiben.
00:02:56: Wir haben uns da vorher drauf geeinigt.
00:02:57: Das ist ein Bild, das ist in deinem wunderbaren Madeira-Bildband doppelseitig ganz groß.
00:03:04: Ich schiebe es dir hier mal virtuell rüber.
00:03:07: Pontha do Sol Würdest du das Bild mal beschreiben?
00:03:11: Was sehen wir da und wo genau befinden wir uns?
00:03:13: Ja, dieses Bild habe ich aufgenommen direkt von einem kleinen Restaurant in Ponta D'Ausol.
00:03:20: Das Restaurant heißt Solpoente und das war früher mal ein Gefängnis gewesen.
00:03:27: Also, Ponta d'Au-Sol ist eine winzig kleine Städtchen.
00:03:31: Es hat auch Stadtrechte, aber eigentlich eher einen Dorf und liegt an der Sonnenbescheinenden Südküste, der Insel gilt als den stundenreichsten Ort Madeiras.
00:03:45: Das ist auch mein Heimatort mittlerweile.
00:03:47: Und dieses Foto ist wie gesagt entstanden auf diesem ehemaligen Gefängnis.
00:03:52: Es ist auf einer Klippe postiert.
00:03:55: Dann gibt es in Wertherhäuschen gegenüber die ehemalsigen Zellen.
00:04:00: Man hat einen Blick auf die Altstadt Palmenpromenade und die Strandpromenaden von Pontador Sol.
00:04:08: Der Strand vorne, den man im Vordergrund im Bild sieht ist ein Steinstrand.
00:04:13: also das ist kein Sand.
00:04:15: Das haben wir auch auf Madeira sehr selten, sehr wenig und im Hintergrund hat man auf der linken Seite einen schönen orangefarbenen Sonnenuntergang.
00:04:25: Das ist genau an dieser Stelle besonders schön zu sehen, also deswegen dieses Restaurant besuche ich eigentlich weniger wegen den leckeren Fischgerichten sondern hauptsächlich wegen des Sonnenuntergangs die man von dort aus besonders schön beobachten kann.
00:04:39: Sonnenbeschienen dann auch die Fassaden der Altstadt.
00:04:44: auf der rechten Bild Herr Lefter und Tintentrann kann man dann erkennen wie sich Die Gebirge so langsam auftürmen.
00:04:51: Man sieht sehr schön die Bananenterrassen, die in der Sonne einen tollen Licht erscheinen und das ist die Atmosphäre dieses Bildes.
00:05:01: Ich möchte es ja nicht direkt zu sehr verkitschen und banalisieren aber ich habe selten Heftlinge um ihren Blick beneidet bisher.
00:05:09: also es gibt auf jeden Fall schlechtere Locations für ein Gefängnis.
00:05:11: Sieht wunderschön aus!
00:05:13: Ja, ich vermute dass die da auch viel Spaß hatten.
00:05:15: Also deswegen... also heute haben wir kaum Kriminalität auf der Insel.
00:05:18: Ich mein damals aufgrund des tollen Gefängnisses war das sicherlich höher
00:05:24: Könnte ein ungewünschter Nebeneffekt gewesen sein.
00:05:26: Wir wissen es nicht genau.
00:05:28: Deswegen haben sie's ja auch geschlossen.
00:05:29: Vermut' mir mal So erzählen wir die Geschichte hier jetzt zumindest.
00:05:33: Warum hast du dich entschieden für dieses Bild und dafür diesem Bild soviel Platz einzuräumen?
00:05:39: Es scheint dir einiges zu bedeuten.
00:05:42: Ja, weil es halt mal ein Heimatort geworden ist und weil dieses Bild auch letztendlich irgendwo genau dazu beigetragen hat die Entscheidung zu treffen.
00:05:51: Dass wir uns in Ponta de Sol oder in Madeira überhaupt ansässig gemacht haben.
00:05:55: Das war damals bei unserem ersten Aufenthalt hier.
00:05:59: Kamen wir irgendwann mal genau an unsere Exkursion über die Insel, genau an diesen Platz um.
00:06:05: eine Frau und ich standen eben dort guckten auf diese Städtchen und haben gesagt, boah das ist es ja!
00:06:11: Also wir haben ja bis dato dann in Ammerland gelebt, am Stamberger See und das war so eine ähnliche Geschichte.
00:06:17: Ich habe das fast wie so eine Art Synergie empfunden.
00:06:20: Ammerland ist damals Heimatort von Lurio gewesen, Steinwurf von unserem Haus weggewohnt und es ist ein kleiner Fischerort am Stammberger See mit so einer ganz besonderen Atmosphäre.
00:06:33: und eben diese besondere Atmosfiere die hab ich auch hier empfundet als ich da zum ersten Mal Ponta du Sol sah.
00:06:40: Wie hat es euch damals zum ersten Mal dorthin und insgesamt offenbar derer verschlagen?
00:06:45: War dir als ganz normale Urlauber dort oder hattet ihr schon im Hinterkopf vielleicht auch nach einem Ort zu suchen, an dem ihr bleiben würdet.
00:06:52: Ja das war genau so wie du gerade sagst.
00:06:55: also meine Frau kam irgendwann mal auf die Idee, das hat manch mehr könnten uns ja mal eine Ferien-Dumizil suchen.
00:07:03: Und da gab's dann halt drei Optionen, wir wollten schon in Europa bleiben.
00:07:08: Früher hatten wir schon mal überlegt gehabt, sei ich Hellen oder vielleicht Brasilien.
00:07:13: Aber das hat sich dann irgendwie zerschlagen aufgrund der politischen Instabilität in den einzelnen Regionen und da haben wir gesagt, nee es soll schon Europa sein aber da kam halt Mallorca infrage, da kam die Kanareninfrage und da kam Adera infrage.
00:07:28: deswegen Weil meine Frau hatte einmal einen guten Bekannten, der einen weltgereisten Anwalt aus Wiesbaden, der irgendwann ihr mal erzählte.
00:07:39: Ja wenn ich mich mal irgendwann zur Ruhe setze dann möchte ich das auf Madeira tun und da dieser Mensch eigentlich bekannt war für seinen besonders guten Geschmack was Reisen angeht, was Kulinarik angeht... Und Kultur habe ich gesagt, dass sollten wir uns mal anschauen!
00:07:53: Da sind wir dann zum ersten Mal nach Madeira gereist.
00:07:58: allerersten Eindrücke, als ihr dann im Jahr zwei Tausend neunzehnt dort wart.
00:08:02: Zunächst mal muss ich ganz ehrlich sagen fast schon katastrophal.
00:08:06: wir sind bei nicht allzu gutem Wetter auf dem Christiane Ronaldo Airport gelanget Und meine Frau hatte auf der Insel eine, weil sie sagte mir Mensch dann wenn wir da schon hingehen, dann möchte ich auch authentisch leben und hat dann oben in den Bergen von Antonio Serra ein Häuschen mitten im Regenwald gemietet.
00:08:26: Also ein Airbnb-Ding aber da funktionierte weder...
00:08:29: Kriegt erst mal ganz toll!
00:08:31: Ja das war aber nicht toll, es war saukalt da oben in dem Bergen.
00:08:34: Es war zwar im Spätherbst Es war saukalt, die Heizung funktionierte nicht.
00:08:40: Das Wasser war kalt und der Boiler funktionierte auch nicht.
00:08:44: Also es war alles in desolatem Zustand.
00:08:46: Dann haben wir uns entschieden da nicht mehr als lange wohnen zu wollen.
00:08:51: Und ich habe dann die Idee gehabt, dass uns ins beste Hotel der Insel überwechseln und dann sind wir ins Ritz umgezogen.
00:08:59: Also das war so ein extremer Kontrast ja in dieses alt-erwürdige Hotel Und da hätte ich dann auf einmal auch das Gefühl, ja, Madeira könnte es sein.
00:09:08: Also der Urwald im Urwald möchte ich jetzt nicht unbedingt leben!
00:09:12: Und wie lebt ihr heute?
00:09:13: Wir haben eben in Ponthalusol das große Glück gehabt eine alte Kinder kaufen zu können.
00:09:19: Eine Kinder ist ein Gutshaus wenn man so sagen will und das hat sogar noch ein kleines Nebengebäude.
00:09:25: Das ist eine Cabana als Gästehaus dient.
00:09:28: Das haben wir auch als Airbnb vermietet.
00:09:32: Das liegt mitten in einem fragähnlichen Garten mit großem Pool und wir haben dort einen hundred-achtzig Grad Blick auf den Atlantischen Ozean.
00:09:44: Und können glücklicherweise auch zu Fuß zum Strand gehen, das sind vierhundertfünfzig Meter allerdings relativ steiler Treppenweg vom Haus aus runter in den Ortskern und zum Strand also mit hundert Höhenmeter.
00:09:57: aber wenn man ein bisschen sportlich ist dann ist es kein Problem
00:10:00: Und es ist ja dann auch dem Blick zuträglich, den du erwähnt hast schön von oben in die Weite zu blicken.
00:10:05: Das muss ja ganz toll sein.
00:10:06: Ja
00:10:07: absolut!
00:10:08: Passt auch das Zitat so mit dem Du den Bildband beginnst von Hermann Melville, ihn zitierst Du mit den Worten Wer einmal vom Meer berührt wurde bleibt ihm für immer verbunden.
00:10:19: Würdest Du sagen dass es Dir selbst auch so ergangen ist?
00:10:21: Absolut!
00:10:22: Das kann ich nur unterstreichen.
00:10:24: Welche Rolle spielt deine Beziehung zum Meer über diesen wunderbaren Blick hinaus in deinem Leben auf Madeira?
00:10:31: Na ja, ungefähr die gleiche Rolle, die auch für mich die Berge und die Seen spielt.
00:10:36: Also ich bin da nicht so festgelegt nur rein aufs Meer.
00:10:38: aber das Meer hat natürlich noch mal einen ganz besonderen Reiz schon ein großer Unterschied wenn man an einem See ist und immer das andere Ufer sieht und die Endlichkeit ist halt eben doch sehr begreifbar und ein Meer bietet da schon was anderes.
00:10:53: Es ist eine Unendlichkeit.
00:10:55: und da gibt es auch nochmal den großen Unterschied zu so einem Mittelmeer oder zu einer Nordsee, oder Ostsee.
00:11:01: Der Atlantische Ozean ist einfach eine ganz andere Dimension.
00:11:06: Wenn man das Jahr überall an diesem Ort wohnt und erlebt, wie sich das Meer wandelt von einer ruhigen Fläche im Sommer mit türkisblauem Wasser und dann das krasse Gegenteil wenn die Herbst- und Winterstürme kommen und das Restaurant wo ich eben beschrieben habe da dieses Solpoente was ja auch so locker mal fünfzig Meter über mehr auf einem Felsenthront komplett schließen muss, weil die Wellen so hochschlagen dass sie dort über die Terrasse fegen und die Steine vom Meer da oben quasi gegen die Scheiben ballern.
00:11:43: Also das in Naturgewalten von einem ruhigen schlafenden Tiger wird es zu einer wilden Furie.
00:11:51: also das ist schon beeindruckend was man am Ozean erlebt
00:11:56: Ich grinse schon breit, dann sich diese Gewalten des Wetters und der Natur auch nur vorzustellen.
00:12:01: Es ist gewiss sehr beeindruckend!
00:12:04: Und wenn wir über die Natur und die Landschaften insgesamt sprechen ... Wir hatten jetzt schon das Meer den Dschungel Die Berge so im Vorbeigehen angesprochen.
00:12:12: Vielleicht können wir das ja nochmal ein bisschen sortieren und bündeln?
00:12:15: Wie würdest du denn Madera einem Menschen beschreiben, der noch nie dort gewesen ist und gar nicht eine richtige Vorstellung
00:12:22: hat?!
00:12:23: Es kursiert ja so ein
00:12:24: Spruch,
00:12:25: den ich immer wieder mal höre.
00:12:26: Madeira sei das Hawaii Europas.
00:12:30: Ich habe dann immer scherzhaft gesagt, nee-nee also Hawaii ist das Madeira Amerikas.
00:12:37: In diesem floskelhaften Sätzchen verbirgt sich schon sehr viel über die Natur dieser Insel.
00:12:43: Also wenn man auf Hawaii war und ich war auch drei Monate dort und hab da einen National Geographic Bildband fotografiert dann wird einem so klar, dass diese auf der anderen Seite der Erde quasi genau gegenüber ein bisschen weiter südlich.
00:12:57: Aber im Grunde ergt ziemlich genau gegenüber sich eine Vulkaninselgruppe befindet die fast das Geschwisterchen sein kann.
00:13:05: zu dieser anderen Vulkaninselgruppe, die man makaronäse Inseln nennt.
00:13:09: oder da ist man der halt eine von und es ist eine bizarre wilde Vulkaninsel, die als subtropisch gilt.
00:13:18: Aber ich lache halt immer es ist... das geht schon fast mehr ins tropische Rhein.
00:13:22: also bezeichnend schroffe Felsen, senkrechte vertikale Felslandschaften, die von Kopf bis Fuß bewachsen sind mit subtropischen Tropischen Pflanzen und es gibt auf dieser Insel und dass auch eine Sache für Europa sehr selten ist.
00:13:41: Es gibt hier noch sehr viele komplett unberührte Gegenden, wo noch nie ein Mensch gewesen ist.
00:13:48: Also das ähnlich auch wie der Hawaii da gibt es ja auch Taylor.
00:13:51: Da war noch niemand und wird vielleicht auch niemals jemand sein.
00:13:54: aufgrund dieser bergigen topografie die du gerade beschrieben hast?
00:13:58: Ja der Unzugänglichkeit.
00:14:00: also wenn man diese wenn man da in die Berge reinwandert was durch die Levada möglich ist hat man ja ständig den Blick in diese wahnsinnig tiefen laures silvert bewachsenen Täler und dieser Unendlichkeiten, dieser unendlichen Tiefe dieses Regenwaldes der sich da vor allem ausbreitet ist einem sofort klar dass man da ohne weiteres nicht hinkann.
00:14:25: Also da gibt es vielleicht vereinzelt Fahde ehemalige Schmugglerfahde oder Hirtenfahde die einen da irgendwie ein Stückchen reinbringen, aber im Großen und Ganzen sind da viele Flächen eben noch niemals von Menschen betreten worden.
00:14:39: Du
00:14:39: hast gerade die Levadas erwähnt?
00:14:42: Was ist das?
00:14:43: Ja, die Levados ist ein Bewässerungssystem was spezifisch für die Insel Madeira ist.
00:14:49: Es gibt zwar Ähnliches oder sowas in der Art auch auf der Insel Apalma zum Beispiel Aber Madeira is sehr ausgeprägt.
00:14:57: Das sind kleine Wasserkanäle In der Summe etwa zweieinhalb bis dreitausend Kilometer, also schon beachtlich.
00:15:04: Die wurden angelegt damals zur Zeit des Zuckerrohrbooms um das Zuckerrohrer zu bewässern was an der Südseite der Insel wächst.
00:15:14: Weil die Süd-Seite wäre.
00:15:16: ohne diese Wasserkanäle wird es sehr trockenes Ödesgebiet.
00:15:21: Und diese Levardas kann man ja glaube ich auch ganz gut erwannen und also auch genießen und begleiten.
00:15:27: auf ihrem Weg
00:15:28: Kann man?
00:15:29: weil die sind schon aus rein praktischen Gründen begehbar gemacht worden.
00:15:33: Weil es gibt ja gar eine eigene Berufsgruppe, die für diese Levadas zuständig ist und das sind die sogenannten Lever derosch.
00:15:40: Das
00:15:41: sind Menschen, die diese Levados von Müll- und Unratbefreien so dass das Wasser halt wunderbar fließen kann.
00:15:49: Das Besondere an den Levadas ist halt, Ein architektonisches, ingenieurtechnisches Meisterwerk darstellen.
00:16:00: Sie sind nicht als Wanderwege angelegt werden aber als solche mittlerweile genutzt und bieten eigentlich das Herz der touristischen Infrastruktur Maderas
00:16:10: an.
00:16:11: Ich schaue es mir hier gerade auch in der Google-Bildersuche an.
00:16:14: Das sieht ganz toll aus!
00:16:15: Ja also eben so kleine Kanäle in Stein gefasst die da durch die wildesten Landschaften führen wandert an ihnen entlang und wird dann sicherlich auch stetig begleitet von diesem kleinen gemütlichen, feißungsvollen erfrischenden Gluckern.
00:16:31: Genau so ist es!
00:16:32: Wenn man großes Glück hat, kann man sogar kleine Fischlein sehen die in diesen Levadas sich tummeln
00:16:39: und führen durch Wälder über Berge hinüber natürlich dann tendenziell bergab, wie das Wasser halt so fließt.
00:16:44: Aber sieht ganz toll aus!
00:16:46: Hast du ein Lieblings-Levarder-Wanderweg?
00:16:48: Naja ich empfehle den Leuten wenn sie auf die Insel kommen und wenig Zeit haben im Grunde immer die Kalderauwerde.
00:16:56: Das ist eine sehr flache Wanderung, die von Chemaedash ausgeht.
00:17:04: Es bleibt Santana im Norden der Insel und sehr tief in das System von den Schluchten hineinführt.
00:17:14: Die ist architektonisch besonders eindrucksvoll, vor allen Dingen zeigt einmal den Nebelwald in seiner Gänze und führt zu ganz spektakulären Wasserfällen.
00:17:25: Das klingt teuer, ja.
00:17:26: Und ich habe mir notiert aus der Lektüre deines Buches hier und da sollte man vielleicht auch eine Lampe dabei haben?
00:17:31: Ja weil die Levada in den meisten Fällen auch durch längere teilweise auch kürzere und teilweise auch sehr lange Tunnels geführt werden, die dann eben von Menschenhand gemacht worden sind.
00:17:44: Die Dinger, die sind mitunter sogar so lang dass man selbst wenn die Kerzen gerade verlaufen dann zwei bis drei Kilometer lang sind und teilweise auch so niedrig, dass man da also nur gebückt durchlaufen kann.
00:17:59: Ah ja, spannend!
00:18:00: Ein anderer Begriff, den du vielleicht auch noch kurz erklären könntest hast du gerade vorhin erwähnt als du diese dramatischen steilen Berghänge beschrieben hast die dann aber trotzdem wie durch Wunderhand vielfach bewachsen sind von Wäldern, da hast du Laura Silver erwähnend?
00:18:16: Ja Der Laure Silver ist der Lorberwald, der uralte Lorber Wald Madeiras.
00:18:22: Vor der letzten Eiszeit waren weite Teile Europas und auch der makaronesischen Inseln eben mit diesem Lorberwald bewachsen.
00:18:31: Das darf man nicht verwechseln, das ist nicht der Küchenlorber, der hier so bekannterweise wächst sondern es ist hauptsächlich ein Stinklorber.
00:18:38: also Tilbäume nennt man das auch.
00:18:41: Nach der Eiszeit sind die in Europa verschwunden, teilweise abgeholzt worden.
00:18:45: Teilweise auch aufgrund des zu kalten Klimas konnten sie da nicht überleben und auf Madeira gibt es noch etwa fünfzehntausend Hektar unberührte Lauresilverwald und das ist damit der größte Lorbeer Waldbestand weltweit.
00:19:00: Das steht unter dem UNESCO-Weltnaturerbe Sieht
00:19:04: wahnsinnig atmosphärisch aus, ganz verwundt und verknott und verwachsen.
00:19:09: Das sind zwanzig Prozent der Insel die so bewachsen sind?
00:19:12: Ja!
00:19:12: Und von Moos überwuchert aufgrund der Feuchtigkeit gerne auch mal Nebel verhangen, so sieht es auch in einem Bildband aus.
00:19:19: Ja und dazwischen, also laures silber heißt ja nicht nur dass der Wald laures Silber ist jetzt nicht nur eben dieser Stinkelorbeer, das hat zwar den Namen daher Lauro Aber da wachsen auch die sogenannten Afrika-Hessar Giant.
00:19:35: Also das ist gigantisches Heidekraut, also Erika Gewächse, die aufgrund der Klimatik und des nebelses permanenten Nebelzauben Baum hoch werden.
00:19:45: Und daran hängen dann Flechten.
00:19:49: Dann gibt es noch diverse andere Pflanzen wie zum Beispiel Löwenzahngewächse in der Gegend teilweise wirklich drei Meter hoch werden
00:19:58: Wow.
00:19:59: Ja, also ich merke schon eine beeindruckende Natur sehr vielfältig, sehr dramatisch ist das für jemanden wie dich der du nun dort lebst.
00:20:08: Wie stark beeinflusst und bestimmt diese Natur?
00:20:10: Also die steilen Hänge und die großen Höhenunterschiede und die Wälder und der Ozean?
00:20:16: inwiefern beeinflußt es den Alltag?
00:20:18: Es beeinflusst den Alltag insofern dass man gegensatz zu Deutschland hier neunzig Prozent oder fünfneinzig Prozent des gesamten Tages draußen verbringt.
00:20:30: Man ist vielleicht mal zum Arbeiten irgendwo im Büro oder ich bin da mal im Studio, aber zu schlafen nachts dann natürlich im Haus.
00:20:37: Aber ansonsten immer draußen!
00:20:39: Das ist ein ganz anderes Leben als in Mitteleuropa.
00:20:42: Was heißt draußen für dich?
00:20:43: Wie verbringst du deine Zeit draußen?
00:20:46: Entweder im eigenen Garten mit dem herrlichen Blick Durch Bewanderungen oder durch Schwimmen im Meer, Schnorscheln im Ozean beobachten von tropischen Fischen die bei uns heimisch sind.
00:21:02: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten seine Zeit hier in Madeira zu verbringen Und ich muss immer wieder feststellen, wie wenig ich von der Insel kenne.
00:21:13: Obwohl ich jetzt wirklich ständig unterwegs bin und seit sechs Jahren nicht mehr oder weniger hier auf mich aufhalte kommt mir immer wieder irgendwas dazwischen wo ich sage Mensch da habe ich überhaupt noch nichts davon gehört und da war es noch nie gewesen.
00:21:26: Das ja obwohl du nicht nur dort lebst und da gerne unterwegs bist offenbar sondern auch fotografische Projekte durchführst und deswegen ja ohnehin... würde ich jetzt einfach mal annehmen und vermuten, dir unterstellen, dass du mit sehr wachem Blick und neugierigem Blick unterwegs bist.
00:21:40: Na ja, ich hoffe auf jeden Fall!
00:21:42: Aktuell arbeite ich auch gerade wieder an einem neuen Bildband der aber da jetzt das Hauptaugenmerk auf Wanderungen hat.
00:21:49: Das ist ein anderer Verlag, der darauf aufmerksam wurde auf das Nationalgeographic-Buch und gesagt hat Mensch mach uns doch mal so'n bisschen großformatigeres Wanderbuch
00:22:00: Schön, schön.
00:22:01: Hast du wieder eine gute Entschuldigung für einen viel draußen unterwegs zu sein?
00:22:06: Ja!
00:22:08: Was würdest Du denn sagen?
00:22:09: Wie hat Deine Fotografie wie zum Beispiel dieser National Geographic-Bildband?
00:22:13: Wie hatte Deinen Blick auf Madeira beeinflusst veränderte Bereiche als?
00:22:18: Naja, wenn man so ein Projekt angreift und akzeptiert, dann zwingt man natürlich sich auch zu einer gewissen... Arbeitsdisziplin.
00:22:29: und das heißt auch, dass man oder ich jetzt zum Beispiel im konkreten Fall dann so eine Oberflächlichkeit die sich immer in den Alltag einschleischt wenn man irgendwo lebt.
00:22:39: Dass man die Dinge nicht mehr so bewusst wahrnimmt.
00:22:42: Das muss man dem Moment abschütteln.
00:22:44: Man muss dann wieder ganz neu alles ganz neu entdecken und teilweise mal in Gegenden, in denen man sich eigentlich immer schon lange bewegt hat und die man denkt das der Westentasche zu kennen wieder neu finden erfinden und erkunden.
00:23:01: Und deswegen ist natürlich so ein beschäftigen für so'n Projekt schärft den Blick wirklich auch nochmal ins Detail zu gehen und Details gibt es hier wirklich zur Genüge.
00:23:13: Ja genau deswegen frage ich auch nach denn auch mir geht's so wann immer ich irgendeine Art von kreativem oder journalistischen Projekt mit einer Reise- oder im Ortverbinde, das können Podcastreportagen sein und auch Buchprojekte.
00:23:25: Habe ich – und ist ja auch nicht überraschend – im Nachhinein das sichere Gefühl diesen Ort viel intensiver aufmerksamer Wache erlebt und vielleicht auch ein Stück weit verstanden zu haben oder zumindest besser verstanden so haben, dass ich ihn noch längst nicht verstanden habe.
00:23:39: Zumindest hat man eben diesen Anker und diesen Impuls die Augen offen zu halten.
00:23:44: und doch diesen Antrieb fallen dir da vielleicht ein, zwei Beispiele ein.
00:23:47: Aus der Arbeit am National Geographic-Bildband gab es eine Geschichte oder du hast ja gerade von Details gesprochen und vom geschärften Blick durch so einen Buchprojekt zum Beispiel.
00:23:58: Gab's eine Geschichte?
00:23:59: Oder vielleicht auch ein Foto das entstanden ist wo du sagen würdest Ja dadurch wurde tatsächlich nochmal mein Blick geschärft für diese Details oder für neuen Aspekt dieser Insel.
00:24:08: Das kann man vielfältig betrachten.
00:24:10: Also ich habe natürlich aufgrund der Arbeit dann auch mal normale Wege verlassen, was ich vor allem vielleicht nicht gemacht hab... Und bin mal weglos durchs Gelände gelaufen und hab dann selbst ... zum Beispiel gibt ja diesen Ribeiro Porco, der Schweinsfluss bei Boa Vertura.
00:24:33: Da bin ich mit meiner Frau einmal im Winter hin.
00:24:35: das Ding war komplett voll mit Wasser und da kommt man wirklich... also da gibts kein Weg!
00:24:40: Das ist keine Wanderung im klassischen Sinne sondern man folgt quasi dem Flusslauf und springt von Stein zu Stein teilweise auch hüftt tief im Wasser.
00:24:52: Zum Schluss gibt's da einen beeindruckenden Wasserfall, wo man dann wirklich stoppt und wo es nicht mehr weitergeht.
00:25:01: Solche Dinge auf der anderen Seite passieren natürlich auch Blickverschärfungen, die vielleicht weniger schön sind, dass man sieht was der Massentourismus zum Beispiel oben in Fanal anrichtet.
00:25:13: Wir haben ja mittlerweile oft Madera eine Regelung dass sich Touristen für die Wanderungen anmelden müssen.
00:25:20: Die müssen sich bei Simplifika, das ist so ein Portal auf der Insel, dort registrieren, einen geringen Beitrag zahlen und müssen aber dann genau einen Time-Slot angeben, wann sie welche Wanderung machen wollen?
00:25:35: Es gibt natürlich, du hast es erwähnt... Orte, die sind vielleicht auch touristisch schon etwas intensiver erschlossen.
00:25:41: Es gibt auch Orte... Die liegen noch ein bisschen einsamer da.
00:25:44: Es gab sogar Orte wo sich niemand hinverirrt weil es einfach fast unmöglich ist dort hinzugelangen.
00:25:50: Eine Gegend, die dir ganz besonders am Herzen zu liegen scheint, ist der Norden der Insel.
00:25:55: Den bezeichnest du im Buch als Madeiras verborgene Seele und sein wildes Herz.
00:26:00: Warum?
00:26:02: Ja den Norden isst weit aus weniger touristisch vermarktet oder beziehungsweise touristisch erschlossen, wie der Süden.
00:26:10: Liegt einfach auch an der Beschaffenheit und Schroffheit der Felsklippen die den Norden prägen.
00:26:18: Der Norden ist rauer das Wetter ist etwas unwirscher.
00:26:24: Im Winter hatte ich mal eine Situation da sich in Caleta am Strand lag, vierundzwanzig Grad.
00:26:29: Das war glaube ich im Januar und dann habe ich gesagt ach ich brauche noch ein paar Fotos.
00:26:33: Ich fahre mal rüber nach nach Porto Moniz und jeder mal an die Lavapulse.
00:26:38: Die sind jetzt schön leer, das sind wahrscheinlich wenig Leute.
00:26:41: Und bin rübergefahren und hatte da drüben dann anstatt vierundzwanzig Grad nur noch vierzehn Grad.
00:26:47: Obwohl es wirklich eine Distanz Luftlinie vielleicht zwölf vierzehnt Kilometer oder so sind.
00:26:52: Das ist ja nicht viel!
00:26:53: Ja?
00:26:53: Und trotzdem macht es unglaublich viel aus mit der Temperatur.
00:26:57: Ja und dann hat man natürlich im Norden der Insel die spektakulärsten Wanderungen im Levada-System.
00:27:06: Da liegen quasi auch oft die Matris, also die Quellbereiche der Levadas, die das Wasser in den Süden transportieren.
00:27:14: Also die dörfliche Infrastruktur ist anders und man hat wesentlich weniger touristische Strukturen in den kleinen Bergdörfern.
00:27:23: Man findet mal wirklich noch lokale.
00:27:25: Da kostet das Bier einen Euro, oder ein Euro fünfzig und der Kaffee neunzig oder siebzig bis neunzig Cent.
00:27:32: Der Bica also ist quasi eine Art materiändischer Espresso.
00:27:35: Also es ist extrem preiswert und man sieht so gut wie keine Touristen.
00:27:39: Und
00:27:40: dann zudem noch Einblicke fand ich auch wahnsinnig spannend in dein Buch In die Geschichte Wie zum Beispiel Die Geschichte des Holz-Andors und auch in die traditionelle Landwirtschaft.
00:27:50: Die Ribera de Janeiro Ist ein Gebirgsluss, der längste Fluss der Insel Und das ist schon richtig.
00:27:57: Wenn man dort wandert, dann hat man das Gefühl, man läuft in einer ... Man isst meist in irgendeiner Sauna unterwegs aber jetzt nicht weil es so heiß ist sondern weil sie danach duftet.
00:28:06: Weil's wirklich riecht wie in einer wunderbaren ganz exklusiven Sauna und das liegt an den Eukalyptusbäumen die dort angebaut worden sind.
00:28:14: wegen der Papierproduktion.
00:28:16: Ja und Du hast vorhin im Vorbeigehen auch erwähnt für den Norden dort die Lava-Pulse dieser Rockpuls, diese Feldpulzi.
00:28:25: Dort gibt die auch ganz, ganz toll aussehen in den Fotos nach?
00:28:29: Ja, die sind... Irgendwo habe ich im Internet mal gelesen zählen zu den zwölf schönsten Stränden der Welt und man muss sagen Strände im Anführungszeichen gesetzt weil Strände sind das ja nicht.
00:28:39: aber da gibts mehrere von.
00:28:41: es gibt einmal In Seychel.
00:28:43: Das ist ein kleiner Ort mit einem natürlichen Sandstrand.
00:28:45: Da gibt es dann im westlichen Teil von Seychal auch einige kleinere Lava-Pools und wenn man dann zwei Kilometer weiter fährt, dann kommt man nach Portomonis.
00:28:57: Und das sind die bekanntesten Pools der Insel.
00:28:59: Das ist auf der einen Seite in östlicher Richtung Die frei zugänglichen Lava Pools, die aus meiner Sicht besonders schön sind und wild sind mit türkisblauem Wasser und reich an Fischen.
00:29:11: Man kann da wunderbar schwimmen.
00:29:14: Teilweise sind sie natürlich ein bisschen betoniert damit man da irgendwo liegen kann Und ein bisschen weiter.
00:29:19: dann auf der anderen Seite in Richtung Westen gibt es dann nochmal Lavapools, die aber mehr eine touristische Infrastruktur haben.
00:29:27: Das sind die Becken wirklich ausbetoniert teilweise.
00:29:30: Da gibt's da richtige Duschen und Umkleidekapien und da muss man auch Eintritt zahlen.
00:29:35: Aber das ist paradiesisch!
00:29:37: Das ist leider sehr überlaufen.
00:29:39: Okay, muss man abwägen?
00:29:42: Ja, man muss halt früh hingehen oder spät hingehen.
00:29:44: Das ist das Geheimnis auf Madeira auch bei Wanderungen zu den... ...quellen zum Beispiel.
00:29:49: oder so wirklich ganz ganz ganz früh um sieben Uhr aufbrechen vom acht Uhr da sein im aufgehender Sonne da irgendwie loslaufen ab zehn Uhr kommen die Wandergruppen da kommen die Busse angefahren Da werden die Leute dahin gekarrt Oder man geht eben spät, wenn die alle schon wieder zurück sind und im Hotel sitzen hier Abendessen genießen.
00:30:09: Da geht man dann halt mit der untergehenden Sonne die Tour und geht mit der Stirnlampe dann zurück.
00:30:14: Das ist natürlich ein Erlebnis besonderer Art und so kann man die Gegend auch wirklich genießen.
00:30:21: Ja, bleiben wir noch für eine letzte Minute im Norden.
00:30:26: Du schreibst auch von Santana Und du beschreibst Santana als das Land der dreieckigen Träume.
00:30:32: Das macht mich natürlich neugierig.
00:30:34: Was hat's damit aus sich?
00:30:35: Ja gut, das sind diese Sattungen an Santana-Häuschen die man da... vereinzelt noch findet.
00:30:40: Da gibt es auch so eine Art kleines Santana-Häuschenmuseum im Ortskern, wo man auf diese Häuschen besichtigen kann.
00:30:47: Da sind dann auch touristische Shops da drin.
00:30:51: Das ist eine typische Bauweise.
00:30:53: Strohbedeckte Häuschen dreieckig bis das Dach geht bis zum Boden rechts und links.
00:30:58: Es ist ein Raum unten oben.
00:31:00: irgendwie waren die Schlafräume.
00:31:02: Das sind die einfachste Bauernbehausungen, die man sich vorstellen kann weil das die Tradition, es war anstatt ein guter Schutz gegen Wind und Wetter.
00:31:13: Und jetzt haben sie da so gebaut.
00:31:15: Na schön ja!
00:31:16: Und ich glaube in der Ecke dort ist auch dieser... Ich träume mich gar nicht auszusprechen wahrscheinlich für uns.
00:31:21: Dieser wunderbare Küstenstreifen unterhalb dort Der Felswand mit Wein- und Obstanbauwasserfällen alte Weinpresse schreibst du es sei Ein einsamer Ort mit einer Ausstrahlung, die ihresgleichen sucht.
00:31:32: Was ist das da schon eine Ecke?
00:31:34: Jetzt muss ich aber mal raten.
00:31:36: Fahra
00:31:36: da rocha do navio.
00:31:39: Ja, ja, ja.
00:31:42: Korrekt ausgesprochen.
00:31:44: Das habe ich zufällig gefunden als ich mal in Richtung Santana gefahren bin und dann hab' ich da ein Schild gesehen unterwegs.
00:31:51: Da steht Teleferico, da muss man auch mal hinfahren.
00:31:55: Teleferiko heißt ja Seilbahn.
00:31:57: und dann bin ich so ein kleines Stresschen runtergefahren, waren so ein paar Felder wo... Akrikultur angebaut wird.
00:32:04: Und dann bin ich irgendwann in so einen kleinen Parkplatz gekommen mit einer kleinen Seilbahn und da sah ich schon ein paar Leute stehen, die die Landschaft beäugten und dann hatte ich diesen Blick gesehen.
00:32:15: Da war diese Blütenmeer vor mir und unter mir.
00:32:18: dann dieser ja so ein wilder Strandabschnitt mit so kleinen Häuschen, Steinhäuschen die man in der Tiefe sah und auf der rechten Seite eine steile Felswand mit einem wahnsinnig großen Wasserfall.
00:32:35: Ja dann habe ich gesagt Mensch da musste einfach mal runter gehen.
00:32:38: also man kann da mit der Seilbahn runterfahren man kann aber auch runter wandern und ich bin dann runter gelaufen.
00:32:46: Da unten gibt es also mehrere tolle Wasserfälle und da gibt's auch am Weg dann irgendwann diese alte Weinpresse.
00:32:52: tatsächlich, die ist in so einer kleinen Höhlenausbuchtung versteckt.
00:32:57: Und da unten das ein landwirtschaftlich genutzter Küstenstreifen.
00:33:01: Da wohnt keiner!
00:33:03: Früher mal welche gewohnten haben weiß ich nicht aber... Aktuell wohnt da keiner, das sind nur so kleine Häuschen und Schilfzäune.
00:33:12: Da wird Wein angebaut, da werden Früchte angebaut... Ja, das ist halt hauptsächlich die Infrastruktur der Seilbahn zugänglich.
00:33:19: Apropos Angebaut?
00:33:21: wie ist es denn?
00:33:21: Du hast vorhin auch schon mal erwähnt Zuckerrohr als Thema für die Geschichte.
00:33:25: Man hat dir das ja ganz ganz bedeutsam.
00:33:28: Wie steht's um den Zuckerrohr heute?
00:33:29: Prägt er die Landschaft noch?
00:33:31: Ist er noch relevant?
00:33:32: Inwiefern war er früher relevant?
00:33:34: vielleicht?
00:33:34: Magst du darüber ein bisschen sprechen.
00:33:35: Naja, der Zuckerrohr hat ja den Reichtum der Insel ausgemacht früher.
00:33:42: Es gab damals, ich glaube, fünfzig verarbeitende Zuckerrohrepressen auf der Insell.
00:33:49: Heute haben wir noch ganze drei.
00:33:51: Das deutet schon mal die Bedeutung an!
00:33:53: In Geniosch genannt.
00:33:55: Und die, heute wird Zuckerrohr noch angebaut in der Gegend um Pont d'Ausol auch im Westen der Insel wird es noch viel angebaut und es gibt also den Hängen im Südenhals.
00:34:06: Süden- und Südwesten findet man Zuckerrohanbau.
00:34:10: Der typische Aquadente das ist ein Rum, der wird aus diesem Zuckerroher gebrannt.
00:34:17: Der Zuckerrohr wird, wie gesagt, angebaut und dann geerntet.
00:34:20: Der wird zu diesen Fabriken.
00:34:23: Es gibt mittlerweile nur noch drei Stück davon eine in Funchal die ingenieusche Norte in Santa Cruz Porto da Cruz Und eine in Caleta und der wird dann mit den Lkw ist dahin gebracht.
00:34:34: er wird dann.
00:34:34: in diesen Ingenieuschen Norte gibt es noch die einzige funktionierende alte Dampfmaschine auf Madeira.
00:34:41: Da wird sie prestern das quasi.
00:34:43: diese Saft aus diesem Zuckerrohr sieht ein bisschen aus wie Bambusstangen, wird es dann rausgepresst und wird dann verarbeitet.
00:34:52: Und zwar entweder zum Schnaps oder eben zum Zuckerrohersirup der auch wieder typisch ist für die Insel.
00:35:02: Und Akquadente wird dann wiederum auch z.B.
00:35:04: verwendet für Poncha?
00:35:06: Das ist ja glaube ich dann auch noch so ein traditionelles Getränk, oder?
00:35:08: Richtig, dass es die Seele des Ponschaten mal so will.
00:35:13: Der
00:35:15: feurige Geist!
00:35:16: Und Wein ist auch ein Thema auf Madeira.
00:35:18: wenn wir jetzt schon bei den Getränken sind.
00:35:20: Ja, es gibt einfach der einen Seite.
00:35:22: Gibt das so den normalen Wein, den man vielleicht auch schon mal trinken kann aber nicht unbedingt trinken muss?
00:35:28: Und dann gibt's da den berühmten Madeira-Wein.
00:35:31: Das ist natürlich nochmal eine ganz andere Liga.
00:35:33: Okay, dann erklär mal was da der Unterschied zwischen dem Wein, die man nicht unbedingt drinken muss und dem Madeirawein?
00:35:39: Der Wein, was heißt nicht unbedingt Trinken, ich bin ein bisschen gemeint zu dem armen Wein.
00:35:43: Aber er wird in Volksfesten immer zelebriert, aber der ist ziemlich sauer.
00:35:47: Also aus irgendwelchen Gründen... Nicht so toll.
00:35:50: Und der Madeira Wein, das war wohl mal ein normaler Wein den die Seefahrer mitgenommen haben als Proviant für ihre Reisen nach die Karibik.
00:36:01: und da hat man dem Wein ein bisschen Spirit also Alkohol, Weinbrand zugesetzt, sechsten- neunzehntigen Alkohl um den Haltbarer zu machen und jetzt ist dann passiert dass er in Fässern gelagert unter Deck weil der Tour rüber nach Südamerika dann einer großen Hitze ausgeliefert war.
00:36:19: Also da sind Temperaturen von fünfzig Grad, achtzig Grad entstanden.
00:36:22: Der Wein wird quasi gekocht und durch die ständige Bewegung des Stampfenden in Wasser hin- und herschwankenden Schiffes hat er sich dann auch gut durchgemischt.
00:36:31: Und als wir das dann aufgemacht haben – die Fässer – haben sie gedacht Ui!
00:36:35: Das schmeckt ja ganz besonders gut.
00:36:37: Ja?
00:36:37: Und das waren dann quasi die Geburtstunde von diesem berühmten Madeira-Wein.
00:36:43: Der wird heute eben den traditionell in so Öfen erwärmt und haltbar gemacht, auch durch Zusatz von Alkohol.
00:36:52: Das Besondere an dem ist halt dass er wenn man eine Flasche öffnet das der sich geöffneten Zustand jahrelang hält und komplett frisch bleibt.
00:37:00: also der verändert sich nicht.
00:37:02: Also Madeira Wein der ungeöffnet zweihundert Jahre alt ist es ganz was edles und der ist immer noch hervorragend und genießbar.
00:37:12: Okay, also Madeira Wein kriegt von dir dann die Zustimmung den Daumen hoch.
00:37:16: Absolut!
00:37:17: Das ist ein Getränk was hier wirklich zum Alltag gehört.
00:37:20: Gibt es einen Gericht von dem du sagen würdest?
00:37:22: Also das gehört unbedingt auch zu einem Madeira Besuch mit dazu?
00:37:26: Ja gibt's ein Paar.
00:37:27: aber besonders erwähnenswert ist da sicherlich der schwarze Degenfisch.
00:37:31: Es Pada heißt er auch auf Portugiesisch.
00:37:35: Das ist ein ziemlich hässliches Exemplar von Fisch mit tellergroßen Augen.
00:37:41: Es ist ein Tiefsee-Fisch, der lebt in der Originale, in der Tiefe von etwa eine Tausend fünfhundert bis zwei tausend Meter und wird nur gefangen in Madera also Küsten vor Madera und auch in gewissen Küsten bei Japan.
00:37:56: Man braucht die Tiefsee dazu.
00:37:58: Dieser Fisch wird angelockt durch Licht und deswegen fahren die Boote raus aufs Meer, weit vor der Küste liegen sie, haben Schleppnetze, also Fangleinen mit Wiederhaken.
00:38:13: Die lassen diesen teilweise zwei bis drei Kilometer lang ins Wasser und leuchten das Wasser aus.
00:38:18: Dieser ficht steigt dann aus den Untiefen der Tiefsee hoch und meint da oben irgendwie was Glitzendes zu sehen in Form der Haken, bei es zu ist ein Raubfisch mit einem irrsinnigen Gebiss.
00:38:31: Bei es zu hängt dann quasi an der Leine und wird dann an Bord gezogen und dieser Fichter wird zubereitet.
00:38:37: das ist ein weißes Fleisch mit einer relativ festen Struktur Und schmeckt eigentlich gar nicht richtig nach Fisch.
00:38:45: Deswegen, ich kenne Leute die eigentlich keinen Fisch mögen aber den Degen fisch trotzdem gerne essen und der wird serviert traditionell paniert mit Eigewälzten gebraten kurzgebraten und dann kommt oben eine gekrillte Banane obendrauf und manche gehen doch noch hin machen das nennt ihn dann Tropikaner.
00:39:05: da wird auch noch erhitzte Maracuja also das innere Maracuya erhitzt Soße oben drübergegeben, deshalb ein hervorragender Geschmack.
00:39:15: Wie schön!
00:39:16: Das ist eines der Gerichte hat man natürlich die ST-Pardasch.
00:39:19: das sind Fleischspieße, die auch ganz typisch für die Insel sind.
00:39:23: also wird dann gerne Filetfleisch genommen und es wird dann kombiniert mit Lorbeerplättern, mit frischen Lorbeersplätter auf Lorbär Holz gegrillt und meistens auch noch mit die Spieße wo's dann aufgespießt ist, oft auch noch aus Lorbehrholz Und das Ganze hat natürlich einen extrem tollen Geschmack.
00:39:44: Klingt sehr verheißungsvoll, ja!
00:39:46: Ja mir läuft's was in den Mund zusammen also ich darf da nicht zu viel drüber erzählen.
00:39:51: Du selbst du sitzt ja gerade... Du hast es vorhin schon verraten In der Altstadt von Funchal von der Hauptstadt.
00:39:57: Vielleicht sprechen wir darüber auch noch kurz.
00:39:59: Wie würdest du diese Stadt beschreiben?
00:40:01: Lohnt sich das dort auch an der Weg zu sein?
00:40:03: Was würdest' du mir da zeigen wenn ich unterwegs mit dir wäre und jetzt vielleicht nicht die Top Five-Musties nur abklappern möchte?
00:40:10: Also zunächst muss ich sagen, ich habe viele Städte auf der Welt gesehen.
00:40:16: Ich will die jetzt gar nicht aufzählen aber wirklich auf allen möglichen Kontinenten außer Australien und Funchal zählt für mich immer noch als eine der schönsten und beeindruckendste Städten weltweit.
00:40:28: Dies bezeichnet ist dass sie extrem sauber ist und kaum Kriminalität oder eigentlich gar keine Kriminalität aufweist und architektonisch einfach eine Abwechslung bietet, die ja faszinierend ist.
00:40:43: Da hat man auf der einen Seite die Altstadt.
00:40:45: also wenn ich jetzt hier mit Leuten durchmarscheere, gerade gestern habe ich versucht bekommen von meinem Cousin mit seiner Frau und dann hab' ich mir den vom Flughafen kleinen Abstecher in die Altstatt gemacht und überhaupt durch die Stadt gefahren und hab' denen da mal so im kurzen Umriss gezeigt was hier so is'.
00:41:00: Also die Stadt Tal in einem Amphitheater entstanden, das sich zum Meer hin öffnet und die zieht sich so ähnlich wie Riolo Janero über die Hänge nach oben.
00:41:13: Und es ist eine relativ kleine Großstadt.
00:41:16: ich glaube wir haben aktuell so um die hundert dreißighundert fünftausend ich weiß nicht exakt Einwohner aber sie macht einen sehr groß städtigen Eindruck.
00:41:23: also Durch die vielen weitläufigen Parks, die die Liederung in der Stadt ausmachen hat sie eine ganz tolle grüne Lunge.
00:41:34: Die Hafengegend, wo auch Christiano Ronaldo seinen Wohnhaus hat ist der Ort der Begegnungen.
00:41:40: Das sind riesige Promenade, die sich über Kilometer hinzieht und die ganzen Kreuzfahrtschiffe anlanden.
00:41:46: Manchmal sind drei, vier parallel dort.
00:41:50: manchmal kommen große viermastige Segeliachten an, die irgendwelche Edeltouristen in die Insel bringen.
00:41:58: Und dann sind wieder Aida-Schiffe da oder irgendwelchen Schiffer aus Südamerika und aus allen möglichen Teilen der Welt.
00:42:05: Viele Leute schimpfen drüber aber ich sage halt das macht die Internationalität aus.
00:42:09: Das zeigt wirklich dass die Welt zu Besuch kommt und Funschal anschauen möchte.
00:42:14: Dann hat man in Funschall auf der einen Seite die Altstadt, die geprägt ist durch kleine relativ niedrige, ehemalige Fischerhäuser.
00:42:23: Heute ist es ein Labyrinth an Gässchen mit lauter Restaurants und Bars und Kunstgalerien und kleinen Souvenir-Shops.
00:42:33: wirklich sehr lebendig und muss auch sagen kein Touristennapp.
00:42:37: man kann in jedem Lokale nicht in allen aber in so vielen schon essen und ich war nie enttäuscht.
00:42:43: das war immer gut es war immer preiswert die Leute sind höflich und freundlich.
00:42:47: Und dann, wenn man von dort aus sich in Richtung Kathedrale See bewegt.
00:42:51: Das ist ja eine wunderschöne Zentrum der Stadt dieser alte Kathedraale.
00:42:56: Da ist die sogenannte Neustadt aber die Neustatt ist auch nicht neu.
00:42:59: da sind wahnsinnig schöne architektonisch reizvolle Gebäude aus der Zuckerrohr-Epoche entstanden das sind herrschaftliche Kolonialbauten.
00:43:11: Und dann gibt es natürlich auch noch den Ortsteil, den man hier so landläufig den Hoteldistrick nennt.
00:43:17: Der fängt ja also ab dem Ritz-Hotel, ab dem altehrwürdigen Ritz geht's los mit modernen Hotelbauten.
00:43:22: Das streckt sich fast bis nach Kamara de Lobos und geht entlang des Heustrandes von Funchal, dem Breier vom Moser... Hotels, fünf Sterne vier Sterne Hotel.
00:43:36: Da sind Bars, da sind Restaurants.
00:43:39: das ist so eine Touristikerre ja.
00:43:41: und dann gibt es natürlich noch die Wohngebiete und in das Nobelgebiet oben Montel wo der die ganzen alten Willen zu finden sind die früher dem Adel als Sommerwohnsitze dienten.
00:43:52: wenn's unten zu warm war hat man sich nach oben nach Monte verzogen.
00:43:55: Im Winter war das natürlich zu kalt und so neblig.
00:43:58: Da standen die Häuser leer, da wurden sie zugemacht.
00:44:01: Da oben gibt es zwei wunderschöne Gärten.
00:44:02: Da gibt's den tropischen Park.
00:44:04: Das ist ja ein Tropikal, das ist ein absolutes Highlight muss man gesehen haben.
00:44:10: Dann gibt es den botanischen Garten ebenfalls sehr schön.
00:44:13: Dann gibts den Pajero Golfgarten der, glaube ich, der Plantis Familie gehört, die auch berühmt sind für den Maderawein.
00:44:22: also Funschal ist eine Stadt, die extrem viel bietet.
00:44:27: Die ein bisschen an Lisbon erinnert von der Architektur her aber nicht die Nachteile von Lisbon.
00:44:34: Nicht diese überwältigende Größe hat und die Verworrenheit sondern wirklich strukturiert es klein ist freundlich lebensverjahend unglaublich viele Events bietet Musik-Events Theater gibt's dort.
00:44:47: also bin begeistert von Funschals.
00:44:50: Ich merke
00:44:50: sie, ich merke sehr Und es gibt auch wunderbare Arten sich dort fortzubewegen, du hast gerade Monte erwähnt.
00:44:57: Ganz oben dort wo die Willen sich dann auf den Berg kauern gibt auch eine lustige Art von dort oben wieder runterzukommen.
00:45:03: Jo das sind die berühmten Korbschlitten, die früher mal ein ganz normales Förderungsmittel waren und heute nur noch als Touristenattraktion genutzt werden.
00:45:15: Ich habe mir ein kleines Video angeschaut zwei Minuten auf YouTube.
00:45:17: es sieht kurios aus.
00:45:19: Es ist kurios.
00:45:21: Wenn man da drin sitzt, hat man auch das Gefühl, es geht brutal schnell und ist ein bisschen scary.
00:45:28: In Wirklichkeit sind die auch nicht schneller als ungefähr dreißig kmh... Aber schon
00:45:32: ordentlich!
00:45:32: Man setzt in so einem Korb halt drinnen und rast dann da die Straßen runter?
00:45:37: Ja ja, man schlittert darunter, also kommt man sich vor wie auf der Schiebpiste Und die zwei Jungs, das sind diese Korbschlitten-Piloten.
00:45:47: Diese Gondolières in Venedig quasi dann die Korb schlitten darunter bringen.
00:45:52: Die haben ein spezielles Schuhwerk mit Eisenkappen und unten drunter auch Eisen damit sie besser rutschen... ...und dann wieder irgendwelche Stellen wo den sich dann auch wieder abbremsen können.
00:46:05: Da geht es wirklich rasant um die Kurven rum.
00:46:07: Das ist eine Kunst für sich, da kann ich jeder also.
00:46:09: Ich hab da großen Respekt vor denen!
00:46:11: Bist du mitgefahren?
00:46:13: Ja, ja klar.
00:46:13: Möchte schon
00:46:14: sein?
00:46:15: Wir haben das mal gemacht haben.
00:46:16: also ich meine ist nicht ganz billig aber es einfach eine Erlebnis besonderer Art hat.
00:46:20: früher ja ganz normal der Adel die Reichen die sind da haben sich so runterbringen lassen wurden dann auf Sämpften wieder hoch geschleppt.
00:46:27: Also da
00:46:28: ist dieses
00:46:29: steilen Berg keiner gelaufen.
00:46:31: was heute so die Kultur ist so Trail running machen oder sowas gab's halt damals nicht.
00:46:38: also hätte jüngstens jemanden gemacht der kein Geld hat.
00:46:41: Und diese Schlitten werden ja auch weiterhin wie schon seit sehr, sehr langer Zeit in Handarbeit gefertigt und du hast den Bildband ja auch eine dieser Werkstätten besucht.
00:46:49: Ja zufälligerweise habe ich die gefunden, die ist in so einer Nebengasse direkt da wo der Platz ist, wo sie abfahren in Richtung von der Kirche in Monte Sie übrigens auch das Grab des letzten österreichischen Kaisers beherbergt.
00:47:02: Und da hab ich zufällig so ein Treppchen gesehen und da sah ich einen Korbschlitten, dann dachte ich geh mal einfach mal hoch und bin dann durch den Gang gegangen und dann plötzlich sah ich zwei alte Männer an diesen Korb schlitten werkeln Und hab dann, die kotten natürlich kein Englisch und habe ich mich mit meinen drei Brocken portugiesisch und Händen und Füßen durchgeworstelt.
00:47:23: Die waren ganz schnell bereit auch Fotos mitzumachen weil ich dann gesagt hab ja National Geographic und das kannten sie und haben gesagt okay!
00:47:31: Ja und da haben die mich so ein bisschen aufgeklärt über diese Kunst des Korbschlittenbauens.
00:47:37: Das ist ja schon eine der Kunst für sich.
00:47:40: Ah und fand ich wahnsinnig spannend im Buch denn... Dieses Korpschlittenfahren, hast du ja erklärt hat eine lange Geschichte ist natürlich heute eben vor allem ne Touristenattraktion.
00:47:50: Ist ja auch fair enough.
00:47:51: man kann ja auch einmal was machen was Spaß macht und dann ist gut.
00:47:54: aber dahinter steckt ihm dieses uralte Handwerk und eine echte Kunstfertigkeit die beeindruckt.
00:48:00: deswegen toll da eben auch einen Schritt weiter zu gehen und ein Schritt weiterzudenken und sich das dann auch mal anzuschauen.
00:48:06: Ja das Besondere daran ist ja auch dass die Dinger also aus Weidenrouten geflochten werden keine Nägel und keine Schrauben verwendet werden.
00:48:14: Also da ist keine Eisen dran, das ist alles... also die Kufen!
00:48:18: Aber ansonsten in der Korbschlitten selber ...der Korb ist absolut nur Weidenmaterial und Holz.
00:48:26: Ach du, ich könnte noch ewig weiterreden.
00:48:27: Wir haben ja auch ganz viel nicht besprochen aber soll ja auch noch was übrig bleiben.
00:48:32: dafür gibt's dein Buch Dafür gibt es auch den eigenen Besuch wenn dann Leute sich als angesprochen fühlen und neugierig gemacht worden sind.
00:48:38: Den Osten haben wir noch nicht tiefergehend besprochen Aber ein bisschen was wie gesagt können wir auch gerne übrig lassen.
00:48:45: Ich würde interessieren Wenn Du die Insel verlässt für journalistische Projekte Für was auch immer Besuche der Familie daheim.
00:48:52: Was vermisst Du als erstes?
00:48:54: Ja, ich vermisse die Insel sofort.
00:48:57: Sobald ich schon den Kofferpark habe, so ein bisschen Blues und denke irgendwie so gerne wie ich dann auch zur Familie fahre und Enkelkinder besuche die Kinder sehe und so, aber ich denke dann um mein Gott ist es eine schöne Madeira.
00:49:14: Da gehe ich gar nicht gern weg.
00:49:16: Das ist eigentlich ganz umgar gegen meine Natur weil normalerweise müsste ich eigentlich darauf brennen neue Sachen zu sehen und zu erleben.
00:49:24: was mich da besonders vermisse ja die Gelassenheit der Portugiesen auf der Insel Die Freundlichkeit Der Umgang miteinander das ist einfach alles ein bisschen anders als auf dem Festland.
00:49:35: natürlich auch der Ozean die Weite Die Schluchten, der Dschungel.
00:49:40: Madeira ist einfach eine einzigartige Insel die in ihrer Kleinheit, die Menschen, die da herkommen, die Insel besuchen, die denken, in drei vier Tagen haben sie Madeira gesehen.
00:49:51: und erst wenn Sie sich hier wirklich mal länger aufhalten, ich werde Sie feststellen dass ihr wahrscheinlich in hundert Jahren noch nicht viel gesehen habt.
00:49:58: Und dennoch es kann ja nun jeder hinziehen was würdest du denn sagen für eine gelungene Madeira-Reise?
00:50:03: Wieviel Zeit sollte man da idealerweise so ein etwa einplanen?
00:50:06: Ja, ja.
00:50:07: Wird man sagen mindestens drei bis vier Wochen?
00:50:09: Ui!
00:50:09: Also doch... Okay.
00:50:11: Dann vielleicht einfach mehrfach kommen.
00:50:13: Ja, aber kann ja auch mal wirklich mal ein bisschen länger Urlaub machen und dann am besten bei mir vorbeischauern mich anrufen mit mir Termin machen.
00:50:20: wir setzen uns in Land Rover Wir machen der Fotosafari über die Insel Und dann haben wissen die Leute was sie... Was Madera bedeutet.
00:50:29: Das heißt das bittest du auch an?
00:50:30: Man kann mit dir gemeinsam auch unterwegs sein.
00:50:32: Man kann quasi mit mir Fotokurse belegen die ich dann mit meinem Land Rover Defender gegen den Abfahrer und bei den Leuten auch Wanderungen mache.
00:50:41: Schön!
00:50:42: Dann würde ich sagen, kommen wir jetzt abschließend... Und ganz viel war ja schon dabei in diesem Gespräch.
00:50:46: Kommen wir abschließlich noch kurz zu ein paar handfesten Tipps- und Tricks für die eigene Madeira Reise.
00:50:55: Drei bis vier Wochen hast du gesagt?
00:50:57: Natürlich nicht jeder hat die Möglichkeit so lange Urlaub am Stück zu nehmen das ist schon klar.
00:51:01: aber wie gesagt man kann ja auch wiederkommen und sich das dann aufteilen.
00:51:04: Stück für Stück
00:51:05: gibt es
00:51:06: Aktivitäten Unternehmungen, von denen du sagen würdest also das auf jeden Fall mitnehmen.
00:51:11: Das würde ich unbedingt empfehlen?
00:51:14: Ja ganz sicherlich!
00:51:15: Also auf jeden fall Levarder Wanderungen machen als erstes mal.
00:51:20: dann Wer mag es gibt einen ganz tollen Cladgirm Piloten auf der Insel.
00:51:26: Es ist der Hardwood Peters Der bietet Tandemflüge an.
00:51:31: Dann kann man sehr schöne Canyoning und Klettertouren machen für die Hardcore gesottenen, also da gibt es auch tolle Kletterrouten.
00:51:40: Die sind nicht so einfach wie jetzt beispielsweise auf den griechischen Inseln wo dann alles eingebohrt ist sondern hier muss man wirklich noch Pioniergeist zeigen und mit quasi eigene Sicherungen legen.
00:51:53: Dann natürlich im Naturschutzgebiet Garajau vielleicht mal einen Tauchgang machen und Elvis besuchen den Zackenbarsch und die Rochen anschauen die da unten sind.
00:52:05: Das ist ein uralter Zackenbarsch, der tatsächlich schon Jahre hinweg sich an Menschen gewöhnt hat und der dann immer die Taucher anschwimmt und unten am King gekraut werden will.
00:52:17: Was man auf jeden Fall machen sollte...
00:52:19: Du hast ja von den sympathischen, entspannten Einheimischen erzählt das setzt dich bis zum Zackenbarsch fort!
00:52:24: Ja, es hat dieses Zackenbarg-Mentalität der Inselbewohner.
00:52:29: Dann sollte man, wenn man die Zeit hat, die Insel Porto Santo besuchen.
00:52:34: Das ist eine benachbarte Insel, die zu Madeira gehört und die einen neun Kilometer langen fast unberührten Sandstrand hat Schöne Hotels, schöne Gastronomie.
00:52:45: Ansonsten eine kleine Insel nicht so gebirgisch wie Madeira aber auch mit tollen Wanderungen.
00:52:51: Aber vor allen Dingen in der Sandstrand ist sensationell türkisblaues Wasser da gibt es ein versenktes Schiff mit einem künstlichen Riff.
00:53:00: Schwarze Korallen gibt's zu sehen.
00:53:02: Es gibt sehr viele tolle Fische dort.
00:53:04: also auf jeden Fall dann einen Tagesausflug.
00:53:07: Unbewohnten Deserterinseln kann man empfehlen, die kann man von Funchal aus buchen.
00:53:12: Dazu geht es mit einem Zweimassseeklar hin.
00:53:15: Da gibt's eine Stelle wo man anlanden kann das ist eine Ranger Station.
00:53:18: Man kann allerdings höchstens so eine halbe Stunde dort bleiben weil das ist wirklich strengstes Naturschutzgebiet Aber beeindruckend.
00:53:25: Ganz tolle Felsformationen, extrem schöne Landschaften dort und Strukturen im Felsen.
00:53:32: Dann als Wanderung ganz besonders empfehlenswert im Osten die Halbinsel Saint-Lorenzo würde ich auch unbedingt machen.
00:53:39: das ist ein Gegensatz zu dem grünen Herzen der Insel zu diesen ganzen bananen Plantagen.
00:53:45: in den Urwäldern, den Regenwälden findet man dort eine wüstenhafte Gegend, die so ein bisschen schon fast an Anzarota erinnert.
00:53:53: Das ist eine Vulkanlandschaft.
00:53:54: Wirklich im Sommer staubt trocken, grau.
00:53:57: Im Frühjahr blüht es da auch weil die würste Blütjavents ein bisschen mal regnet.
00:54:01: und dann gibt's so ne wunderschöne Küstenwanderung zu einem hohen Berg.
00:54:07: und unten im Fusse des Berges gibt das die Casa de Sardinio.
00:54:10: Das is eine kleine Karawanserei mit Palmen umgeben wo man köstlichen Bananen Kuchen essen kann und leckeren Cappuccino bekommt.
00:54:19: also ist ne Wanderung die man unbedingt machen sollte aber Früher aufstehen, der Parkplatz ist ganz, ganz zeitig schon überfüllt und man muss sich anmelden.
00:54:28: Sehr gut!
00:54:28: Also Bethesons bei Bananenkuchen hattest du mich?
00:54:31: Da bin ich auch ein großer Freund.
00:54:34: Ja toll... Und also Stifort Kuchen-Kulinarik hast ja freuen.
00:54:38: schon viel zu gesagt da frage ich jetzt nicht nochmal nach.
00:54:40: aber Madera Wein Rumherstellung Poncha haben wir erwähnt.
00:54:44: An der Stelle vielleicht auch noch mal ein kleiner Verweis auf den Edelweiß YouTube-Kanal, wer sich da interessiert.
00:54:50: Insbesondere wer Madeira's moderne Küche kennenlernen möchte.
00:54:53: Da gibt es einen Video auf diesem YouTube Kanal über die Arbeit von Chef also von Koch Julio Parera.
00:55:00: Der hat ne Restaurant namens Campo in Funchal.
00:55:04: Du sagst aha, sagt er dir?
00:55:06: Ich plane mit dem Buchprojekt.
00:55:08: Er hat doch nicht einen Restaurant oder fünf Restaurants.
00:55:11: Okay ich kannte jetzt nur das eine von diesem besagten Video.
00:55:16: und warst du auch schon mal essen?
00:55:18: Ja ja, ich war in allen Restaurants schon essen und habe jeweils die sechs bis sieben Gang Menüs dort gekostet, die er anbietet aktuell zum Preis für hundert Euro für zwei Personen.
00:55:29: also das ist sensationell günstig.
00:55:31: Da bekommen zwei Leute bekommen einen, im Theos hat da sieben Gänge.
00:55:37: Sonst sind es sechs von den feinsten Speisen ganz kreativ gekocht also wirklich sensationell.
00:55:45: Also Nüra Pereira kann ich nur wärmstens empfehlen.
00:55:48: Super!
00:55:48: Wenn sich das mal anschauen möchte, ich packe euch den Link zum besagten Video auch mit in die Show Notes dann findet er das ganz leicht sehr schön.
00:55:56: und ja eine Abfahrt mit dem Korb schlitten schadet auch nicht oder?
00:56:01: Nee, sollte mal auch gemacht haben.
00:56:03: Auf jeden Fall!
00:56:04: Sehr gut.
00:56:04: Tu Stefan ganz lieben Dank für dieses Gespräch und für die vielen Tipps und vor allem für deine persönlichen Einblicke und diese Leidenschaft, die damit schwanken.
00:56:12: Ganz lieben dank.
00:56:13: Vielen Dank auch fürs schöne Interview.
00:56:18: Und wer nun selbst nach Madeira reisen möchte Edelweiß fliegt ganzjährig mehrmals wöchentlich direkt von Zürich nach Vonschei.
00:56:26: Übrigens kleiner Tipp von uns Reserviert euch gern Fensterplatz, das würde jedenfalls Sinn ergeben.
00:56:31: Denn der Anflugauf von Schal ist sehr sehenswert!
00:56:34: Ihr direkt.
00:56:35: auch noch einmal der Hinweis, Sport-Gepäck fliegt bei Edelweiß Gratis mit.
00:56:39: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Reise.
00:56:42: – by EdelWeiss Travel Tales.
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